Musk entfesselt den Mob:
Ex-Twitter-Manager muss abtauchen
Seit einigen Tagen führt der neue Twitter-Eigner Elon Musk eine regelrechte Kampagne gegen frühere Manager des Social Networks. Im Zentrum steht dabei Yoel Roth, der nun aufgrund von zunehmenden Bedrohungen durch Musk-Anhänger mit seiner Familie abgetaucht ist.
Denn wie so oft ist die vermeintliche Kritik nur oberflächlich eine rein online ausgetragene Auseinandersetzung. In der Praxis dient solch ein Vorgehen der Orchestrierung eines gewaltbereiten Mobs, der die Opfer auch auf diversen anderen Wegen unter Druck setzt und mit sehr realer Gewalt bedroht.
Roth war bei Twitter für die Umsetzung der Plattform-Richtlinien zuständig. Im Zuge dessen verantwortete er auch die Sperrung prominenter Accounts, wie etwa jenen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Als nun interne Kommunikation des alten Twitter-Managements zu den Account-Sperrungen öffentlich wurde, richtete sich der Fokus zunehmend auf Roth.
Dabei hatte Musk den Manager sogar unterstützt, als dieser noch bei Twitter tätig war. Als etwa Trump-kritische Äußerungen durch Roth hervorgeholt wurden, um ihm Voreingenommenheit bei der Sperrungs-Entscheidung vorzuwerfen, sagte der neue Konzern-Besitzer noch: "Wir alle haben einige fragwürdige Tweets gemacht, ich mehr als die meisten, aber ich möchte klarstellen, dass ich Yoel unterstütze. Ich habe den Eindruck, dass er sehr integer ist, und wir haben alle ein Recht auf unsere politischen Überzeugungen." Roths Abschied nahm Musk dann aber wohl zu persönlich und die Haltung änderte sich zusehends.
Siehe auch:
Was ist Mastodon und wie funktioniert es? Fragen und Antworten zur Twitter-Alternative
Roth war bei Twitter für die Umsetzung der Plattform-Richtlinien zuständig. Im Zuge dessen verantwortete er auch die Sperrung prominenter Accounts, wie etwa jenen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Als nun interne Kommunikation des alten Twitter-Managements zu den Account-Sperrungen öffentlich wurde, richtete sich der Fokus zunehmend auf Roth.
Wende bei Musk
Ein vorläufiger Höhepunkt dessen waren dann im Grunde völlig haltlose Vorwürfe, der ehemalige Twitter-Manager würde mit Pädophilie sympathisieren. Musk erweckte dabei den Eindruck, dass er nichts gegen diesen Vorwurf einzuwenden hat, was seine Anhänger im Grunde als Freifahrschein interpretierten, um Roth nur noch massiver anzugehen. Dieser ist mit seiner Familie nun sicherheitshalber an einen unbekannten Ort umgezogen, nachdem auch seine Adresse in entsprechenden Kreisen kursierte, wie aus einem Bericht von CNN hervorgeht.Dabei hatte Musk den Manager sogar unterstützt, als dieser noch bei Twitter tätig war. Als etwa Trump-kritische Äußerungen durch Roth hervorgeholt wurden, um ihm Voreingenommenheit bei der Sperrungs-Entscheidung vorzuwerfen, sagte der neue Konzern-Besitzer noch: "Wir alle haben einige fragwürdige Tweets gemacht, ich mehr als die meisten, aber ich möchte klarstellen, dass ich Yoel unterstütze. Ich habe den Eindruck, dass er sehr integer ist, und wir haben alle ein Recht auf unsere politischen Überzeugungen." Roths Abschied nahm Musk dann aber wohl zu persönlich und die Haltung änderte sich zusehends.
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