Praxis-Test zeigt: Stromnetze halten auch viele Elektroautos aus
In den üblichen Diskussionen um Elektroautos wird man immer wieder mit dem Argument konfrontiert, dass die Strom-Infrastruktur einer größeren Verbreitung nicht standhält. Praxistests zeigen allerdings, dass hier kein Grund zur Sorge besteht.
So hat in Baden-Württemberg der Netzbetreiber Netze BW in den letzten Jahren entsprechende Feldversuche durchgeführt. Dabei ging es auch um das immer wieder vorgebrachte Szenario, dass etwa die Bewohner einer Straße alle am Nachmittag von der Arbeit nach Hause kommen und gleichzeitig ihr E-Auto an die Ladestation stecken. Dies würde, so die Vermutung, die Stromversorgung lokal überfordern.
Der Netzbetreiber hat im Rahmen seiner "Netzlabore" nun geprüft, was an solch einem Modell dran ist, berichtet Heise Autos. Um eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, wie die Fahrzeuge in der Praxis genutzt werden, hat man dafür 113 Haushalte an acht Standorten mit Wallboxen und Elektroautos ausgestattet. Anschließend beobachtete man, wie die Fahrzeuge genutzt und eben auch wann sie jeweils aufgeladen werden.
Aber auch höhere Gleichzeitigkeits-Werte wären kein Grund gewesen, um in Panik zu verfallen. "Wenn wir überall 80 bis 100 Prozent Gleichzeitigkeit gehabt hätten, dann hätte sich die Netzbelastung und damit der Ausbau unseres Stromnetzes um ein Vielfaches erhöht", führte Projektleiter Markus Wunsch aus. Parallel zum steigenden Anteil von E-Autos hätte man also die Leitungen verstärken müssen.
Probleme sind aber auch aufgrund einer anderen Entwicklung nicht zu erwarten: Demnächst soll ein weitergehender Rechtsrahmen für das Lade-Management entstehen. Dann können die Wallboxen bei Bedarf von Außen so geregelt werden, dass man hinsichtlich der Belastung der Strom-Infrastruktur stets im grünen Bereich bleibt.
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Der Netzbetreiber hat im Rahmen seiner "Netzlabore" nun geprüft, was an solch einem Modell dran ist, berichtet Heise Autos. Um eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, wie die Fahrzeuge in der Praxis genutzt werden, hat man dafür 113 Haushalte an acht Standorten mit Wallboxen und Elektroautos ausgestattet. Anschließend beobachtete man, wie die Fahrzeuge genutzt und eben auch wann sie jeweils aufgeladen werden.
Entwarnung nach Tests
Es sei dabei zwar mal vorgekommen, dass 88 Prozent der Fahrzeuge gleichzeitig am Netz hingen, das war allerdings im Grunde ein statistischer Ausreißer. Normalerweise waren ungefähr 50 Prozent der Autos parallel zueinander an die Stromversorgung angeschlossen. Angesichts dieser Ergebnisse zeigte sich Netze BW-Technikchef Martin Konermann etwas erleichtert, da die bestehenden Infrastrukturen die daraus entstehenden Belastungen durchaus stemmen können.Aber auch höhere Gleichzeitigkeits-Werte wären kein Grund gewesen, um in Panik zu verfallen. "Wenn wir überall 80 bis 100 Prozent Gleichzeitigkeit gehabt hätten, dann hätte sich die Netzbelastung und damit der Ausbau unseres Stromnetzes um ein Vielfaches erhöht", führte Projektleiter Markus Wunsch aus. Parallel zum steigenden Anteil von E-Autos hätte man also die Leitungen verstärken müssen.
Probleme sind aber auch aufgrund einer anderen Entwicklung nicht zu erwarten: Demnächst soll ein weitergehender Rechtsrahmen für das Lade-Management entstehen. Dann können die Wallboxen bei Bedarf von Außen so geregelt werden, dass man hinsichtlich der Belastung der Strom-Infrastruktur stets im grünen Bereich bleibt.
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