Japan warnt Dresden: TSMC-Ansiedlung bringt auch viel Ärger mit
In Dresden blickt man mit viel Vorfreude auf die Ansiedlung des taiwanischen Chipherstellers TSMC. Ähnlich sah es auch im japanischen Kikuyo aus. Dort hat sich mit der entstehenden Chipfabrik aber auch eine Menge Ernüchterung breit gemacht.
So hat Kikuyo nur rund zehn Prozent der Einwohner der sächsischen Landeshauptstadt. Entsprechend schwächer sind die Grundvoraussetzungen im Hinblick auf Infrastruktur, die nun eine Chipfabrik bedienen muss, die sich über eine Fläche von 32 Fußballfeldern erstreckt. Vor allem die Straße in Richtung des nächsten Flughafens ist gnadenlos überlastet. Aktuell aber auch andere Verbindungen, da derzeit teils noch gebaut, aber auch schon Ausrüstung in die neuen Produktionshallen gebracht wird.
Die neue Anlage soll Ende 2024 mit der Fertigung beginnen. Dann dürfte zumindest die Baubelastung der Kleinstadt etwas nachlassen, trotzdem muss diese weiterhin eine riesige Industrie-Ansiedlung verkraften. Und deren Einfluss geht weit über den Verkehr und das hohe Aufkommen an Mitarbeitern hinaus.
In und um Dresden gibt es bereits verschiedene große Industriebetriebe, inklusive einiger Halbleiterwerke, wie etwa die von Infineon, GlobalFoundries und Bosch. Trotzdem dürfte das große TSMC-Werk noch viele Herausforderungen für die Region mitbringen. Teils zeigt sich dies bereits. Im angrenzenden Gewerbegebiet werden schon kleinere Firmen verdrängt, weil die Eigner darauf setzen, dass bald deutlich zahlungskräftigere Begleitfirmen eine Bleibe in der Nähe des TSMC-Werkes suchen werden.
Siehe auch:
Der TSMC-Schock
Laut eines Berichtes der Wirtschaftswoche sprechen die Bewohner der Region inzwischen vom "TSMC-Schock". "TSMC bringt nichts als Ärger", wird ein Mitglied des Stadtrates zitiert. Allerdings hat die Region auch ganz andere Voraussetzungen mitgebracht, daher lassen sich die Erfahrungen natürlich nicht direkt komplett auf Dresden übertragen.So hat Kikuyo nur rund zehn Prozent der Einwohner der sächsischen Landeshauptstadt. Entsprechend schwächer sind die Grundvoraussetzungen im Hinblick auf Infrastruktur, die nun eine Chipfabrik bedienen muss, die sich über eine Fläche von 32 Fußballfeldern erstreckt. Vor allem die Straße in Richtung des nächsten Flughafens ist gnadenlos überlastet. Aktuell aber auch andere Verbindungen, da derzeit teils noch gebaut, aber auch schon Ausrüstung in die neuen Produktionshallen gebracht wird.
Die neue Anlage soll Ende 2024 mit der Fertigung beginnen. Dann dürfte zumindest die Baubelastung der Kleinstadt etwas nachlassen, trotzdem muss diese weiterhin eine riesige Industrie-Ansiedlung verkraften. Und deren Einfluss geht weit über den Verkehr und das hohe Aufkommen an Mitarbeitern hinaus.
Preisstrukturen in Gefahr
Denn das Werk zieht viele gutbezahlte Fachkräfte in die Region, die auch ihre Familien mitbringen. Die Immobilienpreise und Mieten schießen entsprechend nach oben und es wird für alle schwer, Kindergartenplätze zu finden. Hinzu kommen Umweltbelastungen, weil die Fabrik große Mengen Grundwasser benötigt.In und um Dresden gibt es bereits verschiedene große Industriebetriebe, inklusive einiger Halbleiterwerke, wie etwa die von Infineon, GlobalFoundries und Bosch. Trotzdem dürfte das große TSMC-Werk noch viele Herausforderungen für die Region mitbringen. Teils zeigt sich dies bereits. Im angrenzenden Gewerbegebiet werden schon kleinere Firmen verdrängt, weil die Eigner darauf setzen, dass bald deutlich zahlungskräftigere Begleitfirmen eine Bleibe in der Nähe des TSMC-Werkes suchen werden.
Zusammenfassung
- Dresdner freuen sich auf TSMC-Ansiedlung
- Kikuyo leidet unter "TSMC-Schock"
- Kikuyo hat schwächere Infrastruktur als Dresden
- Neue Chipfabrik überlastet Verkehr in Kikuyo
- TSMC-Werk in Kikuyo startet Ende 2024
- Einwohner Kikuyos kämpfen mit steigenden Mieten
- TSMC zieht Fachkräfte und Umweltbelastungen an
- Dresden sieht Verdrängung kleinerer Firmen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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