TSMC Dresden: Kleine Nachbarfirmen fliegen aus ihren Räumen.
Die Ansiedlung des taiwanischen Chipherstellers in Dresden läuft alles andere als reibungslos. Ein aktueller Aufreger ist die Tatsache, dass rund 30 Unternehmen, die um den neuen Standort ansässig sind, eine Kündigung ihrer Räumlichkeiten erhalten haben.
Es handelt sich um verschiedene kleinere Firmen oder Filialen - die Palette reicht von Werbe-Dienstleistern, Standorte von Kurierdiensten bis zu verschiedenen Handwerkern. Diese fühlen sich jetzt verdrängt und hoffen, dass seitens der Stadt eine Lösung des Problems erreicht wird. Immerhin haben einige von ihnen auch erst in der letzten Zeit in den Standort investiert.
Die öffentliche Hand ist allerdings nicht der Eigner des Geländes und kann die Kündigungen entsprechend nicht stoppen. Der Vermieter dürfte hingegen darauf setzen, zukünftig deutlich höhere Einnahmen erwirtschaften zu können. Denn die Gewerberäume in den ehemaligen Stallungen wurden ursprünglich recht günstig vermietet - und nun rechnet man damit, dass sich dort wesentlich finanzkräftigere Dienstleister der Chipindustrie ansiedeln könnten.
Seitens der Politik macht man aber Druck auf die zuständigen Stellen. Der Dresdner SPD-Chef Albrecht Pallas forderte von Oberbürgermeister Dirk Hilbert und seinen Kollegen, dass nicht nur die lukrativen Neuansiedlungen unterstützt werden, sondern vor allem auch die Bestandsunternehmen. Laut Stadtrat Torsten Schulze (Grüne) zeige sich "zum wiederholten Male sehr deutlich, dass Dresden unbedingt neue Gewerbeflächen entwickeln muss. Das setzt die Stadt jetzt massiv unter Druck." Denn die vorhandenen städtischen Gewerbegebiete seien bereits zu 100 Prozent ausgelastet.
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Billige Standorte fallen weg
Der Halbleiterkonzern soll gemeinsam mit mehreren Partnern eine Chipfabrik im Gewerbegebiet Airportpark aufbauen. Das Gelände wurde ursprünglich landwirtschaftlich genutzt und in einer ehemaligen Schweinemastanlage haben sich nach deren Schließung diverse Firmen angesiedelt. Doch diese sollen nun weg, wie die Sächsische Zeitung berichtet.Es handelt sich um verschiedene kleinere Firmen oder Filialen - die Palette reicht von Werbe-Dienstleistern, Standorte von Kurierdiensten bis zu verschiedenen Handwerkern. Diese fühlen sich jetzt verdrängt und hoffen, dass seitens der Stadt eine Lösung des Problems erreicht wird. Immerhin haben einige von ihnen auch erst in der letzten Zeit in den Standort investiert.
Die öffentliche Hand ist allerdings nicht der Eigner des Geländes und kann die Kündigungen entsprechend nicht stoppen. Der Vermieter dürfte hingegen darauf setzen, zukünftig deutlich höhere Einnahmen erwirtschaften zu können. Denn die Gewerberäume in den ehemaligen Stallungen wurden ursprünglich recht günstig vermietet - und nun rechnet man damit, dass sich dort wesentlich finanzkräftigere Dienstleister der Chipindustrie ansiedeln könnten.
Mehr Gewerbeflächen nötig
"In mehr als zehn konkreten Fällen sind wir mit betroffenen Unternehmen im Austausch", sagt Stadtsprecher Alexander Buchmann der Zeitung. Es sollen auch schon erste Ersatzflächen angeboten worden sein. Wo sich diese befinden und um welche Konditionen es hier geht, wurde von der Stadtverwaltung bislang nicht gesagt.Seitens der Politik macht man aber Druck auf die zuständigen Stellen. Der Dresdner SPD-Chef Albrecht Pallas forderte von Oberbürgermeister Dirk Hilbert und seinen Kollegen, dass nicht nur die lukrativen Neuansiedlungen unterstützt werden, sondern vor allem auch die Bestandsunternehmen. Laut Stadtrat Torsten Schulze (Grüne) zeige sich "zum wiederholten Male sehr deutlich, dass Dresden unbedingt neue Gewerbeflächen entwickeln muss. Das setzt die Stadt jetzt massiv unter Druck." Denn die vorhandenen städtischen Gewerbegebiete seien bereits zu 100 Prozent ausgelastet.
Zusammenfassung
- Taiwanischer Chiphersteller siedelt in Dresden an, sorgt für Unruhe
- 30 bestehende Unternehmen erhalten Kündigung ihrer Räumlichkeiten
- Gelände war ehemalige Schweinemastanlage
- Stadt kann Kündigungen nicht stoppen
- Vermieter erhofft sich höhere Einnahmen durch finanzstarke Industrie
- Stadt ist im Austausch mit Unternehmen, bietet Ersatzflächen an
- Unterstützung für Bestandsunternehmen gefordert.
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