Apple bezeichnet Android in Präsentation als "massives Tracking-Gerät"
Es ist nun wirklich kein Geheimnis oder gar neu, dass Apple immer wieder Spitzen in Richtung Android abschießt und vor allem die Privatsphäre-Einstellungen von Google kritisiert. Vor allem anfangs war der Ton seitens des Konzerns aus dem kalifornischen Cupertino rau bis schrill.
Dabei zeigt sich auch, welche Hassliebe Apple und Google verbindet. Denn der Konzern aus Cupertino bekommt von seinem Nachbarn aus Mountain View sehr viel Geld, damit Google die voreingestellte Suchmaschine auf Apple-Geräten ist. Gleichzeitig ist Google aber auch ein Konkurrent, den man gerne schlechtredet. Öffentlich achtet das Unternehmen von Tim Cook zwar sehr wohl darauf, halbwegs diplomatisch zu sein, wenn es um Kritik am Konkurrenten geht - intern hat man indes weniger Hemmungen.
Der Apple-Vorwurf und ...
... dessen Erklärung
Denn ganz nach dem Vorbild von Apple-Co-Gründer Steve Jobs, der einst Android den "thermonuklearen Krieg" erklärte und das mobile Betriebssystem richtiggehend gehasst hat, bezeichnete Apple Android in einer internen Präsentation als ein "massives Tracking-Gerät" (via Android Authority).
In späteren Folien, die das DoJ als Beweismaterial veröffentlicht hat, erklärt Apple auch genauer, warum man dieser Meinung ist: Apple argumentierte dabei, dass man selbst Daten nur dann Dienste übergreifend zusammenführt, wenn es ein besseres Kundenerlebnis bietet, während Google Daten über alle Dienste hinweg sammelt.
Die Präsentation selbst kam auf höchster Ebene zum Einsatz, denn sie war einer E-Mail von Eddy Cue, Apples Senior Vice President of Services, an CEO Tim Cook angehängt.
In einer späteren Google-E-Mail wollte Apple aber ironischerweise "mitnaschen" und forderte einen Datenaustausch "auf Gegenseitigkeit" - Google lehnte ab und teilte Apple mit, dass man keine Informationen darüber weitergibt, was Nutzer in der Google-Suche anklicken.
Siehe auch:
- Apple kritisiert regelmäßig Googles Privatsphäre-Einstellungen.
- Untersuchungen offenbaren Details aus Such- und Browsergeschäft.
- Apple erhält viel Geld von Google für Voreinstellung als Suchmaschine.
- Intern bezeichnet Apple Android als "massives Tracking-Gerät".
- Präsentation dieser Ansicht wurde auf höchster Ebene geteilt.
- Apple forderte ironischerweise Datenaustausch mit Google.
Tiefe Einblicke ins Suchgeschäft
Ähnlich wie die Microsoft-Übernahmeschlacht von Activision Blizzard bzw. deren kartellrechtlichen Untersuchungen viele Einblicke ins Gaming-Geschäft geliefert haben, bringt auch die aktuelle Untersuchung des US-Justizministeriums Department of Justice (DoJ) viele Details aus dem Suchmaschinen- und Browsergeschäft zutage.Dabei zeigt sich auch, welche Hassliebe Apple und Google verbindet. Denn der Konzern aus Cupertino bekommt von seinem Nachbarn aus Mountain View sehr viel Geld, damit Google die voreingestellte Suchmaschine auf Apple-Geräten ist. Gleichzeitig ist Google aber auch ein Konkurrent, den man gerne schlechtredet. Öffentlich achtet das Unternehmen von Tim Cook zwar sehr wohl darauf, halbwegs diplomatisch zu sein, wenn es um Kritik am Konkurrenten geht - intern hat man indes weniger Hemmungen.
Der Apple-Vorwurf und ...
... dessen Erklärung
Denn ganz nach dem Vorbild von Apple-Co-Gründer Steve Jobs, der einst Android den "thermonuklearen Krieg" erklärte und das mobile Betriebssystem richtiggehend gehasst hat, bezeichnete Apple Android in einer internen Präsentation als ein "massives Tracking-Gerät" (via Android Authority).
In späteren Folien, die das DoJ als Beweismaterial veröffentlicht hat, erklärt Apple auch genauer, warum man dieser Meinung ist: Apple argumentierte dabei, dass man selbst Daten nur dann Dienste übergreifend zusammenführt, wenn es ein besseres Kundenerlebnis bietet, während Google Daten über alle Dienste hinweg sammelt.
Die Präsentation selbst kam auf höchster Ebene zum Einsatz, denn sie war einer E-Mail von Eddy Cue, Apples Senior Vice President of Services, an CEO Tim Cook angehängt.
In einer späteren Google-E-Mail wollte Apple aber ironischerweise "mitnaschen" und forderte einen Datenaustausch "auf Gegenseitigkeit" - Google lehnte ab und teilte Apple mit, dass man keine Informationen darüber weitergibt, was Nutzer in der Google-Suche anklicken.
Siehe auch:
- Porsche wird künftig voll auf Google setzen, "tiefer" als Android Auto
- Keine Apple Watch für Android: Projekt im letzten Moment gestoppt
- Google: Android-Developer, macht euch bereit für RISC-V!
- Android: Google will nun doch Patch gegen "Ransomware"-Bug liefern
- Android 14-Update: Google warnt vor Speicherproblemen bei Pixel
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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