Streisand lässt grüßen: CDU verhilft SPD zu einem Wahlkampfhit
Der Bundestagswahlkampf geht dieser Tage in seine heiße Phase und bisher kann man davon sprechen, dass alle Kandidaten eher darauf aus sind, keinen bzw. die wenigsten Fehler zu machen. Die CDU indes beweist, dass sie das Neuland nach wie vor nicht ganz verstanden hat.
Die SPD hat vor einigen Tagen nämlich ein Video veröffentlicht, in dem sie die CDU einigermaßen scharf angreift. Denn man zeigt in einem Spot mehrere Matrjoschka-Puppen, die diverse Unions-Politiker enthüllen. Ausgehend von Kanzlerkandidat Armin Laschet kommt man zu Friedrich Merz, dahinter kamen auch noch Politiker wie Hans-Georg Maaßen und auch Laschet-Vertrauter Nathanael Liminski.
Eine Stimme aus dem Off macht der Union Vorwürfe, nämlich dass man Reiche reicher macht und Arme ärmer. Dazu kommt, dass manche die CDU "an den rechten Rand rücken". Zu Liminski heißt es: "erzkatholische Laschet-Vertraute, für die Sex vor der Ehe ein Tabu ist".
Die CDU wurde aber offenbar bei der Medienagentur von Barbra Streisand beraten, denn durch einen Empörungsreflex verhalf man dem Clip zu zahlreichen Schlagzeilen wie "Riesenärger um Lästerspot", "Affront gegen Katholiken" oder "Kein Sex im Wahlkampf". Denn obwohl das ein klassisches Beispiel für Negative Campaigning war, verhalf erst die CDU-Reaktion dem Ganzen zu den ganz großen Schlagzeilen.
Das Medien-Magazin Meedia schreibt dazu: "Warum reden auf einmal alle über Liminski? Weil die CDU der SPD diesen Gefallen getan hat." Zwar hat die SPD das Video heute zurückgezogen, dazu hat sich SPD-Kandidat Olaf Scholz davon distanziert, doch mit der Empörungsdauerschleife verhalf die Union dem Spot zu enormer Bekanntheit.
Das Erstaunliche an der Sache: Die SPD hat den Spot allenfalls unter der Hand verbreitet, denn bereits zuvor wurde er nicht offiziell gelistet oder gar beworben. Stattdessen hat man das "Viral für Fortgeschrittene"-Handbuch aufgeschlagen und die CDU hat hierzu nicht einmal einen Grundkurs absolviert.
Siehe auch:
Eine Stimme aus dem Off macht der Union Vorwürfe, nämlich dass man Reiche reicher macht und Arme ärmer. Dazu kommt, dass manche die CDU "an den rechten Rand rücken". Zu Liminski heißt es: "erzkatholische Laschet-Vertraute, für die Sex vor der Ehe ein Tabu ist".
Empörte CDU, SPD freut sich (heimlich)
Vor allem der Giftpfeil in Richtung des bundesweit kaum bekannten Nathanael Liminski brachte die CDU zum Schäumen. Die CDU sprang dem Chef der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei zu Hilfe und machte den SPD-Angriff zum Riesenthema. Man verteidigte die konservativen Aussagen (in einer Talkshow) des heute 35-jährigen Liminski zum Thema Ehe - als dieser 22 Jahre alt war.SPD-Spot zur Bundestagswahl 2021
Die CDU wurde aber offenbar bei der Medienagentur von Barbra Streisand beraten, denn durch einen Empörungsreflex verhalf man dem Clip zu zahlreichen Schlagzeilen wie "Riesenärger um Lästerspot", "Affront gegen Katholiken" oder "Kein Sex im Wahlkampf". Denn obwohl das ein klassisches Beispiel für Negative Campaigning war, verhalf erst die CDU-Reaktion dem Ganzen zu den ganz großen Schlagzeilen.
Das Medien-Magazin Meedia schreibt dazu: "Warum reden auf einmal alle über Liminski? Weil die CDU der SPD diesen Gefallen getan hat." Zwar hat die SPD das Video heute zurückgezogen, dazu hat sich SPD-Kandidat Olaf Scholz davon distanziert, doch mit der Empörungsdauerschleife verhalf die Union dem Spot zu enormer Bekanntheit.
Das Erstaunliche an der Sache: Die SPD hat den Spot allenfalls unter der Hand verbreitet, denn bereits zuvor wurde er nicht offiziell gelistet oder gar beworben. Stattdessen hat man das "Viral für Fortgeschrittene"-Handbuch aufgeschlagen und die CDU hat hierzu nicht einmal einen Grundkurs absolviert.
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