26 Milliarden Dollar machen Google überall zur Standardsuchmaschine
Google gibt riesige Summen aus, um sich bei einer Reihe von Partnern den Platz als Standardsuchanbieter in deren Browsern zu sichern. Jetzt hat der Internetkonzern erstmals einen Betrag genannt, der dafür sorgt, dass Google bei Apple, Samsung und weiteren voreingestellt ist.
Jetzt verriet Prabhakar Raghavan, der bei Google die Sparte für die Suchmaschine leitet, dass man allein im Jahr 2021 insgesamt 26,3 Milliarden Dollar dafür ausgab, dass Google bei den Produkten vieler Partner die Standard-Suchmaschine ist. Dies betrifft verschiedene Browser, Smartphones und Betriebssysteme, wobei weiter offen ist, wie viel Geld Google an einzelne Anbieter wie Apple, Samsung oder auch Mozilla zahlt.
Wer nun kleinere Rechenexperimente anstellt, wird laut The Verge feststellen, dass Google mit der von Such-Chef Raghavan genannten Summe einen überraschend hohen Teil seiner Gewinne aus der Vermarktung von Werbung über für die Sicherung seiner Position als Standardsuchmaschine bei den Partnern ausgibt.
Geht man davon aus, dass sich die Summe, die man an Apple und andere Partner für die Integration von Google als Standardsuchmaschine in deren Produkten zahlt, im Jahr 2022 nicht wesentlich geändert hat, entsprechen die dafür gezahlten 26,3 Milliarden Dollar also 16 Prozent des Umsatzes und 29 Prozent der Gewinne aus der Werbevermarktung.
Raghavan verteidigte die Höhe der von ihm genannten Summe vor dem Richter mit dem Argument, dass man sich in einem heiß umkämpften Markt bewegt. Als Konkurrenten nannte er unter anderem Yelp und Amazon und behauptete, dass Google gezwungen sei, alles zu tun, um sich im Wettbewerb zu behaupten und relevant zu bleiben. Angesichts der riesigen Summe und der Marktanteile von Google bei der Websuche, dürfte sich das Gericht aber durchaus fragen, ob die Argumente des Konzerns glaubwürdig sind.
Siehe auch:
Monopolverfahren bringt geheime Infos hervor
In den USA läuft derzeit das Monopolverfahren des US-Justizministeriums gegen Google und dessen Mutterkonzern Alphabet, in dem es darum geht, ob das Unternehmen seine Marktmacht missbraucht, um die Konkurrenz auszustechen und sich daher unerlaubte Vorteile verschafft. Dabei geraten immer wieder interessante Details an die Öffentlichkeit.Jetzt verriet Prabhakar Raghavan, der bei Google die Sparte für die Suchmaschine leitet, dass man allein im Jahr 2021 insgesamt 26,3 Milliarden Dollar dafür ausgab, dass Google bei den Produkten vieler Partner die Standard-Suchmaschine ist. Dies betrifft verschiedene Browser, Smartphones und Betriebssysteme, wobei weiter offen ist, wie viel Geld Google an einzelne Anbieter wie Apple, Samsung oder auch Mozilla zahlt.
Festlegung als Standard-Suche kostet Unsummen
Eigentlich wollte Google derartige Zahlen im Rahmen des Verfahrens nicht offenlegen, doch wurde man nun durch den zuständigen Richter dazu gedrängt. Erst kürzlich hatte ein von Google berufener Zeuge verraten, dass das Unternehmen rund 36 Prozent seiner Gewinne aus der Vermarktung von Werbung in den Suchergebnissen der Nutzer von Apples Browser Safari an den US-Computerkonzern auszahlt.Wer nun kleinere Rechenexperimente anstellt, wird laut The Verge feststellen, dass Google mit der von Such-Chef Raghavan genannten Summe einen überraschend hohen Teil seiner Gewinne aus der Vermarktung von Werbung über für die Sicherung seiner Position als Standardsuchmaschine bei den Partnern ausgibt.
Fließt ein Fünftel des Gesamtgewinns an Partner?
So erwirtschaftete der Konzern im letzten Jahr mit seiner Werbesparte einen Gesamtgewinn von rund 90 Milliarden Dollar. Diese Zahl beinhaltet wohlgemerkt auch die Gewinne aus der Werbung beim Videostreaming-Dienst YouTube. Auf das Gesamtjahr 2022 gesehen erzielte Google mit Werbung einen Umsatz von 165 Milliarden Dollar.Geht man davon aus, dass sich die Summe, die man an Apple und andere Partner für die Integration von Google als Standardsuchmaschine in deren Produkten zahlt, im Jahr 2022 nicht wesentlich geändert hat, entsprechen die dafür gezahlten 26,3 Milliarden Dollar also 16 Prozent des Umsatzes und 29 Prozent der Gewinne aus der Werbevermarktung.
Raghavan verteidigte die Höhe der von ihm genannten Summe vor dem Richter mit dem Argument, dass man sich in einem heiß umkämpften Markt bewegt. Als Konkurrenten nannte er unter anderem Yelp und Amazon und behauptete, dass Google gezwungen sei, alles zu tun, um sich im Wettbewerb zu behaupten und relevant zu bleiben. Angesichts der riesigen Summe und der Marktanteile von Google bei der Websuche, dürfte sich das Gericht aber durchaus fragen, ob die Argumente des Konzerns glaubwürdig sind.
Zusammenfassung
- Google zahlte 2021 26,3 Mrd. $ für Standardsuchanbieter-Platz
- Monopolverfahren gegen Google in den USA
- Summe für Partner wie Apple, Samsung, Mozilla
- Richter drängte Google zur Offenlegung
- 36% der Safari-Werbeerträge an Apple
- Hoher Gewinnanteil für Partnerschaften
- Google verteidigt Ausgaben im Wettbewerb
Siehe auch:
- Tschüss Minimalismus: Google hat Suche für einige Nutzer angepasst
- So viel bezahlt Google an Apple, um Standard-Suche auf iPhones zu sein
- Apple-Manager: Es gibt doch gar keine Alternative zur Google-Suche
- Maps: Google sucht nach mehr freiwilligen Gratis-Helfern
- Richter im Fall Google wusste nicht, ob "Mozilla" Browser oder Suche ist
Thema:
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