Netzagentur: Gaspreise könnten Allzeithoch bereits erreicht haben
Derzeit beschäftigt Deutschland vor allem eine Frage: Wird der Gaspreis weiter steigen? Trotz eines möglichen Lieferstopps von russischem Gas über die Nord Stream 1-Pipeline sieht die Netzagentur erste Anzeichen dafür, dass der Höchstpreis bereits erreicht sein könnte.
In einem Interview mit der Bild am Sonntag gab Bundesnetzagentur-Präsident Klaus Müller zu verstehen, dass die Märkte den Ausfall russischer Gaslieferungen möglicherweise bereits eingepreist haben und man schon jetzt ein Gaspreis-Plateau erreicht haben könnte. "Es hat in dieser Woche keinen signifikanten Preissprung mehr gegeben, obwohl Nord Stream 1 abgeschaltet wurde."
Aufatmen können Bürger jedoch weiterhin nicht. Sollte die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 nach jährlichen Wartungsarbeiten an den Verdichterstationen die Lieferung an Deutschland aussetzen, steht weiterhin eine Gasknappheit im Winter bevor. Der Aufruf zum Energiesparen wird seitens der Bevölkerung ernst genommen, wie eine YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. Bereits 39 Prozent der Befragten gaben an, ihren Energieverbrauch seit Beginn des Ukraine-Kriegs gesenkt zu haben. Infografik Stromerzeugung: Folgekosten von Atomstrom am höchsten
In Deutschland scheint der Trend dahingehend zum elektrischen Ölradiator zu gehen. Dieser wird mit Strom betrieben und erhält seinen Namen lediglich durch die werkseitige Befüllung mit Thermalöl. Entsprechend könnte die Verfügbarkeit der Geräte (z.B. in Baumärkten) knapp werden und der Preis steigen. Wie das Vergleichsportal Verivox gegenüber Bild aussagt, müsste sich der Gaspreis allerdings mindestens verdreifachen, damit sich der Umstieg auf eine solche Stromheizung rechnet. Günstiger wird es somit also nicht.
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Aufatmen können Bürger jedoch weiterhin nicht. Sollte die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 nach jährlichen Wartungsarbeiten an den Verdichterstationen die Lieferung an Deutschland aussetzen, steht weiterhin eine Gasknappheit im Winter bevor. Der Aufruf zum Energiesparen wird seitens der Bevölkerung ernst genommen, wie eine YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. Bereits 39 Prozent der Befragten gaben an, ihren Energieverbrauch seit Beginn des Ukraine-Kriegs gesenkt zu haben. Infografik Stromerzeugung: Folgekosten von Atomstrom am höchsten
Steigerung von Abschlagszahlungen und Gas-Alternativen
Am tagesabhängigen Spot-Markt lag der Preis für eine Megawattstunde Gas im Juli 2022 bei 166 Euro, eine Steigerung von 361 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch wurden nicht sämtliche Preiserhöhungen an die Verbraucher weitergegeben, womit weiterhin eine Steigerung der monatlich zu zahlenden Abschläge an Energieversorger im Raum steht. Ebenso steigt die Nachfrage nach kurzfristig erhältlichen und ohne große Umbaumaßnahmen installierbaren Alternativen zur klassischen Gasheizung.In Deutschland scheint der Trend dahingehend zum elektrischen Ölradiator zu gehen. Dieser wird mit Strom betrieben und erhält seinen Namen lediglich durch die werkseitige Befüllung mit Thermalöl. Entsprechend könnte die Verfügbarkeit der Geräte (z.B. in Baumärkten) knapp werden und der Preis steigen. Wie das Vergleichsportal Verivox gegenüber Bild aussagt, müsste sich der Gaspreis allerdings mindestens verdreifachen, damit sich der Umstieg auf eine solche Stromheizung rechnet. Günstiger wird es somit also nicht.
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