Film und Co.: Die Disk-Vermarktung ist inzwischen fast komplett tot
Die Filmbranche verbucht derzeit zwar recht gute Einnahmen, doch unter der Wasseroberfläche zeigt sich ein gewaltiger Umbruch. Denn der traditionelle Markt für Filmverkäufe nach dem Kino ist fast nicht mehr vorhanden.
Wenn die Kino-Vorführungen vorbei waren, fing für die Filmbranche bisher der zweite Verwertungsteil an: Die Produktionen kamen auf DVDs und Blu-Rays in den Handel und generierten noch einmal über längere Zeit Einnahmen, bis man dann irgendwann für einen vergleichsweise schmalen Taler noch die Fernsehrechte verkaufte.
Wie die jüngsten Marktdaten des US-Branchenverbandes Digital Entertainment Group nun aber zeigten, interessieren sich kaum noch Verbraucher dafür, nach dem Kino-Fenster eine digitale Kopie zu kaufen. Physische Datenträger spielen ohnehin schon kaum noch eine Rolle, doch auch die Download-Käufe werden nur in bescheidenem Umfang genutzt. Nach dem Kino bildet somit quasi nur noch der Markt für Streaming-Abos eine nennenswerte Einnahmequelle für die Branche.
Teils haben die Medien-Unternehmen es auch aufgegeben, ihre Fernseh-Produktionen - also in erster Linie Serien - noch als Sammelboxen auf DVD oder Blu-Ray herauszugeben. Paramount ist hier noch ziemlich aktiv, doch darüber hinaus wird es eng. "House of the Dragon" und die letzte Staffel von "Westworld" bekommt man noch als 4K-Medium, Disney hingegen hat sich bis auf eine einzige Ausnahme komplett aus diesem Vermarktungsmodell zurückgezogen.
Entsprechend stellt sich natürlich die Frage, welche weitergehenden Auswirkungen dieser Umbruch noch haben wird. Insbesondere natürlich dann, wenn es beim Kino auch wieder schwieriger wird. Aktuell konnten die Lichtspielhäuser einen kleinen Boom verzeichnen, weil die Filmfreunde nach der Pandemie-Pause etwas ausgehungert waren. Bald aber dürfte sich hier die Frage stellen, inwieweit speziell Familien sich die teuren Kinobesuche nach den jüngsten Kaufkraft-Verlusten noch leisten können.
Siehe auch:
Wie die jüngsten Marktdaten des US-Branchenverbandes Digital Entertainment Group nun aber zeigten, interessieren sich kaum noch Verbraucher dafür, nach dem Kino-Fenster eine digitale Kopie zu kaufen. Physische Datenträger spielen ohnehin schon kaum noch eine Rolle, doch auch die Download-Käufe werden nur in bescheidenem Umfang genutzt. Nach dem Kino bildet somit quasi nur noch der Markt für Streaming-Abos eine nennenswerte Einnahmequelle für die Branche.
Teils haben die Medien-Unternehmen es auch aufgegeben, ihre Fernseh-Produktionen - also in erster Linie Serien - noch als Sammelboxen auf DVD oder Blu-Ray herauszugeben. Paramount ist hier noch ziemlich aktiv, doch darüber hinaus wird es eng. "House of the Dragon" und die letzte Staffel von "Westworld" bekommt man noch als 4K-Medium, Disney hingegen hat sich bis auf eine einzige Ausnahme komplett aus diesem Vermarktungsmodell zurückgezogen.
Entsprechend stellt sich natürlich die Frage, welche weitergehenden Auswirkungen dieser Umbruch noch haben wird. Insbesondere natürlich dann, wenn es beim Kino auch wieder schwieriger wird. Aktuell konnten die Lichtspielhäuser einen kleinen Boom verzeichnen, weil die Filmfreunde nach der Pandemie-Pause etwas ausgehungert waren. Bald aber dürfte sich hier die Frage stellen, inwieweit speziell Familien sich die teuren Kinobesuche nach den jüngsten Kaufkraft-Verlusten noch leisten können.
Zusammenfassung
- Filmbranche: traditioneller Markt für DVD-Verkäufe nach Kino fast weg
- Physische Datenträger spielen kaum noch Rolle, Download-Käufe bescheiden
- Einzige Einnahmequelle für Branche: Streaming-Abos
- Medien-Unternehmen geben keine Sammelboxen mehr heraus
- Auswirkungen des Umbruchs: Kinobesuche für Familien bald zu teuer?
Siehe auch:
- Herr der Ringe: Warner Bros. kündigt gleich mehrere neue Kinofilme an
- Avatar: Neuveröffentlichung ist im Kino ein voller Erfolg - "trotz" 3D
- Kinostart: Microsoft verlost Xbox Series S im Doctor Strange-Design
- Spider-Man: No Way Home feiert Traumstart an den Kinokassen
- Dune ist Warners bestes Kino-Einspielergebnis der Corona-Pandemie
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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