Terrorgram: Rechtsextreme greifen zunehmend das US-Stromnetz an
Die zunehmende Radikalisierung und Normalisierung des rechtsextremistischen Spektrums führt in den USA inzwischen seit einiger Zeit zu häufiger werdenden Angriffen auf die Strom-Infrastruktur. Das Ziel liegt darin, Chaos zu stiften und die Spaltung zu befördern.
Die Angriffe richten sich häufig gegen Umspannwerke, die für die Verteilung von Elektrizität in die Haushalte und Unternehmen unerlässlich sind. Rechtsextreme Gruppen sehen in der Störung der Energieversorgung eine Möglichkeit, staatliche Autoritäten zu untergraben und Panik zu verbreiten. Ein prominentes Beispiel für diese Strategie war der Angriff auf lokale Knoten in Moore County, North Carolina, im Dezember 2022, der rund 45.000 Menschen für mehrere Tage ohne Strom ließ. Diese Art von Anschlägen zielt oft darauf ab, gezielt Schwachstellen in der Infrastruktur auszunutzen, um maximale Schäden zu verursachen.
Online-Plattformen wie Telegram spielen eine zentrale Rolle bei der Verbreitung von Anleitungen und der Koordination solcher Angriffe. Über Kanäle wie "Terrorgram" tauschen sich Extremisten hier inzwischen weltweit über technische Details aus und motivieren sich gegenseitig zu gewalttätigen Handlungen. Für die Behörden ist es schwierig, solche Kanäle unter Kontrolle zu halten - auch weil der Betreiber der Plattform eine Kooperation selbst zur Abwehr terroristischer Gefahren regelmäßig verweigert.
Trotz dieser Maßnahmen bleibt es schwierig, solche Angriffe vollständig zu verhindern, insbesondere weil viele der Täter als Einzeltäter oder in kleinen, schwer identifizierbaren Zellen agieren. Die zunehmende politische Polarisierung in den USA könnte laut Experten zu einer weiteren Zunahme solcher Anschläge führen, hauptsächlich in Zeiten wichtiger Wahlen. Und es ist natürlich auch nicht ausgeschlossen, dass sich terroristische Aktionen aus diesem Spektrum auch bei uns auf solche Infrastrukturen verlagern.
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185 Bedrohungslagen 2023
Allein im Jahr 2023 wurden laut dem North American Reliability Corp. (NERC) über 185 physische Angriffe oder Bedrohungen gegen Einrichtungen der Stromversorgung gemeldet, was mehr als einer Verdoppelung der Vorfälle im Vergleich zu 2021 entspricht. Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hervor.Die Angriffe richten sich häufig gegen Umspannwerke, die für die Verteilung von Elektrizität in die Haushalte und Unternehmen unerlässlich sind. Rechtsextreme Gruppen sehen in der Störung der Energieversorgung eine Möglichkeit, staatliche Autoritäten zu untergraben und Panik zu verbreiten. Ein prominentes Beispiel für diese Strategie war der Angriff auf lokale Knoten in Moore County, North Carolina, im Dezember 2022, der rund 45.000 Menschen für mehrere Tage ohne Strom ließ. Diese Art von Anschlägen zielt oft darauf ab, gezielt Schwachstellen in der Infrastruktur auszunutzen, um maximale Schäden zu verursachen.
Online-Plattformen wie Telegram spielen eine zentrale Rolle bei der Verbreitung von Anleitungen und der Koordination solcher Angriffe. Über Kanäle wie "Terrorgram" tauschen sich Extremisten hier inzwischen weltweit über technische Details aus und motivieren sich gegenseitig zu gewalttätigen Handlungen. Für die Behörden ist es schwierig, solche Kanäle unter Kontrolle zu halten - auch weil der Betreiber der Plattform eine Kooperation selbst zur Abwehr terroristischer Gefahren regelmäßig verweigert.
Gegenmaßnahmen laufen
Die Reaktionen der Behörden und Energieversorger auf diese wachsende Bedrohung sind vielfältig. So hat das US-Energieministerium im Januar 2023 angekündigt, 70 Millionen Dollar zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit des Stromnetzes bereitzustellen. Weiterhin führen Organisationen wie die NERC regelmäßig Notfallübungen durch, um die Reaktionsfähigkeit im Falle eines Angriffs zu testen und zu verbessern.Trotz dieser Maßnahmen bleibt es schwierig, solche Angriffe vollständig zu verhindern, insbesondere weil viele der Täter als Einzeltäter oder in kleinen, schwer identifizierbaren Zellen agieren. Die zunehmende politische Polarisierung in den USA könnte laut Experten zu einer weiteren Zunahme solcher Anschläge führen, hauptsächlich in Zeiten wichtiger Wahlen. Und es ist natürlich auch nicht ausgeschlossen, dass sich terroristische Aktionen aus diesem Spektrum auch bei uns auf solche Infrastrukturen verlagern.
Zusammenfassung
- Rechtsextreme Gruppen attackieren US-Stromnetze, um Chaos zu stiften
- 2023 wurden über 185 Angriffe auf US-Strominfrastruktur registriert
- Umspannwerke als Hauptziele der Angriffe zur Maximierung des Schadens
- Angriffe sollen staatliche Autorität untergraben und Panik auslösen
- Online-Plattformen wie Telegram fördern die Koordination der Angriffe
- US-Energieministerium stellt 70 Millionen Dollar für Netzschutz bereit
- Zunahme politischer Polarisierung könnte zu weiteren Anschlägen führen
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