Faeser will Gefahren der China-Hardware in deutschen 5G-Netzen prüfen
Die Sicherheit der deutschen Mobilfunknetze soll einer neuen, tiefgehenden Prüfung unterzogen werden. Im Fokus stehen dabei vor allem die Komponenten, die von chinesischen Herstellern geliefert wurden und die immerhin rund 50 Prozent ausmachen.
"Wir müssen unsere Kommunikationsnetze schützen", erklärte Bundesinnenministerin Nancy Faeser gegenüber der Bild am Sonntag. Deshalb sollen nun noch einmal alle Komponenten, die von chinesischen Herstellern für den Ausbau der 5G-Netze geliefert wurden, einer besonderen Prüfung unterzogen werden. Hintergrund dessen sind erneut Befürchtungen, dass Hintertüren in den Netzen versteckt sein könnten.
Diese zu finden, dürfte aber auch schwierig sein. Denn wenn sich jemand eine Zugriffsmöglichkeit auf eine kritische Infrastruktur schaffen will, wird er kaum eine separate Backdoor-Routine in den Quellcode schreiben. Diese ließe sich viel zu leicht finden - insbesondere natürlich, da beispielsweise Huawei potenzielle Kunden aufgrund der Vorwürfe zur Inspektion der Software-Codes einlädt. Daher dürften Spione eher dezente, völlig alltäglich wirkende Bugs in die Sourcen schreiben, für die sie dann einen Exploit in der Schublade haben.
Die Debatte besteht im Grunde bereits seit Jahren, köchelte allerdings lange vor sich hin. In den USA sind Hersteller aus China bereits länger komplett aus der Mobilfunk-Infrastruktur verbannt. In Deutschland ist ihr Anteil hingegen besonders hoch: Auf 59 Prozent Anteil wird Hardware von Huawei beispielsweise beziffert. Allerdings dürfen die Systeme aus Fernost nicht in der Kern-Infrastruktur des Netzes verwendet werden. Router sind also beispielsweise untersagt, Antennen hingegen nicht.
Siehe auch:
Diese zu finden, dürfte aber auch schwierig sein. Denn wenn sich jemand eine Zugriffsmöglichkeit auf eine kritische Infrastruktur schaffen will, wird er kaum eine separate Backdoor-Routine in den Quellcode schreiben. Diese ließe sich viel zu leicht finden - insbesondere natürlich, da beispielsweise Huawei potenzielle Kunden aufgrund der Vorwürfe zur Inspektion der Software-Codes einlädt. Daher dürften Spione eher dezente, völlig alltäglich wirkende Bugs in die Sourcen schreiben, für die sie dann einen Exploit in der Schublade haben.
Huawei hat einen hohen Anteil
Zusätzliche Prüfungen können allerdings durchaus helfen, auch solche Schwachstellen ausfindig zu machen. Wie das im Detail aussehen soll, erklärte Faeser nicht. Sie führte allerdings aus, dass man "Risiken erkennen, Gefahren abwehren, Abhängigkeiten vermeiden" wolle. Das gelte vorwiegend für die kritischen Infrastrukturen.Die Debatte besteht im Grunde bereits seit Jahren, köchelte allerdings lange vor sich hin. In den USA sind Hersteller aus China bereits länger komplett aus der Mobilfunk-Infrastruktur verbannt. In Deutschland ist ihr Anteil hingegen besonders hoch: Auf 59 Prozent Anteil wird Hardware von Huawei beispielsweise beziffert. Allerdings dürfen die Systeme aus Fernost nicht in der Kern-Infrastruktur des Netzes verwendet werden. Router sind also beispielsweise untersagt, Antennen hingegen nicht.
Zusammenfassung
- Prüfung deutscher Netze auf Komponenten chinesischer Hersteller
- Befürchtungen, dass Hintertüren in Netzen versteckt sein könnten
- USA verbannt Hersteller aus China, Deutschland hat hohen Anteil
- Risiken erkennen, Gefahren abwehren, Abhängigkeiten vermeiden
- Schwachstellen durch zusätzliche Prüfungen aufdecken
Siehe auch:
Thema:
Videos zum Thema
- Teilen direkt von der Kamera: Kommen bald DSLMs mit 5G-Modul?
- Günstiges OLED-Smartphone: Das Poco M7 Pro 5G enttäuscht im Test
- Samsung Galaxy A36 5G: Günstiges, vielseitiges Smartphone im Test
- Samsung Galaxy A33 5G: Das Mittelklasse-Handy überzeugt im Test
- Motorola Moto G82 5G: Solides Android-Smartphone der Mittelklasse
Weiterführende Links
Beiträge aus dem Forum
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Windows 11 schwächelt global - Windows-Nutzerzahlen im Juli 2026
- Auswärtiges Amt warnt konkret vor Nordkoreas IT-Profis in Deutschland
- Silicon Valley in Höchstform: KI-Firma bietet Jobinterview gegen Tattoo
- iPhone 18 Pro Preis: Hardware-Kosten machen es rund 300 Dollar teurer
- Nutzer drehten völlig frei: Google-Earth-KI-Update schnell entfernt
- Windows 11: Microsoft will RAM-Bedarf bis Ende 2026 massiv reduzieren
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen