Barmer & Co.: Krankenkassen nutzen Tracker in Gesundheits-Apps
Da Krankenkassen-Apps sensible Gesundheitsdaten verarbeiten, sollten die entsprechenden Anwendungen die Privatsphäre der Nutzer besonders schützen. In manchen Android-Apps lassen sich allerdings Tracker von US-Konzernen wie Google und Microsoft finden.
Viele Krankenkassen bieten heutzutage Apps für Android und iOS an, welche die Kommunikation mit den Versicherten erleichtern sollen. So ist es unter anderem möglich, Krankmeldungen hochzuladen und Bescheinigungen einzusehen. Im Google Play Store verspricht die Barmer, dass dabei keine Daten mit Drittunternehmen geteilt werden. Dennoch sind in der App laut Borncity Tracker zu finden, die Informationen über den Nutzer und das Gerät sammeln. Neben Firebase CrashLytics, was Abstürze an Google-Server sendet, haben die Entwickler die Analyse-Tools Google Firebase Analytics und Tealium in ihr Produkt eingebaut.
In mehreren Gesundheits-Apps werden Tracking-Dienste von Google & Co. verwendet
Natürlich gibt es auch zahlreiche Gesundheits-Apps, in denen kein Tracker eingebunden wurde. Neben der Techniker-Krankenkasse (TK) verzichten auch die AOK sowie die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) auf solche Dienste. Über die Seite Exodus Privacy ist es möglich, einen Großteil der Android-Anwendungen auf Tracker und weitere Datenschutz-Risiken zu untersuchen. Hierzu muss einfach nur der Name, der Google Play Store-Link oder die Paketbezeichnung der jeweiligen App eingegeben werden.
Siehe auch:
Auch DAK und IKK verwenden Tracker
Während der Bericht lediglich die Barmer-App untersucht, gibt es weitere Krankenkassen-Apps, in denen Tracker integriert sind. In der Android-Anwendung IKKclassic sind ebenfalls die Tracker Google CrashLytics und Firebase Analytics zu finden. Die Entwickler der DAK-App haben den Visual Studio App Center Crashes-Tracker von Microsoft verwendet. Deshalb sollten Nutzer vor der Verwendung von Programmen, die sensible Daten verarbeiten, stets die Nutzungsbedingungen der Software durchlesen.Natürlich gibt es auch zahlreiche Gesundheits-Apps, in denen kein Tracker eingebunden wurde. Neben der Techniker-Krankenkasse (TK) verzichten auch die AOK sowie die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) auf solche Dienste. Über die Seite Exodus Privacy ist es möglich, einen Großteil der Android-Anwendungen auf Tracker und weitere Datenschutz-Risiken zu untersuchen. Hierzu muss einfach nur der Name, der Google Play Store-Link oder die Paketbezeichnung der jeweiligen App eingegeben werden.
Siehe auch:
- Zerforschung: Spahns Gesundheits-Apps sind ein Sicherheits-Desaster
- Herz, Temperatur & mehr: Smarte Glühbirne überwacht die Gesundheit
- Software-Rollout in Gesundheitsämtern technischer & politischer Zirkus
- Gesundheitsportal: Gericht untersagt Kooperation von Google und Bund
- Elektronische Gesundheitskarte: Kein Anspruch auf analoge Alternative
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