Google-Suche wird immer schlechter - SEO-Spam kaum einzudämmen
Die Qualität der Google-Websuche hat in der letzten Zeit immer weiter abgenommen. Dem Betreiber des Dienstes fällt es zunehmend schwerer, SEO-Manipulationen zu durchschauen, sodass Nutzer mehr Spam statt der von ihnen gewünschten Webseiten finden.
Sie fanden heraus, dass "höher platzierte Seiten im Durchschnitt stärker optimiert sind, mehr mit Affiliate-Marketing monetarisiert werden und Anzeichen für eine geringere Textqualität aufweisen", wie es in der Publikation heißt. Man stellte fest, dass beispielsweise nur ein kleiner Teil der Produkt-Reviews im Web Affiliate-Marketing verwendet, während dieses bei einer Mehrheit der Seiten auf guten Google-Listenplätzen zu finden ist.
Die Forscher fanden auch heraus, dass Spam-Webseiten in einem ständigen Krieg mit Google um die Rankings stehen und regelmäßig Wege finden, das System zu manipulieren. "SEO ist ein ständiger Kampf, und wir sehen immer wieder, wie Spam-Beiträge in den Ergebnissen auftauchen und wieder verschwinden, während Suchmaschinen und SEO-Ingenieure ihre Parameter abwechselnd anpassen", heißt es in dem Paper.
In den Analysen sei gut zu sehen, wie Google, Bing und DuckDuckGo regelmäßig ihre Algorithmen anpassen und Inhalte aus dem Index entfernen, die eindeutig Spam sind. Auf Dauer führt dies aber immer nur vorübergehend zu einem positiven Effekt. "Suchmaschinen scheinen das Katz-und-Maus-Spiel mit dem SEO-Spam zu verlieren", hieß es weiter. Anzumerken sei dabei, dass Google, Bing und DuckDuckGo alle die gleichen Probleme haben, und in vielen Fällen schnitt Google nach den Messungen der Forscher besser ab als die Konkurrenz.
Die Forscher warnten, dass der Ranking-Krieg mit dem Aufkommen von KI-generiertem Spam wahrscheinlich noch viel schlimmer wird und den zukünftigen Nutzen von Suchmaschinen ernsthaft bedroht: "Die Grenze zwischen gutartigen Inhalten und Spam in Form von Content- und Link-Farmen verschwimmt zunehmend - eine Situation, die sich im Zuge der generativen KI sicherlich noch verschärfen wird. Wir kommen zu dem Schluss, dass dynamischer, gegnerischer Spam in Form von minderwertigen, massenhaft produzierten kommerziellen Inhalten mehr Aufmerksamkeit verdient."
Siehe auch:
Ein ständiger Krieg
Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung durch Forscher der Universität Leipzig, der Bauhaus-Universität Weimar und des Zentrums für skalierbare Datenanalyse und künstliche Intelligenz. Die Autoren des aktuellen Papers haben über ein Jahr die Suchergebnisse zu 7392 Begriffen im Auge behalten und die Veränderungen analysiert.Sie fanden heraus, dass "höher platzierte Seiten im Durchschnitt stärker optimiert sind, mehr mit Affiliate-Marketing monetarisiert werden und Anzeichen für eine geringere Textqualität aufweisen", wie es in der Publikation heißt. Man stellte fest, dass beispielsweise nur ein kleiner Teil der Produkt-Reviews im Web Affiliate-Marketing verwendet, während dieses bei einer Mehrheit der Seiten auf guten Google-Listenplätzen zu finden ist.
Die Forscher fanden auch heraus, dass Spam-Webseiten in einem ständigen Krieg mit Google um die Rankings stehen und regelmäßig Wege finden, das System zu manipulieren. "SEO ist ein ständiger Kampf, und wir sehen immer wieder, wie Spam-Beiträge in den Ergebnissen auftauchen und wieder verschwinden, während Suchmaschinen und SEO-Ingenieure ihre Parameter abwechselnd anpassen", heißt es in dem Paper.
In den Analysen sei gut zu sehen, wie Google, Bing und DuckDuckGo regelmäßig ihre Algorithmen anpassen und Inhalte aus dem Index entfernen, die eindeutig Spam sind. Auf Dauer führt dies aber immer nur vorübergehend zu einem positiven Effekt. "Suchmaschinen scheinen das Katz-und-Maus-Spiel mit dem SEO-Spam zu verlieren", hieß es weiter. Anzumerken sei dabei, dass Google, Bing und DuckDuckGo alle die gleichen Probleme haben, und in vielen Fällen schnitt Google nach den Messungen der Forscher besser ab als die Konkurrenz.
KI macht es schlimmer
"Eine beachtliche Anzahl von Nutzern sozialer Medien teilt ihre Beobachtung mit, dass Suchmaschinen immer weniger in der Lage sind, echte und nützliche Inhalte zu finden, die ihren Informationsbedarf decken", schreiben die Forscher. "Es wird berichtet, dass eine Flut von minderwertigen Inhalten, insbesondere für die bei der Suche nach Produkten, jede Art von nützlichen Informationen in den Suchergebnissen ertränkt."Die Forscher warnten, dass der Ranking-Krieg mit dem Aufkommen von KI-generiertem Spam wahrscheinlich noch viel schlimmer wird und den zukünftigen Nutzen von Suchmaschinen ernsthaft bedroht: "Die Grenze zwischen gutartigen Inhalten und Spam in Form von Content- und Link-Farmen verschwimmt zunehmend - eine Situation, die sich im Zuge der generativen KI sicherlich noch verschärfen wird. Wir kommen zu dem Schluss, dass dynamischer, gegnerischer Spam in Form von minderwertigen, massenhaft produzierten kommerziellen Inhalten mehr Aufmerksamkeit verdient."
Zusammenfassung
- Google-Suche liefert mehr Spam und weniger erwünschte Inhalte
- Studie überwacht ein Jahr lang Suchergebnisse zu 7392 Begriffen
- Top-Platzierungen oft SEO-optimiert und mit Affiliate-Marketing
- Spam-Seiten umgehen regelmäßig Googles Ranking-Mechanismen
- Suchmaschinenaktualisierungen entfernen nur kurzzeitig Spam
- Nutzer sozialer Medien finden echte Inhalte seltener
- KI-generierter Spam könnte Suchmaschinennutzen gefährden
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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