Nur Ältere fallen auf Web-Betrug rein? Im Gegenteil, Gen Z viel häufiger
Es ist ein hartnäckiges Klischee, wonach die Elterngenerationen in gewisser Weise Freiwild für Internetbetrüger sind. Doch die Realität ist gänzlich anders: Die Jungen, also Mitglieder der sogenannten Generation Z, sind wesentlich anfälliger für Scams etc. als ihre Eltern.
Deshalb könnte man auch denken, dass die Gen Z Internet-Betrug besser als alle anderen kennt und auch vermeidet. Doch das ist offenbar ein Irrtum bzw. Mythos. Denn wie Vox unter Berufung auf eine Studie von Deloitte berichtet, fallen die heutigen Teens und Twens viel häufiger auf Online-Betrügereien herein als ihre Eltern und sogar Großeltern.
Wenn es um Themen wie Phishing, Identitätsdiebstahl, Romantikbetrug und Cybermobbing geht, haben US-amerikanische Gen-Z-Mitglieder eine gleich dreimal höhere Chance Opfer zu werden als ihre "Boomer"-Eltern. Denn bei Älteren gaben fünf Prozent an, dass sie darauf schon einmal hereingefallen sind, bei der Gen Z lag dieser Wert bei gleich 16 Prozent.
Mehr als das: Selbst bei vermeintlich banalen Themen wie dem Sichern eines Social-Media-Kontos scheint die Gen Z anfälliger zu sein: Denn 17 Prozent gaben an, dass sie hier schon einmal gehackt wurden, bei den Älteren lag dieser Wert bei gerade einmal acht Prozent. Vierzehn Prozent der befragten Generation Z gaben zudem an, dass ihre Standortdaten schon einmal missbraucht worden sind, auch das ist mehr als bei jeder anderen Generation.
Das ist nicht nur durchaus peinlich, sondern auch kostspielig: Denn einer aktuellen Untersuchung von Social Catfish zufolge haben Betrugsopfer unter 20 Jahren im Jahr 2017 zusammengerechnet geschätzte 8,2 Millionen Dollar verloren - im Vorjahr waren es sage und schreibe 210 Millionen Dollar.
Siehe auch:
Sorglose Digital Natives
Als Generation Z, kurz Gen Z, bezeichnet man Menschen, die zwischen 1997 und 2012 zur Welt gekommen sind. Auch wenn die Definition des Alters eher fließend ist, so kann man zweifellos feststellen, dass das allesamt junge Menschen sind, die nichts anderes kennen als eine Welt mit omnipräsentem, schnellem Internet. Sie sind also im strengsten Fall das, was man einst als Digital Natives bezeichnet hat.Deshalb könnte man auch denken, dass die Gen Z Internet-Betrug besser als alle anderen kennt und auch vermeidet. Doch das ist offenbar ein Irrtum bzw. Mythos. Denn wie Vox unter Berufung auf eine Studie von Deloitte berichtet, fallen die heutigen Teens und Twens viel häufiger auf Online-Betrügereien herein als ihre Eltern und sogar Großeltern.
Wenn es um Themen wie Phishing, Identitätsdiebstahl, Romantikbetrug und Cybermobbing geht, haben US-amerikanische Gen-Z-Mitglieder eine gleich dreimal höhere Chance Opfer zu werden als ihre "Boomer"-Eltern. Denn bei Älteren gaben fünf Prozent an, dass sie darauf schon einmal hereingefallen sind, bei der Gen Z lag dieser Wert bei gleich 16 Prozent.
Mehr als das: Selbst bei vermeintlich banalen Themen wie dem Sichern eines Social-Media-Kontos scheint die Gen Z anfälliger zu sein: Denn 17 Prozent gaben an, dass sie hier schon einmal gehackt wurden, bei den Älteren lag dieser Wert bei gerade einmal acht Prozent. Vierzehn Prozent der befragten Generation Z gaben zudem an, dass ihre Standortdaten schon einmal missbraucht worden sind, auch das ist mehr als bei jeder anderen Generation.
Das ist nicht nur durchaus peinlich, sondern auch kostspielig: Denn einer aktuellen Untersuchung von Social Catfish zufolge haben Betrugsopfer unter 20 Jahren im Jahr 2017 zusammengerechnet geschätzte 8,2 Millionen Dollar verloren - im Vorjahr waren es sage und schreibe 210 Millionen Dollar.
Warum eigentlich?
Warum das so ist, kann bisher nicht eindeutig geklärt werden. Es gibt aber natürlich mehrere Theorien bzw. Erklärungsversuche: So nutzen Gen-Z-Menschen Technologie mehr als alle anderen, damit steigt natürlich auch die Chance, online betrogen zu werden. Dazu kommt, dass sich mit der "Technologie-Vertrautheit" auch eine gewisse Sorglosigkeit einschleicht. Schließlich wird Cyber-Sicherheit in Schulen (zu) wenig gelehrt bzw. Kindern und Jugendlichen so vermittelt, dass das Thema auch tatsächlich "ankommt".
Zusammenfassung
- Gen Z anfälliger für Internetbetrug
- US-Gen Z öfter Opfer von Phishing, Identitätsdiebstahl
- Gen Z häufiger Social-Media-Hacking-Opfer
- Standortdaten-Missbrauch bei Gen Z verbreiteter
- Junge Betrugsopfer verloren 2017 8,2 Mio. Dollar
- Intensive Tech-Nutzung erhöht Betrugsrisiko für Gen Z
- Mangelnde Cyber-Sicherheitsbildung in Schulen
Siehe auch:
- Phishing & CEO-Fraud: Die Mafia macht heute banalen Cybercrime
- Mehrere große Cybercrime-Foren wurden binnen kurzer Zeit gehackt
- Microsoft gibt Einblick in seine Cybercrime-Unit in Deutschland
- Crimenetwork.biz: Großangelegte Ermittlungen münden in Razzien
- Landeszentralstelle Cybercrime meldet Schlag gegen Malware-Vertrieb
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