Insider: CD Projekt war nicht alleine schuld an Cyberpunk 2077-Bugs

Ende 2020 ist das mit großer Spannung erwartete Sci-Fi-Rollenspiel Cyberpunk 2077 erschienen und es war ein Debakel. Denn das Game war auf einigen Plattformen nahezu unspielbar. Nun behauptet ein Whistleblower, dass die Schuld nur teilweise beim Entwickler selbst lag.
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Cyberpunk 2077 war eines der meisterwarteten Spiele von 2020. Kein Wunder, schließlich wurde es auch mehrfach verschoben. Im Dezember des Jahres erschien das Game dann aber und die meisten dachten sich: Was lange währt, wird endlich gut. Doch die Realität sah anders aus, denn das Gegenteil war der Fall. Cyberpunk 2077 war so verbuggt, dass es teilweise unspielbar war, Sony warf das Spiel sogar aus seinem Store, viele forderten ihr Geld zurück.

Der Schuldige war schnell gefunden bzw. war offensichtlich, nämlich das an sich renommierte polnische Studio CD Projekt Red. Doch in einem Video von Upper Echelon Gamers (via PCGamesN) behauptet nun ein anonymer Whistleblower, dass ein wesentlicher Teil der Schuld bei Quantic Lab liegt.

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Qualitätssicherung hat gepfuscht

Quantic Lab ist ein externer Dienstleister für Qualitätssicherung (QA) und dieser soll im Prinzip gepfuscht haben. CD Projekt Red soll dabei auch bewusst getäuscht worden sein, so der Informant, der seine Behauptungen mit einem 72 Seiten langen Dokument untermauert. Quantic Lab soll u. a. die wahre Größe des QA-Teams verschwiegen und ein Quotensystem geschaffen haben, das den Mitarbeitern einen Anreiz bot, sich auf triviale statt auf bedeutende Fehler zu konzentrieren.

Der QA-Dienstleister hat zuvor bereits an The Witcher 3 gearbeitet und CD Projekt Red wurde im Vorfeld des Auftrags zugesichert, dass dieselben Mitarbeiter für Cyberpunk 2077 verantwortlich sein werden. Stattdessen wurden aber vor allem unerfahrene Tester eingesetzt.

Sie mussten täglich mindestens zehn Bugs aufspüren. Das hatte zur Folge, dass diese vor allem kleinere visuelle Fehler und Performance-Bugs meldeten, weil diese einfacher zu finden waren als die "großen" Probleme. Das fiel auch dem Entwickler auf und CD Projekt Red forderte daraufhin eine Neufokussierung auf große Bugs. Doch die dafür neu angestellten QA-Tester waren noch unerfahrener als die Mitarbeiter zuvor - das Debakel nahm so seinen Anfang und konnte zum Launch nicht gelöst werden.
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