Schluss mit Bing-Zwang: Microsoft überarbeitet Windows 11-Suche
Die in der Windows-Suche dargestellten Inhalte aus dem Internet werden bald nicht mehr nur auf Bing beschränkt. Microsoft öffnet sich in Europa und lässt Google & Co. ins Startmenü einziehen. Doch die Suchmaschinen-Konkurrenten müssen dafür aktiv werden.
"Die Windows-Suche verwendet jetzt die Microsoft Bing Search-App, um Webinhalte und Suchergebnisse anzuzeigen. Im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) können Sie installierte Microsoft Store-Apps, die einen Websuchanbieter implementieren, über die Einstellungen aktivieren, um Webinhalte und Suchergebnisse in der Windows-Suche anzuzeigen."
Durch diese Änderungen sind zukünftig auch Suchmaschinen wie Google in der Lage, in die Windows-Suche einzuziehen - wenn sie denn eine passende App im Microsoft Store anbieten. Es ist stark davon auszugehen, dass sich die Redmonder dabei aktuellen oder kommenden Regeln der Europäischen Union beugen, um möglichen Sanktionen vorab aus dem Weg zu gehen.
Gut erkennbar an den Umwegen, die von Konkurrenten über den App-Store in Kauf genommen werden müssen, anstatt Google und Co. Nutzern ab Werk zur Auswahl zu stellen.
Die bisher schnelle Anmeldung bei Microsoft-Diensten mit dem Windows-Account könnte somit in Zukunft etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, zumindest so lange bis alle Zustimmungen erteilt sind. Möchte man dies nicht tun, sieht Microsoft unter anderem Einschränkungen bei "bestimmte Arten von Dateiempfehlungen unter "Empfohlen" im Startmenü". Es bleibt abzuwarten, welche Komfortfunktionen darüber hinaus eingeschränkt werden.
Bisher gelten die Änderungen lediglich für das Windows 11 Insider Preview Build 23521 im Dev-Kanal. Wann die neuen Optionen für die Windows-Suche und die Änderungen beim Datenschutz auch Otto Normalverbraucher erreichen, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Denkbar wäre eine Einführung anlässlich des Windows 11 23H2-Updates im Laufe des Herbstes.
Siehe auch:
- Microsoft öffnet Suche in Windows 11 für Google & Co.
- Umstellung nur über den Microsoft App-Store möglich.
- Anmeldung bei Diensten erfordert Zustimmung zur Datenweitergabe.
- Einschränkungen möglich, z.B. bei Dateiempfehlungen im Startmenü.
- Änderungen vorerst nur im Dev-Kanal, Einführung im Herbst?
- Microsoft beugt sich möglichen EU-Sanktionen.
Googeln statt bingen, auch im Startmenü
In den Patch Notes zu Microsofts jüngster Windows 11 Insider Preview (Build 23521) innerhalb des Dev-Kanals zeigen sich zwei grundlegende Änderungen an der Windows-Suche und der Weitergabe von Daten zwischen Microsoft-Diensten, die sich nur auf den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und daher auf deutsche Windows-Nutzer auswirken - positiv sowie negativ."Die Windows-Suche verwendet jetzt die Microsoft Bing Search-App, um Webinhalte und Suchergebnisse anzuzeigen. Im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) können Sie installierte Microsoft Store-Apps, die einen Websuchanbieter implementieren, über die Einstellungen aktivieren, um Webinhalte und Suchergebnisse in der Windows-Suche anzuzeigen."
Durch diese Änderungen sind zukünftig auch Suchmaschinen wie Google in der Lage, in die Windows-Suche einzuziehen - wenn sie denn eine passende App im Microsoft Store anbieten. Es ist stark davon auszugehen, dass sich die Redmonder dabei aktuellen oder kommenden Regeln der Europäischen Union beugen, um möglichen Sanktionen vorab aus dem Weg zu gehen.
Gut erkennbar an den Umwegen, die von Konkurrenten über den App-Store in Kauf genommen werden müssen, anstatt Google und Co. Nutzern ab Werk zur Auswahl zu stellen.
Datenschutz bei Windows-Diensten
"Im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) wird Windows nun die Zustimmung zur Weitergabe von Daten zwischen Windows und anderen angemeldeten Microsoft-Diensten verlangen. Ohne die Zustimmung zum Austausch von Daten zwischen Windows und anderen angemeldeten Microsoft-Diensten sind einige Funktionen in Windows-Funktionen möglicherweise nicht verfügbar."Die bisher schnelle Anmeldung bei Microsoft-Diensten mit dem Windows-Account könnte somit in Zukunft etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, zumindest so lange bis alle Zustimmungen erteilt sind. Möchte man dies nicht tun, sieht Microsoft unter anderem Einschränkungen bei "bestimmte Arten von Dateiempfehlungen unter "Empfohlen" im Startmenü". Es bleibt abzuwarten, welche Komfortfunktionen darüber hinaus eingeschränkt werden.
Bisher gelten die Änderungen lediglich für das Windows 11 Insider Preview Build 23521 im Dev-Kanal. Wann die neuen Optionen für die Windows-Suche und die Änderungen beim Datenschutz auch Otto Normalverbraucher erreichen, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Denkbar wäre eine Einführung anlässlich des Windows 11 23H2-Updates im Laufe des Herbstes.
Siehe auch:
- Windows 11: Neue Verwaltung von Systemkomponenten gezeigt
- Ein Bug, kein Feature: Windows 11 endlich ohne Bloatware installieren
- Patch Day im August: Das sind die neuen Windows 11-Funktionen
- Microsoft deaktiviert endlich TLS 1.0 und TLS 1.1 in Windows 11
- Neuer Windows 11-Build: CPU-Sperre, HDR-Hintergrund und vieles mehr
Thema:
Stefan TrunzikLeitender Redakteur bei WinFuture.de
IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.
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