Google sperrt Nutzer aus:
Neue Sicherheitsrichtlinie tritt in Kraft
Google verschärft die Sicherheitsmaßnahmen für Gmail: Ab dem 30. September müssen Nutzer von Google Workspace ihre Anmeldemethoden aktualisieren - oder sie können sich nicht mehr mit Drittanbieter-Apps einloggen.
Die neuen Regeln sehen vor, dass der Zugriff auf Gmail-Konten über Apps, die lediglich Benutzername und Passwort zur Authentifizierung verwenden, nicht mehr möglich sein wird. Betroffen sind insbesondere Dienste wie CalDAV, CardDAV, IMAP, POP und Google Sync. Google strebt damit an, die Sicherheit seiner Dienste zu erhöhen und die Gefahr von Kontoübernahmen zu minimieren.
Die bisherige Methode der einfachen Passwort-Authentifizierung gilt als veraltet und anfällig für Angriffe. Durch die Umstellung auf modernere Authentifizierungsmethoden wie OAuth 2.0 wird es für unbefugte Dritte schwieriger, sich Zugang zu fremden Konten zu verschaffen. Infografik Web.de, GMX & Co.: Heimische Anbieter dominieren den E-Mail-Markt
Diese Änderungen betreffen nur Google Workspace-Konten. Nutzer von privaten Gmail-Konten sind von diesen spezifischen Änderungen nicht betroffen, obwohl auch sie keine neuen IMAP-Verbindungen mehr über die Gmail-Kontoeinstellungen aktivieren können.
Was haltet ihr von Googles Sicherheitsupdate für Gmail? Seht ihr darin einen notwendigen Schritt zur Verbesserung der E-Mail-Sicherheit oder eher eine Einschränkung? Teilt eure Ansicht mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Countdown für mehr E-Mail-Sicherheit läuft
In weniger als 24 Stunden tritt eine bedeutende Änderung für Millionen von Gmail-Nutzern in Kraft. Google setzt ab dem 30. September 2024 neue Sicherheitsrichtlinien für den Zugriff auf Google Workspace-Konten um. Diese Maßnahme betrifft Nutzer, die bisher weniger sichere Apps oder Anmeldemethoden verwendet haben.Die neuen Regeln sehen vor, dass der Zugriff auf Gmail-Konten über Apps, die lediglich Benutzername und Passwort zur Authentifizierung verwenden, nicht mehr möglich sein wird. Betroffen sind insbesondere Dienste wie CalDAV, CardDAV, IMAP, POP und Google Sync. Google strebt damit an, die Sicherheit seiner Dienste zu erhöhen und die Gefahr von Kontoübernahmen zu minimieren.
Für Nutzer bedeutet dies konkret:
- Wer bisher Outlook 2016 oder ältere Versionen verwendet hat, muss auf Microsoft 365 oder neuere Outlook-Versionen für Windows oder Mac umsteigen.
- Thunderbird-Nutzer müssen ihr Google-Konto neu hinzufügen und dabei IMAP mit OAuth konfigurieren.
- Auch Nutzer von Mail auf iOS oder macOS sind betroffen und müssen die Option "Mit Google anmelden" verwenden, um OAuth zu aktivieren.
Warum dieser Schritt?
Google verfolgt mit dieser Änderung das Ziel, die Sicherheit seiner Dienste zu verbessern. Genauer erklärt wurde das bereits im September 2023 in einem Blog-Beitrag des Konzerns. Die lange Vorlaufzeit sollte Nutzern und Administratoren genügend Zeit geben, sich auf die neuen Sicherheitsanforderungen vorzubereiten.Die bisherige Methode der einfachen Passwort-Authentifizierung gilt als veraltet und anfällig für Angriffe. Durch die Umstellung auf modernere Authentifizierungsmethoden wie OAuth 2.0 wird es für unbefugte Dritte schwieriger, sich Zugang zu fremden Konten zu verschaffen. Infografik Web.de, GMX & Co.: Heimische Anbieter dominieren den E-Mail-Markt
Was passiert, wenn man nicht handelt?
Nutzer, die ihre Einstellungen nicht rechtzeitig anpassen, riskieren den Zugriff auf ihre E-Mails über Drittanbieter-Apps zu verlieren. Dies könnte zu Störungen im Arbeitsablauf führen, insbesondere für diejenigen, die stark auf diese Apps für ihr E-Mail-Management angewiesen sind.So aktualisieren Sie Ihre Einstellungen
Um weiterhin problemlos auf Ihr Gmail-Konto zugreifen zu können, empfiehlt Google folgende Schritte:- Melden Sie sich in Ihrem Google-Workspace-Konto an und navigieren Sie zu den Sicherheitseinstellungen.
- Suchen Sie den Bereich "App-Passwörter" und überprüfen Sie dort, welche Apps betroffen sind.
- Generieren Sie für jede betroffene App ein neues App-Passwort.
- Befolgen Sie die Anweisungen von Google, um OAuth 2.0 einzurichten oder die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren.
Diese Änderungen betreffen nur Google Workspace-Konten. Nutzer von privaten Gmail-Konten sind von diesen spezifischen Änderungen nicht betroffen, obwohl auch sie keine neuen IMAP-Verbindungen mehr über die Gmail-Kontoeinstellungen aktivieren können.
Hintergrund: OAuth 2.0
OAuth 2.0 ist ein Authentifizierungsprotokoll, das es Anwendungen ermöglicht, auf Ressourcen eines Benutzers zuzugreifen, ohne dessen Passwort zu kennen. Es wurde 2012 veröffentlicht und hat sich seitdem zum Standard für sichere Authentifizierung im Web entwickelt. Im Gegensatz zur einfachen Passwort-Authentifizierung bietet OAuth 2.0 ein Token-basiertes System, das die Sicherheit erhöht und die Kontrolle des Nutzers über seine Daten verbessert.Was haltet ihr von Googles Sicherheitsupdate für Gmail? Seht ihr darin einen notwendigen Schritt zur Verbesserung der E-Mail-Sicherheit oder eher eine Einschränkung? Teilt eure Ansicht mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Neue Sicherheitsrichtlinien ab 30. September 2024
- Betroffen sind Google Workspace-Nutzer
- Unsichere Apps wie IMAP werden gesperrt
- Nutzer müssen OAuth 2.0 verwenden
- Outlook 2016 und ältere Versionen betroffen
- Thunderbird- und iOS/Mac OS-Nutzer müssen umstellen
- Nur Google Workspace-Konten betroffen
Siehe auch:
- Google stellt HTML-Version von Gmail ein: Was das für Nutzer bedeutet
- Nervige Newsletter loswerden: Dank Gmail-Update jetzt mit zwei Klicks
- Google kündigt die Löschung von Millionen Gmail-Accounts an
- Outlook für Windows: Probleme mit Gmail & IMAP - Workaround ist da
- Gmail: Smartphone-Nutzer können mit Emojis auf E-Mails reagieren
Thema:
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