Zweitgrößte Übernahme des Konzerns:
Microsoft darf Nuance kaufen

Kurz vor Weihnachten hat die EU nun grünes Licht für die Über­nah­me des Siri-Mitentwicklers Nuance Communications ge­ge­ben. Der Kauf des Unternehmens gehört zu den wich­tigs­ten Deals von Mi­cro­soft in diesem Jahr, denn Nuance gilt als wich­ti­ger Technologie-Innovator.
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Dementsprechend hatten die Kartellbehörden in den USA und in der EU die Übernahme ganz genau untersucht, bevor man eine Genehmigung erteilte. In den USA waren dabei die Untersuchungen schon Mitte des Jahres zu einem positiven Urteil gekommen, die Europäische Kommission hatte dagegen noch eine längere Prüfung vorgenommen. Wie jetzt die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, genehmigt aber auch die EU Kartellbehörde den Deal ohne weitere Auflagen. Infografik Activision, LinkedIn & Co.: Microsofts Milliarden-Dollar-GeschäfteActivision, LinkedIn & Co.: Microsofts Milliarden-Dollar-Geschäfte

Ergänzung, nicht Konkurrenz

In ihrer Entscheidung erklärte die Europäische Kommission, dass Microsoft und Nuance "sehr unterschiedliche Produkte" anbieten und dass diese Übernahme den Wettbewerb nicht gefährden würde.

"Während Nuance den Endnutzern meist fertige Lösungen anbietet, stellt Microsoft im Rahmen seiner Azure Cognitive Services Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) zur Verfügung, mit denen Entwickler Spracherkennungstechnologie in ihre Programme integrieren können. Darüber hinaus ist die Kommission der Auffassung, dass das neue Unternehmen weiterhin einem starken Wettbewerb durch andere Anbieter ausgesetzt sein wird", heißt es von der EU-Kommission.

Zweitgrößte Übernahme

Nuance ist auf künstliche Intelligenz und Sprachtechnologie spezialisiert. Die Übernahme ist Microsoft rund 16 Milliarden US-Dollar wert. Insgesamt ist Nuance damit die zweitgrößte Übernahme von Microsoft nach dem 26,2 Milliarden Dollar teuren Aufkauf von LinkedIn im Jahr 2016.

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