Ende der Preisbremse: Vielen Verbrauchern droht Strompreis-Schock
Zum Jahreswechsel werden die Strompreisbremsen für die privaten Verbraucher auslaufen. Während die Bundesregierung darauf verweist, dass längst wieder preiswerte Tarife verfügbar sind, hängen aber sehr viele Menschen in sehr teuren Verträgen fest.
Das ist bei vielen Menschen allerdings nicht der Fall. Viele Stromanbieter haben es genutzt, die Angst vor noch weitaus schlimmeren Preissteigerungen zu nutzen, um Verträge mit zwei Jahren Laufzeit festzuzurren. In der Praxis bedeutet dies, dass wohl nach dem Auslaufen der Strompreisbremsen zahlreiche Bürger deutlich mehr als die aktuelle Deckelung von 40 Cent pro Kilowattstunde bezahlen müssen.
Wie viele Verbraucher dieses Problem haben, ist bei den zuständigen Stellen in der Bundesregierung nicht bekannt, wie Nachfragen des ARD-Hauptstadtstudios ergaben. Zumindest einen Eindruck von der Lage geben hingegen aktuelle Analysen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Diese kommen aktuell auf einen realen Durchschnitts-Strompreis von 44,17 Cent pro Kilowattstunde.
Dieses Problem ist auch Verbraucherschützern bekannt. "Wir gehen davon aus, dass immer noch ein relevanter Teil der Verbraucher und Verbraucherinnen in teuren Verträgen steckt", sagte Thomas Engelke, Energieexperte des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Um wie viele Strom-Kunden es geht, weiß man aber auch hier nicht genauer.
Ursprünglich sollte die Strompreisbremse auch im neuen Jahr fortgesetzt werden - wahrscheinlich bis zum Sommer, auf jeden Fall aber bis zum Ende des Winters. Das Geld dafür war aber Bestandteil des Haushalts, der nach einer Klage der Opposition durch das Bundesverfassungsgericht gekippt wurde. Und hier kann weiteres Ungemach drohen: Denn im Haushalt waren auch Zuschüsse zu Übertragungsnetz-Entgelten enthalten. Wenn diese ebenfalls wegfallen, müssten die Netzbetreiber die Kosten ebenfalls nach unten durchreichen, was zu weiteren Preissteigerungen für alle führen könnte.
Siehe auch:
Problem der laufenden Verträge
Tatsächlich haben sich die Preise auf dem Markt der Stromanbieter im Laufe des Jahres wieder auf das Niveau normalisiert, das vor dem russischen Einmarsch in die Ukaine zu sehen war. Davon profitieren aber letztlich nur Verbraucher, die aktuell ihren laufenden Vertrag kündigen und in ein neues Angebot wechseln können.Das ist bei vielen Menschen allerdings nicht der Fall. Viele Stromanbieter haben es genutzt, die Angst vor noch weitaus schlimmeren Preissteigerungen zu nutzen, um Verträge mit zwei Jahren Laufzeit festzuzurren. In der Praxis bedeutet dies, dass wohl nach dem Auslaufen der Strompreisbremsen zahlreiche Bürger deutlich mehr als die aktuelle Deckelung von 40 Cent pro Kilowattstunde bezahlen müssen.
Wie viele Verbraucher dieses Problem haben, ist bei den zuständigen Stellen in der Bundesregierung nicht bekannt, wie Nachfragen des ARD-Hauptstadtstudios ergaben. Zumindest einen Eindruck von der Lage geben hingegen aktuelle Analysen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Diese kommen aktuell auf einen realen Durchschnitts-Strompreis von 44,17 Cent pro Kilowattstunde.
Es kann noch schlimmer werden
Darin ist allerdings der Grundpreis enthalten. Doch auch wenn dieser herausgerechnet wird, landet man bei Werten zwischen 40 und 42 Cent und damit über der bisherigen Preisbremse. Angesichts dessen, dass es bereits seit einigen Monaten wieder Tarife um die 30 Cent gibt, bedeutet das, dass noch eine beachtliche Zahl von Verträgen mit ziemlich hohen Preisen laufen.Dieses Problem ist auch Verbraucherschützern bekannt. "Wir gehen davon aus, dass immer noch ein relevanter Teil der Verbraucher und Verbraucherinnen in teuren Verträgen steckt", sagte Thomas Engelke, Energieexperte des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Um wie viele Strom-Kunden es geht, weiß man aber auch hier nicht genauer.
Ursprünglich sollte die Strompreisbremse auch im neuen Jahr fortgesetzt werden - wahrscheinlich bis zum Sommer, auf jeden Fall aber bis zum Ende des Winters. Das Geld dafür war aber Bestandteil des Haushalts, der nach einer Klage der Opposition durch das Bundesverfassungsgericht gekippt wurde. Und hier kann weiteres Ungemach drohen: Denn im Haushalt waren auch Zuschüsse zu Übertragungsnetz-Entgelten enthalten. Wenn diese ebenfalls wegfallen, müssten die Netzbetreiber die Kosten ebenfalls nach unten durchreichen, was zu weiteren Preissteigerungen für alle führen könnte.
Zusammenfassung
- Strompreisbremsen laufen zum Jahreswechsel aus
- Viele Verbraucher in teuren Verträgen gefangen
- Durchschnitts-Strompreis liegt bei 44,17 Cent/kWh
- Verbraucherzentrale kennt das Problem hoher Tarife
- Ursprüngliche Fortsetzung der Preisbremse gekippt
- Wegfall von Zuschüssen könnte Preise weiter treiben
- BDEW-Analyse zeigt real hohe Stromkosten an
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Christian Kahle
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