Boeing: Lockere Bolzen - und ein iPhone, das 5000-Meter-Sturz überlebt

Boeing musste in den vergangenen Jahren eine Krise nach der anderen durchmachen, die größte stand im Zusammenhang der Pannen­maschine 737 Max, die nach zwei tragischen Abstürzen lange am Boden bleiben musste. Die Geschichte wiederholt sich nun zum Teil.

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Vertuschter Pfusch war schon bei den tragischen Abstürzen von 2018 und 2019 der eigentliche Grund für die Probleme bei der Boeing 737 Max und auch dieses Mal dürfte der Flugzeugbauer alles andere als sauber gearbeitet haben - die Vorfälle von damals und heute haben allerdings keinen direkten Zusammenhang. Anlass für die aktuelle Überprüfung zahlreicher Maschinen ist ein verhältnismäßig glimpflich ausgegangenes Unglück, denn vor einigen Tagen brach mitten im Flug einer Alaska-Airlines-Maschine ein türgroßes Seitenpanel einfach ab - die Passagiere kamen wenigstens mit dem Schrecken davon.

Nach dem Vorfall ordnete die US-Luftfahrbehörde Federal Aviation Administration (FAA) an, dass 171 Maschinen des Typs Boeing 737 Max 9 am Boden bleiben und überprüft werden müssen. Nun liegen die ersten Ergebnisse vor und diese dürften Boeing in eine noch tiefere Krise stürzen.

Denn sowohl United Airlines (UA) als auch Alaska Airlines (AA) haben in gleich mehreren Maschinen "lockere Hardware" gefunden, so AA. United wird etwas konkreter und teilte mit, dass mehrere Bolzen festgeschraubt bzw. nachgezogen werden mussten. UA soll bereits nach kurzer Zeit rund zehn Maschinen gefunden haben, die solche Qualitätsprobleme haben, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters.

Die Nervosität bei Boeing dürfte gewaltig sein. Mehr als Floskeln hatte der Flugzeugbauer in seinen Statements aber nicht zu bieten: "Wir haben uns verpflichtet, sicherzustellen, dass jedes Boeing-Flugzeug den Konstruktionsspezifikationen und den höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards entspricht. Wir bedauern die Auswirkungen, die dies auf unsere Kunden und ihre Passagiere hat."

iPhone überlebt 5000-Meter-Fall

Mehr Glück, deutlich bessere Qualität oder beides hatte indes ein Apple iPhone, das in der Alaska-Airline-Maschine nach außen gesaugt wurde. Denn der Twitter-Nutzer Seanathan Bates fand ein völlig unbeschädigtes iPhone neben der Straße, das aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem Flugzeug stammt. Laut Bates, der umgehend die zuständige Behörde National Transportation Safety Board (NTSB) informierte, war es bereits das zweite herausgesaugte iPhone, das gefunden wurde. Die von Bates erwähnte Tür ist mittlerweile übrigens auch aufgetaucht - im Vorgarten eines Lehrers namens Bob.

Zusammenfassung
  • Boeing durchlebt erneut eine Krise
  • 737 Max 9 nach Panel-Verlust überprüft
  • 171 Boeing-Maschinen müssen am Boden bleiben
  • United und Alaska Airlines finden lockere Teile
  • Boeing verspricht Einhaltung von Sicherheitsstandards
  • iPhone überlebt Sturz aus Flugzeug unbeschädigt

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