Würgen bis zum Tod: TikTok wegen "Blackout Challenge" verklagt
In sozialen Medien, allen voran dem bei Kindern und Jugendlichen beliebten TikTok, gibt es immer wieder so genannte Challenges. Dabei werden Teilnehmer aufgerufen, spaßige und waghalsige Herausforderungen zu absolvieren. Manchmal sind diese aber gefährlich und sogar tödlich.
Challenges sind nicht zwangsläufig gefährlich, denn es gibt weitaus mehr harmlose und unterhaltsame Varianten. Doch es gibt immer wieder Herausforderungen, bei denen man nur schockiert sein kann, wie jemand auf die Idee kommen kann, so etwas vorzuschlagen. Denn Kinder und Jugendliche sind nicht zwangsläufig in der Lage einzuschätzen, ob und wie lebensgefährlich eine solche Challenge sein könnte.
Das gilt auch im Fall zweier Mädchen im Alter von acht und neun Jahren, die im Vorjahr im Zuge der so genannten "Blackout Challenge" gestorben sind, da sie sich selbst erhängt haben. Diese war laut einem Bericht des britischen Guardian 2021 auf TikTok populär, dabei wurden Nutzer dazu aufgerufen, sich zu würgen, bis sie ohnmächtig werden. Infografik WhatsApp, Instagram & Co: Wie Jugendliche am liebsten kommunizieren
"TikTok muss für die Verbreitung von tödlichen Inhalten an diesen beiden jungen Mädchen zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Matthew P. Bergman, Gründer des Social Media Victims Law Center (SMVLC), das die Familien der Opfer repräsentiert. "TikTok hat Milliarden von Dollar investiert, um absichtlich Produkte zu entwickeln, die gefährliche Inhalte verbreiten, von denen das Unternehmen weiß, dass sie gefährlich sind und zum Tod der Nutzer führen können."
Eines der beiden Opfer war die zum Todeszeitpunkt achtjährige Lalani Erika Renee Walton. Diese hat zu ihrem Geburtstag ein Smartphone bekommen und wurde nach Angaben der Eltern schnell von TikTok abhängig. An der Blackout Challenge nahm sie teil, weil sie dachte, dass sie "berühmt" werde, wenn sie mitmacht. Die Geschichte des zweiten Opfers liest sich ganz ähnlich.
Siehe auch:
Das gilt auch im Fall zweier Mädchen im Alter von acht und neun Jahren, die im Vorjahr im Zuge der so genannten "Blackout Challenge" gestorben sind, da sie sich selbst erhängt haben. Diese war laut einem Bericht des britischen Guardian 2021 auf TikTok populär, dabei wurden Nutzer dazu aufgerufen, sich zu würgen, bis sie ohnmächtig werden. Infografik WhatsApp, Instagram & Co: Wie Jugendliche am liebsten kommunizieren
"Algorithmus schuld"
Die Eltern der beiden Mädchen haben TikTok nun deshalb verklagt. Sie werfen dem sozialen Netzwerk vor, dass der "gefährliche Algorithmus" der Plattform "absichtlich und wiederholt" Videos der Challenge in die Timeline der Kinder gespült hat und sie somit animiert hat, daran teilzunehmen - mit tödlichen Folgen."TikTok muss für die Verbreitung von tödlichen Inhalten an diesen beiden jungen Mädchen zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Matthew P. Bergman, Gründer des Social Media Victims Law Center (SMVLC), das die Familien der Opfer repräsentiert. "TikTok hat Milliarden von Dollar investiert, um absichtlich Produkte zu entwickeln, die gefährliche Inhalte verbreiten, von denen das Unternehmen weiß, dass sie gefährlich sind und zum Tod der Nutzer führen können."
Eines der beiden Opfer war die zum Todeszeitpunkt achtjährige Lalani Erika Renee Walton. Diese hat zu ihrem Geburtstag ein Smartphone bekommen und wurde nach Angaben der Eltern schnell von TikTok abhängig. An der Blackout Challenge nahm sie teil, weil sie dachte, dass sie "berühmt" werde, wenn sie mitmacht. Die Geschichte des zweiten Opfers liest sich ganz ähnlich.
Hätten die Eltern besser hinsehen müssen?
Allerdings werden sich wohl auch die Eltern Fragen gefallen lassen müssen. Denn ganz offensichtlich wussten sie, dass ihre Kinder TikTok intensiv nutzen. Das Mindestalter für TikTok beträgt allerdings 13 Jahre, bis 18 wird zudem das Einverständnis der Eltern benötigt. Dazu kommt: Im Fall der achtjährigen Lalani fielen den Eltern bereits vor dem tragischen Vorfall Blutergüsse am Hals auf - sie gaben sich aber mit der Erklärung eines sonstigen "Unfalls" zufrieden.Siehe auch:
- TikTok: Mitarbeiter konnten auf persönliche Nutzerdaten zugreifen
- Facebook will sich neu erfinden - und zu einem zweiten TikTok werden
- "Berechtigtes Interesse": TikTok mit personalisierter Werbung für alle
- In-App-Games: TikTok soll im großen Stil zur Spiele-Plattform werden
- Verstörende Inhalte: Ex-Moderatoren starten Klage gegen TikTok
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