Wechsel an der VW-Spitze:
Statt Elektro-Fokus sollen E-Fuels kommen
Mit dem personellen Wechsel an der Spitze des Volkswagen-Konzerns dürfte es auch eine Neuausrichtung beziehungsweise einen Schritt zurück bei der technologischen Strategie geben. Der neue Chef steht nämlich keineswegs hinter einem konsequenten Umbau zur Elektromobilität.
Diesen Weg hatte der bisherige VW-Chef Herbert Diess in den letzten Jahren vorangetrieben - denn es ist absehbar, dass der Mobilitätssektor vollständig elektrifiziert wird. Da schien es für Diess sinnvoller, sich möglichst an die Spitze der Entwicklung zu stellen, als dagegen anzuarbeiten. Sein Nachfolger Oliver Blume, der bisherige Chef der Tochtermarke Porsche, sieht das allerdings anders.
Gegenüber der Fachzeitschrift Automobilwoche bekräftigte Blume seine Haltung, nach der man nur mit Elektromobilität die Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht erreichen wird. Stattdessen sei es wichtig, ergänzend auch auf E-Fuels zu setzen. Laut Blume könne man mit diesen synthetischen Kraftstoffen einen schnellen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten
Letzteres dürfte in Blumes Realität aber ohnehin keine besondere Rolle spielen. Denn bisher bediente er als Porsche-Chef in erster Linie das Premium-Publikum, bei dem es nur eine untergeordnete Rolle spielt, wie viel die Energie zum Antreiben ihres Fahrzeugs kostet. Allerdings wird sich zeigen müssen, inwieweit der Wechsel von Diess zu Blume an der Spitze des Gesamtkonzerns auch die Produktstrategie von VW als Ganzes beeinflusst.
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Gegenüber der Fachzeitschrift Automobilwoche bekräftigte Blume seine Haltung, nach der man nur mit Elektromobilität die Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht erreichen wird. Stattdessen sei es wichtig, ergänzend auch auf E-Fuels zu setzen. Laut Blume könne man mit diesen synthetischen Kraftstoffen einen schnellen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten
Kaum vorhanden
Allerdings wird dies von Experten immer wieder bezweifelt. Denn um mit E-Fuels wirklich den Ausstoß von Treibhausgasen in nennenswertem Umfang zu reduzieren, bedürfte es enormer Überschüsse bei der Erzeugung von Strom aus regenerativen Quellen. Diese sind aber auf absehbare Zeit nicht vorhanden. Entsprechend gehen Prognosen davon aus, dass E-Fuels auch in vielen Jahren bestenfalls als geringer Beimischungsanteil in herkömmlichen Treibstoffen zu bekommen sein werden. Und aufgrund ihrer sehr geringen Effizienz werden E-Fuels auch die teuerste Art sein, ein Auto zu bewegen.Letzteres dürfte in Blumes Realität aber ohnehin keine besondere Rolle spielen. Denn bisher bediente er als Porsche-Chef in erster Linie das Premium-Publikum, bei dem es nur eine untergeordnete Rolle spielt, wie viel die Energie zum Antreiben ihres Fahrzeugs kostet. Allerdings wird sich zeigen müssen, inwieweit der Wechsel von Diess zu Blume an der Spitze des Gesamtkonzerns auch die Produktstrategie von VW als Ganzes beeinflusst.
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Christian Kahle
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