Stromnetze im Hitzestress:
Betreiber arbeiten gegen Sommer-Blackout
Nicht nur Lebewesen, sondern auch die Stromnetze geraten zunehmend unter Hitzestress. Die immer heftigeren Wärmeperioden bringen die Infrastrukturen immer häufiger an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit, was zu gravierenden Problemen führen kann.
Aufgrund der Erderwärmung treten in vielen Regionen immer heftigere Hitzewellen auf. Die dort lebenden Menschen reagieren darauf mit dem Einsatz von Klimaanlagen - teils, um eine angenehme Umgebung zu schaffen, teilweise aber auch, um schlicht ihr Leben zu schützen, wenn die Wetterlage ein tödliches Niveau erreicht. Dadurch entstehen Verbrauchsspitzen, auf die so manche Strom-Infrastruktur nicht eingestellt ist und die Netzbetreiber haben alle Hände voll zu tun, Blackouts zu vermeiden, berichtete das US-Magazin The Verge.
Allein in den USA sind aktuell fast 28,8 Millionen Menschen von der Hitzewarnung betroffen. Der texanische Netzbetreiber ERCOT brach am Montag seinen Juni-Rekord bei der Stromnachfrage, nachdem er für den 15. bis 21. Juni eine "Wetterwarnung" herausgegeben und die Bewohner aufgefordert hatte, freiwillig Energie zu sparen. In Texas und auf der anderen Seite der Grenze in Mexiko stiegen die Temperaturen auf über 43 Grad Celsius. Das mexikanische Nationale Zentrum für Energiekontrolle rief am Dienstag kurzzeitig den Notstand aus, da die Stromversorgung auf den kritischsten Stand seit einem Kälteeinbruch im Jahr 2021 gesunken war.
Auf die steigende Zahl der Hitzetage in den meisten Regionen der Welt kann man nicht einfach nur durch die Stärkung der Stromnetze reagieren. Es kommt hier auch darauf an, Energie zu sparen. Verschiedene Städte haben daher bereits damit begonnen, ihre Wohnviertel so umzubauen, dass weniger Hitze-Hotspots entstehen - das ist beispielsweise mit Entsiegelungen, Baumpflanzungen und Fassadenbegrünung möglich. Und auch bei der Kühlung gibt es Potenziale für mehr Effizienz. So verfügen beispielsweise viele Wärmepumpen-Installationen, die beim Heizen ihre Wärmeenergie aus dem Erdreich holen, auch über stromsparende Passiv-Kühlungen.
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Allein in den USA sind aktuell fast 28,8 Millionen Menschen von der Hitzewarnung betroffen. Der texanische Netzbetreiber ERCOT brach am Montag seinen Juni-Rekord bei der Stromnachfrage, nachdem er für den 15. bis 21. Juni eine "Wetterwarnung" herausgegeben und die Bewohner aufgefordert hatte, freiwillig Energie zu sparen. In Texas und auf der anderen Seite der Grenze in Mexiko stiegen die Temperaturen auf über 43 Grad Celsius. Das mexikanische Nationale Zentrum für Energiekontrolle rief am Dienstag kurzzeitig den Notstand aus, da die Stromversorgung auf den kritischsten Stand seit einem Kälteeinbruch im Jahr 2021 gesunken war.
Netzausbau allein reicht nicht
Auch Indien und China werden seit April von extremen Hitzewellen heimgesucht. Die Stromausfälle in Indien in dieser Woche haben die Menschen auch um Klimaanlagen und fließendes Wasser gebracht. Vor allem in Nordindien kam es zu zahlreichen Todesopfern. Die nationale Energiebehörde Chinas veranstaltete am vergangenen Donnerstag bereits eine Notfallübung, um die Menschen und Institutionen im Süden des Landes auf mögliche Stromausfälle im Sommer vorzubereiten.Auf die steigende Zahl der Hitzetage in den meisten Regionen der Welt kann man nicht einfach nur durch die Stärkung der Stromnetze reagieren. Es kommt hier auch darauf an, Energie zu sparen. Verschiedene Städte haben daher bereits damit begonnen, ihre Wohnviertel so umzubauen, dass weniger Hitze-Hotspots entstehen - das ist beispielsweise mit Entsiegelungen, Baumpflanzungen und Fassadenbegrünung möglich. Und auch bei der Kühlung gibt es Potenziale für mehr Effizienz. So verfügen beispielsweise viele Wärmepumpen-Installationen, die beim Heizen ihre Wärmeenergie aus dem Erdreich holen, auch über stromsparende Passiv-Kühlungen.
Zusammenfassung
- Hitzewellen nehmen weltweit zu, wodurch Stromnetze an ihre Grenzen stoßen.
- In den USA ist ein Rekord an Energieverbrauch aufgrund von Hitzewellen gemessen worden.
- In Indien und China hat die extreme Hitzewelle bereits zu Stromausfällen und Todesopfern geführt.
- Um die Netze zu stärken, muss Energie gespart werden, z.B. durch Umweltmaßnahmen.
- Wärmepumpen-Installationen bieten eine stromsparende Passiv-Kühlung.
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Christian Kahle
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