Verkehr: E-Autos sind immer deutlich besser als Verbrenner mit E-Fuels
Für die Senkung der CO2-Emissionen im Verkehrssektor sind die sogenannten E-Fuels keine Lösung. Diese synthetischen Kraftstoffe haben kaum Potenzial, um dafür zu sorgen, dass Verbrenner gegenüber einem vollelektrischen Fahrzeug besser dastehen.
Das Thema ist angesichts der kürzlich angestoßenen Entscheidung, in der EU ab 2035 keine Autos mit Verbrenner-Motor mehr neu zuzulassen, wieder entfacht worden. Verschiedene Lobby- und Interessengruppen machen Stimmung gegen diese Entscheidung und argumentieren, dass man "technologieoffen" sein müsse und dann mit den E-Fuels auch die Klimaschäden durch den Verkehrssektor in den Griff bekommen werden können.
Dem widerspricht die Gruppe Transport and Environment (T&E), in der sich über 50 europäische Organisationen, die sich mit der Entwicklung des Verkehrsbereiches auseinandersetzen, zusammengefunden haben. Die von ihnen nun vorgelegte Untersuchung zeigt, dass batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg nicht nur deutlich umweltfreundlicher als ein Verbrenner sind, der mit konventionellen Treibstoff betrieben wird. Auch Verbrenner mit E-Fuel-Betankung kommen hier nicht mit.
Der realistischere Fall sieht hingegen so aus, dass beispielsweise der Strommix zum Laden des Auto-Akkus noch zu einem nennenswerten Teil Energie aus Fossil-Kraftwerken enthält und die verfügbaren Mengen an E-Fuels gerade einmal ausreichen um sie dem konventionellen Treibstoff in vergleichsweise geringen Mengen zuzusetzen. In einem solchen Fall senkt die Nutzung eines BEV die CO2-Emissionen um 72 Prozent, während der E-Fuel-Verbrenner gerade einmal 5 Prozent Verbesserung bringt.
Siehe auch: Porsche investiert Millionen in Startup zu synthetischem Treibstoff
Dem widerspricht die Gruppe Transport and Environment (T&E), in der sich über 50 europäische Organisationen, die sich mit der Entwicklung des Verkehrsbereiches auseinandersetzen, zusammengefunden haben. Die von ihnen nun vorgelegte Untersuchung zeigt, dass batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg nicht nur deutlich umweltfreundlicher als ein Verbrenner sind, der mit konventionellen Treibstoff betrieben wird. Auch Verbrenner mit E-Fuel-Betankung kommen hier nicht mit.
Selbst im Idealfall ist BEV besser
Demnach kann es ein E-Fuel-Verbrenner im bestmöglichen Szenario schaffen, die CO2-Emissionen gegenüber dem Erdöl-basierten Verkehr um 82 Prozent zu senken. Ein BEV käme unter diesen Voraussetzungen aber auf eine Senkung um 87 Prozent. Allerdings ist es natürlich sehr unwahrscheinlich, dass solch ein idealer Fall je erreicht wird, denn dies würde eine Versorgung mit 100% Ökostrom und lokaler Produktion voraussetzen. Schon gar nicht ist solch ein Fall für das Jahr 2030 anzunehmen, für das die Prognosen hier gemacht wurden.Der realistischere Fall sieht hingegen so aus, dass beispielsweise der Strommix zum Laden des Auto-Akkus noch zu einem nennenswerten Teil Energie aus Fossil-Kraftwerken enthält und die verfügbaren Mengen an E-Fuels gerade einmal ausreichen um sie dem konventionellen Treibstoff in vergleichsweise geringen Mengen zuzusetzen. In einem solchen Fall senkt die Nutzung eines BEV die CO2-Emissionen um 72 Prozent, während der E-Fuel-Verbrenner gerade einmal 5 Prozent Verbesserung bringt.
Siehe auch: Porsche investiert Millionen in Startup zu synthetischem Treibstoff
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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