Das wird eine stille Nacht:
Weihnachtsmärkte im Streit mit der GEMA
Auf den bald eröffnenden Weihnachtsmärkten könnte es in diesem Jahr ruhiger zugehen als sonst. Denn die Veranstalter rechnen aktuell damit, dass sie die GEMA-Forderungen nicht mehr stemmen können, wenn sie in gleichem Maße Musik anbieten wie bisher.
Bisher war für die Berechnung der GEMA-Gebühren für Musikvorführungen auf der Bühne entscheidend, wie viel Platz vor der Bühne für Zuschauer bzw. Zuhörer zur Verfügung steht. Inzwischen wird das gesamte Festgelände für die Erhebung veranschlagt, was die Kosten in die Höhe schießen lässt.
So verweist der SWR auf einen Fall aus Ramstein, wo eine Oldie-Band auf der Bühne des Wendelinus-Marktes verschiedene Klassiker der Popgeschichte zum Besten gab. Dafür wurden in den letzten Jahren jeweils 200 Euro für die Gema fällig. Inzwischen liegt der Betrag bei rund 1400 Euro, also dem Siebenfachen.
Bei der GEMA wundert man sich hingegen über die Aufregung. Denn die neuen Tarife wurden bereits 2018 festgelegt und sind seitdem gültig. Allerdings dauert es jeweils etwas, bis sie in der Praxis konsequent durchgesetzt werden - und in Verbindung mit der Veranstaltungspause in der Corona-Zeit schlagen die gestiegenen Kosten in den meisten Fällen erst jetzt richtig durch.
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Bühne oder Festgelände?
Hintergrund ist ein Streit zwischen den Veranstaltern solcher Events und der GEMA, der bereits seit Monaten auch andere Ereignisse betrifft. Es geht darum, für welche Aufführungs-Flächen die Verwertungsgesellschaft Gebühren eintreibt. Hier hatte sich eine Änderung ergeben, die zu massiven Mehrkosten führt, berichtet der SWR.Bisher war für die Berechnung der GEMA-Gebühren für Musikvorführungen auf der Bühne entscheidend, wie viel Platz vor der Bühne für Zuschauer bzw. Zuhörer zur Verfügung steht. Inzwischen wird das gesamte Festgelände für die Erhebung veranschlagt, was die Kosten in die Höhe schießen lässt.
So verweist der SWR auf einen Fall aus Ramstein, wo eine Oldie-Band auf der Bühne des Wendelinus-Marktes verschiedene Klassiker der Popgeschichte zum Besten gab. Dafür wurden in den letzten Jahren jeweils 200 Euro für die Gema fällig. Inzwischen liegt der Betrag bei rund 1400 Euro, also dem Siebenfachen.
Das große Rechnen
Entsprechend säßen jetzt im ganzen Land Veranstalter von Weihnachtsmärkten da und rechneten aus, was in der bald beginnenden Saison auf sie zukommt. Entsprechend dürfte das Musikangebot deutlich zurückgefahren werden. Oder man muss sich eben auf Alternativen besinnen: Wenn auf der Bühne live die alten Weihnachtslider zum Besten gegeben werden, deren Urheber teils schon hunderte Jahre tot sind, fallen keine GEMA-Gebühren an.Bei der GEMA wundert man sich hingegen über die Aufregung. Denn die neuen Tarife wurden bereits 2018 festgelegt und sind seitdem gültig. Allerdings dauert es jeweils etwas, bis sie in der Praxis konsequent durchgesetzt werden - und in Verbindung mit der Veranstaltungspause in der Corona-Zeit schlagen die gestiegenen Kosten in den meisten Fällen erst jetzt richtig durch.
Zusammenfassung
- Weihnachtsmärkte könnten weniger Musik anbieten wegen GEMA-Gebühren
- Streit zwischen Veranstaltern und GEMA über Gebührenberechnung
- Neue Regelung: Gesamtes Festgelände für Gebühren berücksichtigt
- Erhöhung der Kosten: Beispiel Ramstein, von 200 auf 1400 Euro
- Veranstalter rechnen mit finanziellen Auswirkungen
- Alternative: Aufführung alter Weihnachtslieder ohne GEMA-Gebühren
- GEMA: Neue Tarife seit 2018 gültig, Durchsetzung dauert jedoch.
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