Viel Platz: Startup will Solarpanels zwischen Gleisen platzieren
Solarenergie ist längst weitverbreitet und steuert einen wichtigen Teil unserer Energieversorgung bei. Dabei stellt sich aber immer wieder die Frage: wohin damit? Ein Schweizer Startup liefert eine mögliche Antwort: Auf ungenutzten Platz, und zwar zwischen den Schienen.
Das Schienennetz ist in Deutschland und vielen anderen Ländern viele Tausende Kilometer lang und dieser Platz ist - sieht man von den Zügen selbst ab - ungenutzt. Geht man von einer gerundeten Spurweite von 1,4 Metern aus, dann könnte man grob gerechnet pro Kilometer 1400 Quadratmeter an Platz gewinnen und nutzen.
Ein Unternehmen namens Sun-Ways hat sich auch das Wie einfallen lassen, nämlich die Installation von Solarpanels. Wie Techspot berichtet, sind die Schweizer jedoch nicht die ersten, die diese Idee hatten, in Großbritannien gibt es vergleichbare Experimente. Dennoch unterscheidet sich die Lösung von Sun-Ways davon, und zwar gleich auf zweifache Weise.
Von einem Praxiseinsatz ist das Vorhaben bisher aber noch recht weit entfernt: In diesem Sommer soll ein Pilotprojekt durchgeführt bzw. fertiggestellt werden, das gut 500.000 Euro kostet. Sun-Ways wird einen fürs erste umgebauten regulären Zug benutzen, um 60 Solarpaneele auf einer rund 40 Meter langen Bahnstrecke in der Nähe von Neuchâtel anzubringen.
Der auf diese Weise gewonnene Strom soll zunächst lokale Haushalte versorgen. Laut Baptiste Danichert, dem Co-Gründer von Sun-Ways, könnte man mit Solarpaneelen auf den rund 5.000 Bahn-Kilometern der Schweiz jährlich bis zu ein Gigawatt generieren, das wäre genug, um etwa 750.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Ob das gelingen kann, bleibt fraglich, denn die Panels müssten in diesem Fall zahlreichen externen Einflüssen wie Trümmer von Zug und Gleisbett widerstehen.
Siehe auch:
Ein Unternehmen namens Sun-Ways hat sich auch das Wie einfallen lassen, nämlich die Installation von Solarpanels. Wie Techspot berichtet, sind die Schweizer jedoch nicht die ersten, die diese Idee hatten, in Großbritannien gibt es vergleichbare Experimente. Dennoch unterscheidet sich die Lösung von Sun-Ways davon, und zwar gleich auf zweifache Weise.
Animation zeigt, wie Sun-Ways die Solarpanels verlegen will
Standard-Panels und Automatisierung
Denn die Schweizer verwenden im Gegensatz zu ihren Konkurrenten Panels in Standardgröße, das macht deren Beschaffung wesentlich einfacher. Der zweite und vielleicht wichtigere Grund ist, dass Sun-Ways den Prozess des Verlegens der Solareinheiten vollständig automatisiert hat. Dabei legt ein speziell gebauter bzw. modifizierter Zug die Platten auf den Gleisen ab, das bedeutet, dass menschliche Arbeiter dies nicht von Hand erledigen müssen.Von einem Praxiseinsatz ist das Vorhaben bisher aber noch recht weit entfernt: In diesem Sommer soll ein Pilotprojekt durchgeführt bzw. fertiggestellt werden, das gut 500.000 Euro kostet. Sun-Ways wird einen fürs erste umgebauten regulären Zug benutzen, um 60 Solarpaneele auf einer rund 40 Meter langen Bahnstrecke in der Nähe von Neuchâtel anzubringen.
Der auf diese Weise gewonnene Strom soll zunächst lokale Haushalte versorgen. Laut Baptiste Danichert, dem Co-Gründer von Sun-Ways, könnte man mit Solarpaneelen auf den rund 5.000 Bahn-Kilometern der Schweiz jährlich bis zu ein Gigawatt generieren, das wäre genug, um etwa 750.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Ob das gelingen kann, bleibt fraglich, denn die Panels müssten in diesem Fall zahlreichen externen Einflüssen wie Trümmer von Zug und Gleisbett widerstehen.
Zusammenfassung
- Solarenergie auf Schienen: Unternehmen will den Platz nutzen.
- Standardgröße der Solarpaneele vereinfacht Beschaffung.
- Automatisierter Prozess für Verlegung der Einheiten.
- Pilotprojekt in Neuchâtel: 60 Paneele auf 40 Metern Bahnstrecke.
- Potenzial in der Schweiz für 1 Gigawatt jährlich.
- Panels müssen beweisen, dass sie ext. Einflüssen widerstehen können.
Siehe auch:
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