Causa ElonJet: Musk ließ kritische Journalisten auf Twitter sperren
Elon Musk spielt sich als Vorkämpfer für die freie Meinungsäußerung auf, doch längst ist klar, welche Meinung frei sein darf: Jene, die mit ihm übereinstimmt. Nun gab es einen weiteren Beweis für seine Willkür, denn Musk ließ die Konten mehrerer renommierter Journalisten sperren.
Die Angelegenheit hängt mit der jüngsten Sperre des Kontos @ElonJet zusammen. Dieses Konto hatte einen Bot angeboten, der die öffentlich zugänglichen Flugbewegungen des Jets von Elon Musks trackt und per Tweets dazugehörige Statuts-Updates veröffentlicht (ElonJet ist mittlerweile u. a. auf Mastodon zu finden). Das sieht Musk als so genanntes Doxxing, also das unerwünschte Veröffentlichen sensibler privater Informationen.
Er brachte ElonJet auch mit einem Stalker in Verbindung, der angeblich per Auto eines seiner Kinder verfolgt und bedrängt haben soll. Beweise dafür gibt es keine und es ist auch unklar, was ElonJet damit zu tun hat. Für viele Medien war das natürlich eine Story, über die man berichten kann und muss, doch das passte Musk nicht.
Ihnen wurden Verstöße gegen Twitter-Regeln vorgeworfen, konkret sollen diese Berichte selbst Doxxing gewesen sein bzw. dieses gefördert haben. "Mich den ganzen Tag lang zu kritisieren ist völlig in Ordnung, aber meinen Aufenthaltsort in Echtzeit zu veröffentlichen und meine Familie zu gefährden, ist es nicht", schrieb Musk dazu.
Freilich ist Musks Interpretation von Doxxing eine sehr eigenwillige, denn die gesperrten Journalisten haben lediglich über ElonJet berichtet. Der NYT-Artikel dazu hat beispielsweise keine Informationen, die direkt als Doxxing ausgelegt werden können.
Musk widerspricht sich übrigens fast im Minutentakt selbst: Denn kurz nach der Sperre der Journalisten schrieb Musk, dass Doxxing mit einer sieben Tage langen Sperre belegt wird. Nur wenig später ließ er aber darüber abstimmen, wie lange die Sperre dauern soll bzw. ob sie sofort aufgehoben wird.
Doch offenbar fiel das Ergebnis nicht so aus, wie er es sich erhofft hat, denn mit 43 Prozent stimmte eine Mehrheit für die sofortige Entsperrung. Also wiederholte Musk das Ganze (mit weniger Optionen), doch auch dort zeichnet sich eine Mehrheit für die sofortige Entsperrung ab.
Siehe auch:
Er brachte ElonJet auch mit einem Stalker in Verbindung, der angeblich per Auto eines seiner Kinder verfolgt und bedrängt haben soll. Beweise dafür gibt es keine und es ist auch unklar, was ElonJet damit zu tun hat. Für viele Medien war das natürlich eine Story, über die man berichten kann und muss, doch das passte Musk nicht.
Sperre wegen simplen Berichten
Und so ließ der immer despotischer agierende Twitter-CEO kurzerhand die Konten von mindestens acht renommierten Journalisten sperren. Das liest sich wie ein Who-is-who der Branche, denn die Betroffenen arbeiten für Medien wie die New York Times, Washington Post, CNN, The Intercept und Mashable, dazu kommen auch noch einige unabhängig arbeitende Autoren.Ihnen wurden Verstöße gegen Twitter-Regeln vorgeworfen, konkret sollen diese Berichte selbst Doxxing gewesen sein bzw. dieses gefördert haben. "Mich den ganzen Tag lang zu kritisieren ist völlig in Ordnung, aber meinen Aufenthaltsort in Echtzeit zu veröffentlichen und meine Familie zu gefährden, ist es nicht", schrieb Musk dazu.
Freilich ist Musks Interpretation von Doxxing eine sehr eigenwillige, denn die gesperrten Journalisten haben lediglich über ElonJet berichtet. Der NYT-Artikel dazu hat beispielsweise keine Informationen, die direkt als Doxxing ausgelegt werden können.
Musk widerspricht sich übrigens fast im Minutentakt selbst: Denn kurz nach der Sperre der Journalisten schrieb Musk, dass Doxxing mit einer sieben Tage langen Sperre belegt wird. Nur wenig später ließ er aber darüber abstimmen, wie lange die Sperre dauern soll bzw. ob sie sofort aufgehoben wird.
Doch offenbar fiel das Ergebnis nicht so aus, wie er es sich erhofft hat, denn mit 43 Prozent stimmte eine Mehrheit für die sofortige Entsperrung. Also wiederholte Musk das Ganze (mit weniger Optionen), doch auch dort zeichnet sich eine Mehrheit für die sofortige Entsperrung ab.
Siehe auch:
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