Amazon: 700.000 Dollar Schaden durch Rückerstattungs-Betrug
Kundenfreundlichkeit ist im harten Konkurrenzkampf der Online-Händler ein entscheidender Faktor. Das nutzen aber auch Kriminelle aus, um die Unternehmen um teils stattliche Summen zu erleichtern - in einem aktuellen Fall sind Amazon rund 700.000 Dollar Schaden entstanden.
Um die Chancen, dass dies geschieht, zu erhöhen, seien verschiedene Tricks angewandt worden, berichtete das US-Magazin 404media. Mal schickte man vermeintliche Beweisfotos der Entsorgung der Produkte, manchmal behauptete man auch, die Produkte nie erhalten zu haben - was dann oft auf die ohnehin schon unter schwierigen Bedingungen arbeitenden Zusteller zurückfiel. Infografik Umfrage: Die beliebtesten Onlineshops der Deutschen
Der Umfang des Betrugs ging aber noch weit darüber hinaus. Zeitweise konnten die Kriminellen sich sogar auf Insider in der entsprechenden Abteilung bei Amazon stützen, die sich besonders kulant zeigten und dafür an den Erträgen aus der Betrugsmasche beteiligt wurden. Die Waren, die man am Ende ergaunert hatte, wurden dann wiederum selbst auf Online-Handelsplattformen gewinnbringend weiterverkauft.
Amazon ist dabei nur einer der betroffenen Händler. In Darknet-Foren tauschen sich Betrüger sogar darüber aus, welche Unternehmen besonders leichte Opfer sind. Hier steht beispielsweise Walmart hoch im Kurs - vor allem bei Lebensmitteln wird selten eine Rücksendung erwartet. Aber auch bei der SNKRS-App (SNeaKeRS-App, Anm. d. Red.) des Sportschuh-Herstellers Nike soll man sicherer zum Ziel kommen als bei Amazon.
Siehe auch:
Betrugsmasche: Anklage läuft bereits
Die dahinterstehende Gruppe wurde jetzt in den USA angeklagt. Laut den polizeilichen Ermittlungen lief ihre Betrugsmasche stets so ab, dass ein Produkt bestellt und nach Empfang reklamiert wurde. Hierbei spezialisierte sich die Bande auf Waren, bei denen Amazon aus Kulanz und um eigenen Aufwand zu vermeiden, auch mal auf eine reale Rücksendung verzichtete und den Kaufpreis trotzdem erstattete.Um die Chancen, dass dies geschieht, zu erhöhen, seien verschiedene Tricks angewandt worden, berichtete das US-Magazin 404media. Mal schickte man vermeintliche Beweisfotos der Entsorgung der Produkte, manchmal behauptete man auch, die Produkte nie erhalten zu haben - was dann oft auf die ohnehin schon unter schwierigen Bedingungen arbeitenden Zusteller zurückfiel. Infografik Umfrage: Die beliebtesten Onlineshops der Deutschen
Der Umfang des Betrugs ging aber noch weit darüber hinaus. Zeitweise konnten die Kriminellen sich sogar auf Insider in der entsprechenden Abteilung bei Amazon stützen, die sich besonders kulant zeigten und dafür an den Erträgen aus der Betrugsmasche beteiligt wurden. Die Waren, die man am Ende ergaunert hatte, wurden dann wiederum selbst auf Online-Handelsplattformen gewinnbringend weiterverkauft.
Es geht leichter als bei Amazon
Es gab sogar Fälle, in denen die Betrugsmasche als Refund-as-a-Service weiter vermarktet wurde. Die Kriminellen nutzten ihre Erfahrungen in dem Bereich aus, um gegen Bezahlung für Dritte eine Rückerstattung ohne Rücksendung zu erreichen. "Ehemals rechtmäßige Kunden ohne Betrugsvorgeschichte können sehr erfahrene Betrüger anheuern, um diesen Betrug in ihrem Namen zu begehen", heißt es in der Gerichtsakte. Für die Online-Händler sind solche Fälle dann nur schwer zu entdecken.Amazon ist dabei nur einer der betroffenen Händler. In Darknet-Foren tauschen sich Betrüger sogar darüber aus, welche Unternehmen besonders leichte Opfer sind. Hier steht beispielsweise Walmart hoch im Kurs - vor allem bei Lebensmitteln wird selten eine Rücksendung erwartet. Aber auch bei der SNKRS-App (SNeaKeRS-App, Anm. d. Red.) des Sportschuh-Herstellers Nike soll man sicherer zum Ziel kommen als bei Amazon.
Zusammenfassung
- Online-Betrüger verursachen bei Amazon Schaden von 700.000 Dollar
- Betrugsmasche: Produkte bestellen, reklamieren, aber nicht zurücksenden
- Tricks: Falsche Beweisfotos, Behauptung, Ware nicht erhalten zu haben
- Insider bei Amazon halfen den Kriminellen, erhielten Teil der Erträge
- Ergaunerte Waren wurden auf Online-Handelsplattformen weiterverkauft
- Betrugsmasche wurde als Refund-as-a-Service weiter vermarktet
- Betrüger tauschen in Darknet-Foren Informationen über "leichte Opfer" aus
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Thema:
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