Tesla stinkt: In Schweden bestreikt jetzt auch Müllabfuhr den Autobauer

Vor kurzem wurde bekannt, dass sich in Schweden Gewerkschaften zusammengetan haben, um einen Tarifvertrag für Tesla-Mechaniker zu erzwingen. Diesen verweigert Tesla immer noch und das hat zur Folge, dass sich immer mehr der Arbeitsniederlegung anschließen.
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Schweden/Skandinavien gegen Tesla

Mitte November schrieben wir, dass sich ein ganzes Land gegen Tesla verbündet hat. Das ist so aber nicht (mehr) ganz richtig. Denn mittlerweile machen andere skandinavische Länder wie Dänemark mit, um zu verhindern, dass Tesla Nachbarstaaten nutzt, um Fahrzeuge nach Schweden zu bringen. Auch im streikenden Land war und ist noch eine Verschärfung des Arbeitskampfes möglich.

Denn wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat sich dem bereits umfangreichen Streik von u. a. Hafenarbeitern, Elektrikern, Postangestellten und Reinigungskräften nun eine weitere Gewerkschaft angeschlossen, nämlich die Müllabfuhr. Das bedeutet, dass Abfälle von Werkstätten und sonstigen Tesla-Einrichtungen demnächst nicht länger abgeholt werden.


Die für die Müllabfuhr zuständige Transportgewerkschaft teilte mit, dass ihr Streik am 24. Dezember 2023 beginnen wird, wenn Tesla bis dahin nicht eingelenkt hat. "Diese Art von Sympathieaktion ist sehr selten. Wir nutzen sie jetzt, um die schwedischen Tarifverträge und die Sicherheit des schwedischen Arbeitsmarktmodells zu schützen", so Tommy Wreeth, Chef der Gewerkschaft in einer Erklärung. "Tesla kann die Norm auf dem schwedischen Arbeitsmarkt nicht ignorieren."

Rückschläge für Tesla

Das ist für Tesla die nächste schlechte Nachricht. Denn zuletzt hat ein Berufungsgericht den einzigen juristischen Erfolg des US-Autobauers rückgängig gemacht und entschieden, dass Tesla Nummernschilder für seine Autos doch nicht selbst bzw. direkt abholen darf. Hintergrund hier ist der Streik der Post-Gewerkschaft, die sich weigert, Nummernschilder an Tesla zu liefern.

Tesla selbst denkt derzeit nicht daran, einzulenken. Das Unternehmen meint, dass seine schwedischen Beschäftigten mindestens genauso gute oder sogar noch bessere Bedingungen haben als jene, die die Gewerkschaft fordert. Dazu kommt, dass es wohl kaum einen größeren Gewerkschaftshasser gibt als Elon Musk, dieser ist bekannt dafür, seine Unternehmen mit besonders harter Hand zu führen.

Zusammenfassung
  • Schwedische Gewerkschaften streiken für Tesla-Tarifvertrag
  • Andere skandinavische Länder schließen sich dem Streik an
  • Müllabfuhr tritt dem Arbeitskampf gegen Tesla bei
  • Transportgewerkschaft droht mit Streik ab 24. Dezember
  • Tesla verliert Recht auf direkte Nummernschildabholung
  • Tesla lehnt Forderungen der Gewerkschaften weiterhin ab
  • Elon Musk bekannt für gewerkschaftsfeindliche Unternehmensführung

Siehe auch:


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