Siemens produziert Öko-Treibstoff für Deutschland bald in Chile

Der Technologiekonzern Siemens hat mit dem Bau seiner ersten kom­mer­zi­el­len Anlage zur Produktion so genannter E-Fuels begonnen. Lokale Nach­hal­tig­keit sucht man hier aber vergebens: Der Treibstoff soll in Chile pro­du­ziert und in Deutschland verbraucht werden. Im Süden des südamerikanischen Staates konstruiert Siemens Energy das System, das sich aus Windkraft-Anlagen speisen soll. Mit der dort gewonnenen Energie wird per Elektrolyse Wasserstoff erzeugt und in einem zusätzlichen Arbeitsschritt mit Kohlendioxid, das aus der Umgebungsluft gezogen wird, zu Methanol weiterverarbeitet. Dieser soll dann nach Deutsch­land transportiert und als Treibstoff für Verbrennungsmotoren genutzt werden.

Dass die Produktion in Chile aufgebaut wird, liegt daran, dass dort besonders gute Be­din­gun­gen für die Nutzung der Windenergie vorliegen und die Strompreise entsprechend niedrig sind. Dies sagte Andreas Eisfelder, der den zuständigen Geschäftsbereich bei Siemens leitet, gegenüber den Kollegen von Heise Online.

Förderung mit Steuergeld

Die Bundesregierung fördert das Projekt mit einer Summe von 8 Millionen Euro. Wenn die Anlage 2022 in die Pilotphase startet, soll sie mit einer Kapazität von 750.000 Litern Methanol beginnen. In der Folgezeit will Siemens das ganze System dann weiter nach oben skalieren. Als erster Kunde konnte Porsche gewonnen werden. Der Konzern will den Treibstoff, der so erzeugt wird, unter anderem im Motorsport und in Teilen der Firmenflotte einsetzen.

Die so produzierten E-Fuels werden von der Verbrenner-Lobby gern als Feigenblatt genutzt, um ihre Technologie weiter im Markt zu halten und gegen die Elektromobilität zu verteidigen. Allerdings ist die Effizienz dieses Energieträgers sogar noch deutlich schlechter als die Nut­zung von Wasserstoff in Brennstoffzellen, die auch schon weit hinter den bat­te­rie­elek­tri­schen Fahrzeugen herhinkt.

Es gibt aber neben dem Individualverkehr auch Bereiche, in denen diese Treibstoffe durchaus sinnvoll sind. In Form eines klimaneutral produzierten Kerosins könnten sie beispielsweise helfen, die extrem schlechte Klimabilanz der Luftfahrt zu verbessern. Und auch im Schwer­last-Ver­kehr und in der Landwirtschaft gibt es Anwendungen, die mit batterie­elek­tri­schen An­trie­ben derzeit nicht abzubilden sind.

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