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The Witcher-Produzent: Simple Handlung ist für junge Amerikaner nötig

Die Fantasy-Serie The Witcher hat dank der ersten beiden Staffeln eine große Anhängerschaft bekommen. Die dritte Staffel hingegen gilt als Enttäuschung, vor allem wegen einer, nach Meinung vieler, zu simplen Handlung. Einer der Produzenten hat eine Erklärung dafür.

Kritik an Staffel 3

Bereits im Vorfeld der dritten Staffel der Netflix-Produktion The Witcher hat es viel Aufregung gegeben. Das lag vor allem daran, dass Hauptdarsteller und Publikumsliebling Henry Cavill bekannt gegeben hat, dass er ab der vierten Staffel nicht mehr dabei ist. Gründe für die Entscheidung sind keine bekannt, zumindest offiziell. Es wurde aber mehr als laut gemunkelt, dass der 40-Jährige nicht mehr mit der inhaltlichen Richtung von The Witcher einverstanden war.

Die dritte Staffel bestätigte das in den Augen vieler Fans, denn allzu komplex ist die Handlung darin nicht - vor allem im Vergleich zu den Büchern von Andrzej Sapkowski, auf denen The Witcher basiert. Das wissen sicherlich auch die Autoren und Produzenten, einer davon verteidigte die Entscheidung nun aber.


Tomek Baginski, Executive Producer der Netflix-Serie, sagte in einem Interview, dass das amerikanische Publikum und Social-Media-Dienste wie TikTok für die allzu vereinfachte Handlung verantwortlich seien. Gegenüber der polnischen Zeitung Wyborcza (übersetzt via Redanian Intelligence) versuchte Baginski zu erklären, warum mehrere Handlungselemente simplifiziert wurden.

"Es gibt eine Menge nachvollziehbarer Gründe, warum kontroverse Entscheidungen getroffen werden, aber der Zuschauer hat diesen Kontext nicht, deshalb tut es manchmal weh, weil etwas im Buch besser war", sagte Baginski. Er bezog sich dabei auch auf ein gescheitertes Projekt zum Warschauer Aufstand: "Für Amerikaner war es völlig unverständlich, zu kompliziert, weil sie in einem anderen historischen Kontext aufgewachsen sind, in dem alles geregelt war: Amerika ist immer gut, der Rest sind die Bösen. Und es gibt keine Komplikationen."

Vereinfachungen der Handlung seien deshalb an der Tagesordnung: "Eine Serie wird für eine große Masse von Zuschauern mit unterschiedlichen Erfahrungen aus verschiedenen Teilen der Welt gemacht, und ein großer Teil von ihnen sind Amerikaner", so Baginski. Es ist nicht das erste Mal, dass dieser solche Kommentare abgab, in der Vergangenheit meinte er, dass die TikTok-Generation mitverantwortlich sei: "Wenn es um Shows geht, ist die Logik der Handlung weniger wichtig, je jünger das Publikum ist."

Zusammenfassung
  • Vereinfachte Handlung von The Witcher durch US-Publikum & TikTok.
  • Kompliziertere Handlung für viele Zuschauer unverständlich.
  • TikTok-Generation weniger an Logik interessiert.
  • Cavill als Publikumsliebling nicht mehr in 4. Staffel dabei.
  • Fans enttäuscht, 3. Staffel zu simpel im Vergleich zu Büchern.
  • "Serie für Zuschauer aus verschiedenen Teilen der Welt gemacht."

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