Spotify plant nach Kritik um Coronaleugner-Podcast erste Konsequenzen
Seit Wochen steht der Musikdienst Spotify in der Kritik um die fehlende Fakten-Einordnung bei einem seiner exklusiven Podcaster. Der Streit um Coronaleugner, die zu Gast beim Podcaster Joe Rogan waren, führte mittlerweile dazu, dass Spotify zumindest etwas einlenkt.
Man hatte seit Anfang des Jahres eigentlich das Gefühl, der Musik-Streamingdienst Spotify will die Kritik um den umstrittenen Podcaster Joe Rogan aussitzen. Doch nun hat sich Spotify-Gründer Daniel Ek selbst in einem umfangreichen Blog-Beitrag zu Wort gemeldet und erste, wenn auch nur zögerliche Konsequenzen aus dem Skandal angekündigt.
Dabei soll dann auf vertrauenswürdige Quellen zu COVID-19 hingewiesen werden. Außerdem berichtet Ek, dass es weitere Überlegungen dahingehend gibt, Content-Ersteller dafür zu sensibilisieren, welchen Einfluss sie womöglich durch falsche Informationen auf ihre Hörer haben.
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Worum geht es bei dem Streit?
Seit Ende 2021 schaukelt sich der Streit jetzt schon hoch. Damals hatte der Podcaster einen Gast, der eine Reihe von Falschinformationen zur Corona-Pandemie und zu den Impfstoffen als einzig echte Wahrheit verkaufen wollte. Als Reaktion darauf hatten sich Wissenschaftler, Promis und Politiker zusammengeschlossen und in einem offenen Brief gegen Spotifys Entscheidung protestiert, diese Falschinformationen so abrufbar zu lassen und keine Konsequenzen zu ziehen. Zumindest eine Richtigstellung erwartete man dann und ebenfalls eine Stellungnahme von Spotify - doch beides blieb bisher aus.Das soll sich nun ändern
Aufmerksamkeit bekam der Fall dann durch eine Reihe bekannter Musiker, die Spotify mit ihrem Weggang drohten, wenn sich das Unternehmen nicht klar gegen Rogan positioniert. Neil Young startete federführend die Kritik, verließ den Dienst und ließ alle seine Songs entfernen. Es folgte Joni Mitchell, und weitere Künstler überlegen den Weggang. Nun meldet Spotify-Gründer Daniel Ek, dass der Musikdienst in Zukunft ähnlich wie Twitter oder Facebook einen Corona-Hinweis bei Inhalten hinzufügen wird, die sich mit der Pandemie beschäftigen.Dabei soll dann auf vertrauenswürdige Quellen zu COVID-19 hingewiesen werden. Außerdem berichtet Ek, dass es weitere Überlegungen dahingehend gibt, Content-Ersteller dafür zu sensibilisieren, welchen Einfluss sie womöglich durch falsche Informationen auf ihre Hörer haben.
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