Russland meldet Notfall der Mondmission:
Sonde abgestürzt & zerstört

Russlands erste Mondmission seit 47 Jahren ist gescheitert. Man hatte große Hoffnungen in das Projekt gesetzt, doch nun sieht es so aus, dass die Sonde Luna-25 außer Kontrolle geriet und auf dem Mond zerschellte.
Wissenschaft, Mond, Mondlandung, Mondmission
Public Domain

Absturz am Vortrag der geplanten Landung

Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters und bestätigt damit Gerüchte, dass die Sonde rund eineinhalb Tage vor ihrer geplanten Landung auf dem Mond eingeschlagen ist und zerstört wurde. Luna-25 sollte nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde am 21. August eine "weiche Landung auf dem Südpol des Mondes durchführen".

Das staatliche russische Raumfahrtunternehmen Roskosmos hat vor der Bestätigung des Absturzes noch mitgeteilt, man habe den Kontakt mit dem Raumschiff verloren. Es hieß, es gäbe ein Problem mit der Kommunikation. Etwas später wurde ein Notfall gemeldet. Nun ist klar: Luna-25 ist beim Eintritt in ihren Landeanflug außer Kontrolle geraten.

"Das Gerät bewegte sich in eine unvorhersehbare Umlaufbahn und hörte infolge einer Kollision mit der Mondoberfläche auf zu existieren", meldet Roskosmos kurz und knapp in einer Erklärung.

Das Scheitern der Prestige-Mission ist ein herber Rückschlag für Roskosmos und für Russland.

Seit Luna-24 im Jahr 1976 hat Russland keine Mondmission mehr unternommen.

Man hatte den Boguslawsky-Krater als Landeplatz ausgewählt, um dort nach Wasser zu suchen. Der Südpol des Mondes gilt als bestes Ziel dafür, denn Wissenschaftler glauben, dass es dort große Mengen an Eis gibt, die zur Gewinnung von Treibstoff, Sauerstoff und Trinkwasser genutzt werden könnten.

Russland befindet sich in einem Wettlauf mit Indien, dessen Raumsonde Chandrayaan-3 ebenfalls auf dem Südpol des Mondes landen soll. Auch China und die USA verfolgen ihre bislang nicht gestarteten Mondmissionen.

Zusammenfassung
  • Russlands erste Mondmission seit 1976 gescheitert
  • Sonde Luna-25 verlor Kontrolle und zerschellte auf Mond
  • Bestätigung durch Nachrichtenagentur Reuters
  • Geplante Landung am 21. August auf Südpol des Mondes
  • Kontakt mit Raumschiff vor Absturz verloren
  • Russland in Wettlauf mit Indien, China und USA um Mondmissionen

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