Viele lehnen Mond-Rückkehr ab, NASA sollte besser Asteroiden jagen

In den 1960ern löste der Wettlauf zum Mond in den USA eine riesige Begeisterung und auch Welle des Patriotismus aus. Gründe dafür waren natürlich der Reiz des Unerforschten und der Kalte Krieg. 54 Jahre nach der ersten Mondlandung ist die Euphorie nicht mehr ganz so groß.

Gekommen, um zu bleiben

Am 21. Juli 1969 betraten mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin die ersten Menschen die Oberfläche des Erdtrabanten und dabei hielt der ganze Planet den Atem an. Mehr als ein halbes Jahrhundert später planen die USA und die Weltraumagentur NASA die Rückkehr zum Mond. Im Artemis genannten Programm - in der griechischen Mythologie war Artemis die Zwillingsschwester von Apollo(n) - soll auch erstmals eine Frau die Mondoberfläche betreten.

Das Artemis-Programm ist allerdings mehr, denn dieses Mal will die NASA nicht nur auf dem Mond landen, sondern dort auch bleiben. So will die US-amerikanische Raumfahrtagentur im Orbit sowie auf der Oberfläche zeitweise und später auch dauerhaft bemannte Stationen bzw. Habitate errichten.


Doch bei der US-Bevölkerung ist die Begeisterung für diese Pläne nicht besonders groß, wie Business Insider unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage des unabhängigen Pew Research Center berichtet. Denn obwohl die Mehrheit der Amerikaner - 69 Prozent der Demokraten und 72 Prozent der Republikaner - davon überzeugt ist, dass das Land eine Führungsposition im Weltraum einnehmen sollte, ist die Begeisterung für die Mondfahrt eher gering.

Zwar sind insgesamt rund zwei Drittel der US-Amerikaner der Ansicht, dass ihr Land eine führende Rolle in der Erforschung des Weltraums spielen sollte, doch glauben nur zwölf Prozent, dass der Mond das vorrangige Ziel sein sollte. Wohlgemerkt war das aber bereits in den 1960ern nicht anders, damals meinte eine überwiegende Mehrheit, dass man eher die Probleme auf der Erde angehen sollte - was sich im Verlauf der Zeit aber stark änderte.

Aktuell steht die Überwachung von Asteroiden, die möglicherweise die Erde treffen könnten, ganz oben auf der Prioritätenliste der Öffentlichkeit für die NASA. Auch die Überwachung des Klimasystems der Erde soll ebenfalls für die NASA eine hohe Priorität einnehmen, so die Umfrage. 60 Prozent nannten ersteres als (eine) Toppriorität, 50 Prozent letzteres. Ein noch geringeres Interesse besteht übrigens an einer Reise zum und der Erforschung des Mars, denn dieses bezeichneten gerade einmal elf Prozent der Befragten als Toppriorität.

Zusammenfassung
  • 1960er: Wettlauf zum Mond in USA löste Begeisterung und Patriotismus aus
  • Erste Menschen auf dem Mond: Neil Armstrong und Buzz Aldrin
  • Artemis-Programm: Rückkehr zum Mond, erste Frau auf Oberfläche
  • US-Bevölkerung: geringe Begeisterung für Mondfahrt
  • Prioritätenliste: Überwachung von Asteroiden und des Klimasystems
  • Interesse: Reise zum und Erforschung des Mars gering

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