Google kündigt die Löschung von Millionen Gmail-Accounts an
Google will ab Ende des Jahres Altlasten loswerden. Wie der Konzern mitteilt, beginnt man im Dezember damit, die Konten von Millionen inaktiven Gmail-Nutzern zu löschen. Wer sich lange nicht bei dem Mail-Dienst eingeloggt hat, verliert aber nicht nur seine Nachrichten.
Mit rund 1,8 Milliarden aktiven Nutzern ist Gmail der beliebteste E-Mail-Dienstleister der Welt. Bei einer solch großen Anzahl an Usern gibt es unweigerlich mit den Jahren auch Millionen an Konten, die nicht mehr genutzt werden. Jetzt hat Google angekündigt, dass man seine Richtlinien anpasst und im Dezember damit beginnt, inaktive Gmail-Konten zu löschen.
Die einfache Regel: Konten, die seit mindestens zwei Jahren inaktiv sind, werden ab nächstem Monat unwiederbringlich entfernt - die Maßnahme gilt ausdrücklich nur für persönliche Accounts. Da Gmail eng mit anderen Diensten verzahnt ist, werden mit der Löschung auch verbundene Google-Fotobibliotheken, Google-Kalendertermine und Google Docs-Archive gelöscht.
Aktivitäten, die ein Google-Konto als "aktiv" markieren:
Dabei wird man nicht sofort im Dezember alle Konten löschen, die mehr als zwei Jahre inaktiv waren. Google betont, dass man die Maßnahme langsam und behutsam einführen will. Den Anfang macht das Unternehmen mit Accounts, die erstellt und dann nie wieder benutzt wurden.
"Vor der Löschung eines Kontos werden wir in den Monaten zuvor mehrere Benachrichtigungen sowohl an die E-Mail-Adresse des Kontos als auch an die Wiederherstellungs-Mailadresse (sofern eine solche angegeben wurde) senden", so der Konzern.
Siehe auch:
- Google löscht inaktive Gmail-Konten ab Dezember
- Betroffen: Konten mit 2 Jahren Inaktivität
- Löschung betrifft auch verbundene Google-Dienste
- Ziel: Sicherheit erhöhen, Schwachstellen mindern
- Vorher: Mehrfache Benachrichtigungen an Nutzer
- Log-in alle 2 Jahre hält Konto aktiv
- Ausnahmen: Abos und YouTube-Uploads
Die einfache Regel: Konten, die seit mindestens zwei Jahren inaktiv sind, werden ab nächstem Monat unwiederbringlich entfernt - die Maßnahme gilt ausdrücklich nur für persönliche Accounts. Da Gmail eng mit anderen Diensten verzahnt ist, werden mit der Löschung auch verbundene Google-Fotobibliotheken, Google-Kalendertermine und Google Docs-Archive gelöscht.
Wie bleibt man "aktiv"?
Um das Google-Konto aktiv zu halten, muss nach den neuen Richtlinien mindestens einmal alle 2 Jahre ein Log-in erfolgen. Ausnahmen sind Konten mit aktiven Abonnements und Accounts mit Uploads auf Youtube. Zudem werden Accounts nach folgenden Aktionen für 2 Jahre als "aktiv" markiert.Aktivitäten, die ein Google-Konto als "aktiv" markieren:
- Lesen oder Senden einer E-Mail
- Google Drive verwenden
- Anschauen eines YouTube-Videos
- Herunterladen einer App aus dem Google Play Store
- Google-Suche verwenden
- Mit Google anmelden, um sich bei einer App oder einem Dienst eines Drittanbieters anzumelden
Eine Frage der Sicherheit
Laut Google geht es bei der großen Löschaktion vor allem um die Sicherheit der Systeme und die Reduzierung von Schwachstellen. "Vergessene oder unbeaufsichtigte Konten verwenden oft alte oder wiederverwendete Passwörter", so Ruth Kricheli, Vice President of Product Management bei Google, in einem Blogpost. Bei nicht genutzten Konten sei die Wahrscheinlichkeit, dass eine 2-Schritt-Überprüfung eingerichtet ist, außerdem mindestens zehnmal geringer als bei aktiven Konten.Dabei wird man nicht sofort im Dezember alle Konten löschen, die mehr als zwei Jahre inaktiv waren. Google betont, dass man die Maßnahme langsam und behutsam einführen will. Den Anfang macht das Unternehmen mit Accounts, die erstellt und dann nie wieder benutzt wurden.
"Vor der Löschung eines Kontos werden wir in den Monaten zuvor mehrere Benachrichtigungen sowohl an die E-Mail-Adresse des Kontos als auch an die Wiederherstellungs-Mailadresse (sofern eine solche angegeben wurde) senden", so der Konzern.
Siehe auch:
- Outlook für Windows: Probleme mit Gmail & IMAP - Workaround ist da
- Gmail: Smartphone-Nutzer können mit Emojis auf E-Mails reagieren
- Gmail startet clientseitige Verschlüsselung für Android und iOS
- Google stellt HTML-Version von Gmail ein: Was das für Nutzer bedeutet
- Sicherheitsforscher warnt alle Gmail-Nutzer vor dem "blauen Haken"
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