Enceladus: Überraschender Fund auf dem Eismond des Saturn
In den Daten über Partikelproben, die von der Cassini-Sonde nach Hause geschickt wurden, haben Forscher eine überraschende Entdeckung gemacht. Der Eismond Enceladus, der den Saturn umkreist, stellt für die Wissenschaft eine Premiere dar.
Die Analyse der Daten deutet darauf hin, dass es auf dem Mond einen Ozean voller Phosphor gibt. Damit wäre Enceladus der erste Himmelskörper, auf dem dieses Element nachgewiesen werden konnte. Und nicht nur das: Der Stoff dürfte sogar in höheren Konzentrationen zu finden sein, als man es normalerweise auf der Erde gewohnt ist.
Das internationale Forscherteam, das die Studie verfasst hat, untersuchte mit dem Cosmic Dust Analyzer (CDA) von Cassini die Eispartikel von Enceladus, die in den leuchtenden "E-Ring" des Saturns hineingetrieben wurden. Zunächst deutete die geochemische Modellierung des Teams darauf hin, dass Phosphor knapp sein könnte, aber neuere Tests ergaben, dass die Konzentration in den Ozeanen des Mondes mindestens 100-mal höher sein könnte als in den Meeren der Erde.
Der Phosphor kommt in Form von Phosphaten vor, also in chemischen Verbindungen zu einem Salz. Dieses ist für die Zellbiologie von entscheidender Bedeutung. Auf der Erde ist es ein wichtiger Baustein der DNA. Aber auch im gesamten Stoffwechsel und Energiehaushalt von Zellen spielt Phosphor eine wichtige Rolle.
Enceladus gehört schon länger zu den potenziell verdächtigen Trägern außerirdischen Lebens. In den Ozeanen unter der dicken Eiskruste wurden bereits hydrothermale Aktivitäten nachgewiesen. In Verbindung mit den entsprechenden chemischen Voraussetzungen könnten hier durchaus einfache Lebewesen existieren.
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Das internationale Forscherteam, das die Studie verfasst hat, untersuchte mit dem Cosmic Dust Analyzer (CDA) von Cassini die Eispartikel von Enceladus, die in den leuchtenden "E-Ring" des Saturns hineingetrieben wurden. Zunächst deutete die geochemische Modellierung des Teams darauf hin, dass Phosphor knapp sein könnte, aber neuere Tests ergaben, dass die Konzentration in den Ozeanen des Mondes mindestens 100-mal höher sein könnte als in den Meeren der Erde.
Grundbaustein des Lebens
"Hohe Phosphorkonzentrationen sind das Ergebnis von Wechselwirkungen zwischen karbonatreichem, flüssigem Wasser und Gesteinsmineralien auf dem Ozeanboden von Enceladus und könnten auch auf einer Reihe anderer Ozeanwelten vorkommen", erklärte der Planetenforscher und Geochemiker Christopher Glein vom Southwest Research Institute gegenüber der NASA. "Dieser Schlüsselbestandteil könnte reichlich vorhanden sein, um möglicherweise Leben im Ozean von Enceladus zu unterstützen; dies ist eine erstaunliche Entdeckung für die Astrobiologie."Der Phosphor kommt in Form von Phosphaten vor, also in chemischen Verbindungen zu einem Salz. Dieses ist für die Zellbiologie von entscheidender Bedeutung. Auf der Erde ist es ein wichtiger Baustein der DNA. Aber auch im gesamten Stoffwechsel und Energiehaushalt von Zellen spielt Phosphor eine wichtige Rolle.
Enceladus gehört schon länger zu den potenziell verdächtigen Trägern außerirdischen Lebens. In den Ozeanen unter der dicken Eiskruste wurden bereits hydrothermale Aktivitäten nachgewiesen. In Verbindung mit den entsprechenden chemischen Voraussetzungen könnten hier durchaus einfache Lebewesen existieren.
Zusammenfassung
- Forscher entdecken auf Enceladus Phosphor in Ozeanen.
- Konzentration des Elements ist 100-mal höher als auf der Erde.
- Phosphor ist wichtiger Bestandteil für Zellbiologie und DNA.
- Hydrothermale Aktivitäten weisen auf mögliches Leben hin.
- Analyse der Eispartikel mit dem CDA von Cassini.
- Phosphor in Form von Phosphaten, also Salzverbindungen.
- Astrobiologie erstaunt über Entdeckung.
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