Schweden bestreikt Tesla:
Ein ganzes Land verbündet sich gegen Musk
Tesla und dessen Chef Elon Musk sind bekannt dafür, Mitarbeiter nicht gerade freundlich zu behandeln, vielfach ist sogar von ausbeuterischen Praktiken die Rede. Wem das nicht passt, wird gefeuert. In Schweden zieht sich Tesla nun aber den Unmut des ganzen Landes zu.
Das ist auch der Grund, warum es Tesla nun im Wesentlichen mit einem ganzen Land zu tun bekommt. Denn wie Wired berichtet, vereinigen sich in Schweden Arbeiter diverser Sparten gegen den Elektroautobauer, um Tesla-Angestellte in ihrem Arbeitskampf zu unterstützen. In der Praxis bedeutet das, dass Teslas Geschäft in Schweden immer mehr lahmgelegt wird, und zwar weit über jene Bereiche, die eigentlich bestreikt werden.
Das bedeutet, dass ab heute Dockarbeiter in allen schwedischen Häfen sich weigern, Tesla-Fahrzeuge auszuladen, Reinigungskräfte keine Ausstellungsräume mehr reinigen und Elektriker Ladestationen nicht länger reparieren. Das ist der größte gewerkschaftliche Gegenwind, den Tesla weltweit erlebt hat - man kann sich nur vorstellen, wie erzürnt Elon Musk hiervon sein wird.
Laut IF Metall stehen die Gespräche mit Tesla seit Mittwoch dieser Woche still und immer mehr Gewerkschaften unterstützen die Aktionen gegen Tesla. Nächste Woche stößt die schwedische Postgewerkschaft dazu und wird die Zustellung von Briefen, Ersatzteilen und Paletten an alle Adressen von Tesla in Schweden einstellen.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich schwedische Gewerkschaften gemeinsam gegen ein US-Unternehmen stellen. 1995 verweigerte sich die Spielzeugkette Toys R Us einem Tarifvertrag, woraufhin Mitarbeiter und andere Gewerkschaften den Arbeitskampf aufnahmen - der Streik dauerte drei Monate, letztlich unterschrieb Toys R Us den Vertrag.
Siehe auch:
Tesla ist gleich Turbokapitalismus
Man kann von Elon Musk und Tesla halten, was man will, eines steht aber fest: Musk führt sein Unternehmen mit harter Hand und das bedeutet auch, dass Turbokapitalismus an der Tagesordnung steht. In Schweden ist der Wohlfahrtsstaat zwar schon lange allenfalls ein Mythos, das skandinavische Land schreibt sich einen sozialen Umgang aber immer noch auf die Fahnen - selbst in Zeiten rechter Regierungen.Das ist auch der Grund, warum es Tesla nun im Wesentlichen mit einem ganzen Land zu tun bekommt. Denn wie Wired berichtet, vereinigen sich in Schweden Arbeiter diverser Sparten gegen den Elektroautobauer, um Tesla-Angestellte in ihrem Arbeitskampf zu unterstützen. In der Praxis bedeutet das, dass Teslas Geschäft in Schweden immer mehr lahmgelegt wird, und zwar weit über jene Bereiche, die eigentlich bestreikt werden.
Das bedeutet, dass ab heute Dockarbeiter in allen schwedischen Häfen sich weigern, Tesla-Fahrzeuge auszuladen, Reinigungskräfte keine Ausstellungsräume mehr reinigen und Elektriker Ladestationen nicht länger reparieren. Das ist der größte gewerkschaftliche Gegenwind, den Tesla weltweit erlebt hat - man kann sich nur vorstellen, wie erzürnt Elon Musk hiervon sein wird.
Streit um Tarifvertrag
Der Streit zwischen Tesla und der schwedischen Gewerkschaft IF Metall ist nicht neu, im Gegenteil. Denn diese fordert seit bereits fünf Jahren einen Tarifvertrag für Tesla-Mechaniker - was das Unternehmen verweigert. Ende Oktober riss der Gewerkschaft die Geduld und die Tesla-Mechaniker legten ihre Arbeit nieder. "Tarifverträge bilden das Rückgrat des schwedischen Arbeitsmarktmodells", erläutert Mikael Pettersson von der schwedischen Elektrikergewerkschaft, warum seine Organisation mitmacht.Laut IF Metall stehen die Gespräche mit Tesla seit Mittwoch dieser Woche still und immer mehr Gewerkschaften unterstützen die Aktionen gegen Tesla. Nächste Woche stößt die schwedische Postgewerkschaft dazu und wird die Zustellung von Briefen, Ersatzteilen und Paletten an alle Adressen von Tesla in Schweden einstellen.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich schwedische Gewerkschaften gemeinsam gegen ein US-Unternehmen stellen. 1995 verweigerte sich die Spielzeugkette Toys R Us einem Tarifvertrag, woraufhin Mitarbeiter und andere Gewerkschaften den Arbeitskampf aufnahmen - der Streik dauerte drei Monate, letztlich unterschrieb Toys R Us den Vertrag.
Zusammenfassung
- Tesla/Musk: Ruf für harte Mitarbeiterbehandlung
- Schweden kritisiert Teslas Praktiken
- Arbeiter verschiedener Sparten unterstützen Streik
- Dockarbeiter, Reiniger, Elektriker unterstützen den Streik
- IF Metall fordert Tarifvertrag seit 5 Jahren
- Gespräche mit Tesla stocken, weitere Gewerkschaften helfen
Siehe auch:
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