Apple kassiert beim Suchen mit Safari 36% der Gewinne aus Werbung
Dass Google gigantische Summen an Apple zahlt, um sich mit seiner Suchmaschine auf hunderten Millionen Geräten mit dem Safari-Browser zu platzieren, ist eigentlich klar. Jetzt wurde bekannt, dass Apple fast 40 Prozent der Gewinne aus der so verbreiteten Werbung einstreicht.
Dass Google die Standard-Suchmaschine im Safari-Browser von Apple ist, lässt sich der Internetkonzern offenbar einiges kosten. Laut Murphy zahlt Google 36 Prozent der gesamten Werbeeinnahmen aus den Suchanfragen von Safari-Nutzern auf Macs, iPhones und anderen Apple-Produkten.
Frühere Berichte waren von Summen im Bereich zwischen 18 und 20 Milliarden Dollar ausgegangen, die jährlich von Google an Apple fließen, weil der Suchmaschinenbetreiber den Computerkonzern an den Einnahmen aus der Werbung auf seinen Seiten beteiligt, wenn Safari-User Anfragen an Google stellen.
Problematisch ist das von Murphy ausgeplauderte Detail für Google vor allem, weil man eigentlich behauptet hatte, dass Partner wie Apple sich nur auf Deals rund um die Festlegung der Standard-Suchmaschine in Browsern wie Safari einlassen, da Google ein überlegenes Produkt bietet.
Dass Apple dabei aber auch kräftig mitverdient, könnte das Argument des US-Justizministeriums bestärken, laut dem Google seine Vormachtstellung bei den Internet-Suchmaschinen ausnutzt, um konkurrierende Anbieter auszustechen - und dabei mit der Gewinnbeteiligung lockt. Apple hatte in dem Verfahren aber auch schon durchblicken lassen, dass es seiner Ansicht nach keine wirklichen Alternativen zur Google-Suche gibt.
Siehe auch:
Google-Zeuge verplappert sich
Ausgerechnet ein von Google berufener Zeuge hat im Monopolverfahren des US-Justizministeriums ein brisantes Detail ausgeplappert, das Apple und Google unter Garantie lieber geheim gehalten hätten. Kevin Murphy von der Chicago School of Business, der als Wirtschaftsexperte als Zeuge zugunsten von Google berufen wurde, verriet bei einer Anhörung, dass Apple in bisher ungeahntem Ausmaß an der im Rahmen von Suchergebnissen von Google auf iPhones und anderen Apple-Geräten an den US-Computerkonzern mitverdient.Dass Google die Standard-Suchmaschine im Safari-Browser von Apple ist, lässt sich der Internetkonzern offenbar einiges kosten. Laut Murphy zahlt Google 36 Prozent der gesamten Werbeeinnahmen aus den Suchanfragen von Safari-Nutzern auf Macs, iPhones und anderen Apple-Produkten.
Fehler des Zeugen ließ Google-Anwalt zusammenzucken
Google-Anwalt John Schmidtlein habe sich deutlich anmerken lassen, dass Murphy mit der Nennung einer konkreten Zahl zur Höhe des Anteils an Googles Werbeeinnahmen, die an Apple fließen, einen Fehler gemacht hatte. Dies berichtet der US-Wirtschaftsdienst Bloomberg. Wie hoch die Gesamtsumme ist, verriet Murphy allerdings nicht.Frühere Berichte waren von Summen im Bereich zwischen 18 und 20 Milliarden Dollar ausgegangen, die jährlich von Google an Apple fließen, weil der Suchmaschinenbetreiber den Computerkonzern an den Einnahmen aus der Werbung auf seinen Seiten beteiligt, wenn Safari-User Anfragen an Google stellen.
Problematisch ist das von Murphy ausgeplauderte Detail für Google vor allem, weil man eigentlich behauptet hatte, dass Partner wie Apple sich nur auf Deals rund um die Festlegung der Standard-Suchmaschine in Browsern wie Safari einlassen, da Google ein überlegenes Produkt bietet.
Dass Apple dabei aber auch kräftig mitverdient, könnte das Argument des US-Justizministeriums bestärken, laut dem Google seine Vormachtstellung bei den Internet-Suchmaschinen ausnutzt, um konkurrierende Anbieter auszustechen - und dabei mit der Gewinnbeteiligung lockt. Apple hatte in dem Verfahren aber auch schon durchblicken lassen, dass es seiner Ansicht nach keine wirklichen Alternativen zur Google-Suche gibt.
Zusammenfassung
- Google zahlt Apple für Safari-Platzierung
- Zeuge plaudert Details im Monopolverfahren aus
- Google gibt 36% der Werbeeinnahmen ab
- Google-Anwalt zeigt sich über Enthüllung verärgert
- Schätzungen: 18-20 Mrd. $ jährliche Zahlungen
- Googles Vormachtstellung könnte so gestärkt werden
Siehe auch:
- Google & Co gegen Apple: EU soll Öffnung von iMessage erzwingen
- Warentest: Google und Microsoft sind Cloud-Sieger, Apple fällt durch
- Besser als Apple & Samsung: Google Pixel 8 (Pro) hat das beste Display
- So viel bezahlt Google an Apple, um Standard-Suche auf iPhones zu sein
- Microsoft erwog Bing-Verkauf an Apple, um Google zu schaden
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