Mit EU-Datenschutzrecht gegen YouTubes Anti-Adblocker-Script
Ausgerechnet das manchmal gescholtene Datenschutz-Recht der EU könnte einen Hebel bieten, um gegen die Anti-Werbeblocker-Scripte der Streaming-Plattform YouTube vorzugehen. Denn eigentlich müsste Google um Erlaubnis zu deren Einsatz fragen.
Ohne ausdrückliche Zustimmung des Nutzers dürfen nämlich laut EU-Recht von einem Dienst nur Informationen über die Systeme des Users eingeholt werden, die für den technischen Betrieb unbedingt benötigt werden - das kann unter anderem die Leistung der Hardware betreffen.
Hanff bat in dieser Hinsicht bereits vor einigen Jahren bei der EU um eine genauere Erläuterung des Gesetzestextes. "Konkret ging es um die Frage, ob der Einsatz von Skripten oder anderen Technologien zur Erkennung eines Werbeblockers eine Zustimmung erfordert (da dies für die Bereitstellung des angeforderten Dienstes nicht unbedingt erforderlich ist und lediglich den Interessen des Herausgebers dient). Die Europäische Kommission hat mir eine förmliche schriftliche Antwort geschickt, in der sie meinem Standpunkt zustimmt, dass solche Aktivitäten der Zustimmung bedürfen", erklärte er.
YouTube bzw. Google behauptet, der Einsatz von Werbeblockern verstoße gegen die Nutzungsbestimmungen. Ein ausdrückliches Verbot ist allerdings in diesen gar nicht zu finden. Aber die Formulierung besagt, dass die Nutzer keinen Teil des Dienstes "umgehen, deaktivieren, betrügerisch eingreifen oder anderweitig stören" dürfen, was man entsprechend interpretieren kann.
Siehe auch:
User werden nicht gefragt
Wie das britische Magazin The Register berichtet, hat der Datenschutzaktivist Alexander Hanff eine entsprechende Beschwerde bei der irischen Datenschutzkommission DPC eingereicht. Denn aus seiner Sicht darf der Betreiber gar nicht einfach so überprüfen, ob der Nutzer einen Werbeblocker installiert hat.Ohne ausdrückliche Zustimmung des Nutzers dürfen nämlich laut EU-Recht von einem Dienst nur Informationen über die Systeme des Users eingeholt werden, die für den technischen Betrieb unbedingt benötigt werden - das kann unter anderem die Leistung der Hardware betreffen.
Hanff bat in dieser Hinsicht bereits vor einigen Jahren bei der EU um eine genauere Erläuterung des Gesetzestextes. "Konkret ging es um die Frage, ob der Einsatz von Skripten oder anderen Technologien zur Erkennung eines Werbeblockers eine Zustimmung erfordert (da dies für die Bereitstellung des angeforderten Dienstes nicht unbedingt erforderlich ist und lediglich den Interessen des Herausgebers dient). Die Europäische Kommission hat mir eine förmliche schriftliche Antwort geschickt, in der sie meinem Standpunkt zustimmt, dass solche Aktivitäten der Zustimmung bedürfen", erklärte er.
DPC wird aktiv
Jetzt, da YouTube die Erkennung von Werbeblockern eingeführt hat, hat Hanff die irische Datenschutzbehörde aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen. Auf Nachfrage stimmte auch die DPC der Einschätzung Hanffs zu und kündigte an, sich mit Google in Verbindung zu setzen. Dies soll inzwischen auch geschehen sein.YouTube bzw. Google behauptet, der Einsatz von Werbeblockern verstoße gegen die Nutzungsbestimmungen. Ein ausdrückliches Verbot ist allerdings in diesen gar nicht zu finden. Aber die Formulierung besagt, dass die Nutzer keinen Teil des Dienstes "umgehen, deaktivieren, betrügerisch eingreifen oder anderweitig stören" dürfen, was man entsprechend interpretieren kann.
Zusammenfassung
- EU-DSGVO könnte gegen Anti-Werbeblocker-Scripte von YouTube vorgehen
- Datenschutzaktivist reichte Beschwerde bei Datenschutzkommission ein
- EU-Recht erlaubt nur Informationen, die für technischen Betrieb nötig sind
- Hanff: Erkennung von Werbeblockern benötigt Zustimmung des Nutzers
- Europäische Kommission stimmt zu, Zustimmung nötig
- Hanff fordert Maßnahmen
- YouTube behauptet, Werbeblocker verstoßen gegen Nutzungsbestimmungen.
Siehe auch:
Thema:
Videos zum Thema YouTube
- Ameela AC321: Preiswerter Einsteiger-Beamer mit Netflix im Test
- Dangbei N2 Mini: Beamer mit Streaming-Apps für kleines Geld im Test
- YouTube: Warum die Video-Synchronisierung eine schlechte Wahl ist
- Super Bowl 2024: YouTube lässt für NFL Sunday Ticket Vögel fliegen
- Invidious: Alternative Oberfläche für YouTube-Inhalte
Beliebte YouTube-Downloads
Beiträge aus dem Forum
-
YouTube übersetzt englische Titel auf deutsch
Paradise -
Youtube: "wichtige Benachrichtigungen" nerven
shadar.logoth -
feine Striche bei Youtube
blackY. -
Youtube lade Problem mit Firefox
Reteibeg -
Nach Systemupdate können keine herunter geladenen YouTube Videos abges
DON666 -
YouTube
pcfan -
Werbung bei Youtube
nobido -
Eigene Streamingseite programmieren (Youtube/Twitch)
GrauerStein -
Untertitel auf deutsch in YouTube
Candlebox -
Anmeldefenster bei Youtube blockieren
speedymalte
Interessante Links
Beliebt im Preisvergleich
- Multimedia-Player:
Neue Nachrichten
- Nur für 3 Stunden: Riesiger 85" Mini-LED-TV bei Media Markt im Angebot
- Zero Trust: Windows Server startet verschlüsselte Namensauflösung
- Nvidia GPU RTX Pro 6000: Preis steigt um krasse 55 Prozent
- Google Earth: Flugsimulator jetzt kostenlos im Browser nutzbar
- iPhone Fold Ultra im Hands-on-Video: Alle Details im Überblick
- Tesla-Autopilot: Fahrer hebeln Sicherheitssystem mit 8-€-Gadget aus
- Spiele bis zu 95 % schneller laden: Riesiger Boost für AMD-GPUs ist da
Videos
Neueste Downloads
Beliebte Nachrichten
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen