Boeing-Zulieferer soll seit Jahren massive Qualitätsprobleme haben
Kürzlich sorgte ein dramatischer Zwischenfall an Bord einer Boeing 737 Max 9 für Aufsehen, das hatte zur Folge, dass die Maschinen des Typs am Boden bleiben mussten sowie die Behörden nun näher hinsehen. Und erste Erkenntnisse schaffen wenig Vertrauen.
Loch im Rumpf der Alaska Airline-Maschine
Doch wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, sind die Probleme teilweise deutlich älter. Denn Boeing hat in den vergangenen Jahren seine Produktion bzw. Teile davon massiv ausgelagert. Das Outsourcing wird von Experten schon lange kritisiert, denn damit riskiert man, dass sich qualitativ minderwertigere Komponenten einschleichen.
Bereits 2001 sorgte ein internes Whitepaper für Aufsehen innerhalb von Boeing, damals warnte ein Ingenieur namens John Hart-Smith eindringlich davor, die Produktion ohne ausreichende Aufsicht auszulagern. Das scheint sich nun dramatisch zu bewahrheiten, denn der WSJ-Artikel berichtet von massiven Qualitätsproblemen bei Spirit AeroSystems, dem für die 737 Max-Rümpfe zuständigen Zulieferer.
"Wir haben Flugzeuge auf der ganzen Welt, die Probleme haben, die niemand gefunden hat, weil Spirit die Mitarbeiter unter Druck gesetzt hat, den Job so schnell zu erledigen", sagt Cornell Beard, Vertreter der Gewerkschaft International Association of Machinists and Aerospace Workers. Spirit und Boeing beteuern hingegen, dass man größten Wert auf Qualität legt und die Flugzeuge auch sicher sind.
Siehe auch:
Kostensparendes Outsourcing als Qualitätsproblem
Der Zwischenfall vom 5. Januar 2024, bei dem ein Teil des Rumpfes einer Alaska Airlines-Maschine mitten im Flug herausbrach, ging glücklich aus, doch für den Flugzeugbauer aus Seattle wird er schwerwiegende Folgen haben. Denn seit dem Vorfall sehen sich die Aufsichtsbehörden, aber auch Medien, das Unternehmen und dessen Flugzeuge genauestens an und das, was sie vorfinden, ist nicht gerade erfreulich.
Loch im Rumpf der Alaska Airline-Maschine
Doch wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, sind die Probleme teilweise deutlich älter. Denn Boeing hat in den vergangenen Jahren seine Produktion bzw. Teile davon massiv ausgelagert. Das Outsourcing wird von Experten schon lange kritisiert, denn damit riskiert man, dass sich qualitativ minderwertigere Komponenten einschleichen.
Bereits 2001 sorgte ein internes Whitepaper für Aufsehen innerhalb von Boeing, damals warnte ein Ingenieur namens John Hart-Smith eindringlich davor, die Produktion ohne ausreichende Aufsicht auszulagern. Das scheint sich nun dramatisch zu bewahrheiten, denn der WSJ-Artikel berichtet von massiven Qualitätsproblemen bei Spirit AeroSystems, dem für die 737 Max-Rümpfe zuständigen Zulieferer.
Druck auf Mitarbeiter
Die einstige Boeing-Tochter wurde 2005 verkauft, hatte in der Pandemie große wirtschaftliche Probleme und musste Mitarbeiter entlassen. Laut Mitarbeitern kam es häufig zu Produktionsproblemen, interne Beschwerden über die Qualität wurden ignoriert. Die Rümpfe müssen immer schneller gebaut werden, weshalb es zu zahlreichen Mängeln kommt."Wir haben Flugzeuge auf der ganzen Welt, die Probleme haben, die niemand gefunden hat, weil Spirit die Mitarbeiter unter Druck gesetzt hat, den Job so schnell zu erledigen", sagt Cornell Beard, Vertreter der Gewerkschaft International Association of Machinists and Aerospace Workers. Spirit und Boeing beteuern hingegen, dass man größten Wert auf Qualität legt und die Flugzeuge auch sicher sind.
Zusammenfassung
- Boeing 737 Max 9 bleibt nach Zwischenfall am Boden
- Behörden und Medien untersuchen Boeing genau
- Produktions-Auslagerung sorgt für Qualitätsprobleme
- Warnung vor Outsourcing bereits 2001 ignoriert
- Spirit AeroSystems als Problemzulieferer identifiziert
- Pandemie führte zu wirtschaftlichen Problemen bei Spirit
- Schnelle Produktion verursacht zahlreiche Mängel
- Gewerkschaft kritisiert Druck auf Spirit-Mitarbeiter
Siehe auch:
- Boeing 737 Max: Piloten wurden angelogen, die sind jetzt stinksauer
- Boeing: Lockere Bolzen - und ein iPhone, das 5000-Meter-Sturz überlebt
- Beinahe-Katastrophe: Dramatischer Vorfall stürzt Boeing in die Krise
- Boeing soll zahlen: US-Flugzeugbauer wird von Hackern erpresst
- Auch dieses Jahr kein Start: Boeings Starliner bleibt peinliches Desaster
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