Sieg der Physik: Weltgrößter Juwelier nutzt nur noch Kunst-Diamanten
Hinreichend gute technische Möglichkeiten auf der einen und anhaltende Probleme auf der anderen Seite haben bei Pandora jetzt zu einer Grundsatz-Entscheidung geführt: Der weltweit größte Schmuck-Hersteller wird nur noch künstliche Diamanten nutzen.
Wie Firmenchef Alexander Lacik gegenüber der britischen BBC ausführte, sei die Änderung bei der Einkaufsstrategie auch davon geprägt, dass man nachhaltiger wirtschaften wolle. Es sei "einfach das Richtige", führte er aus. Allerdings dürfte die Entscheidung auch deshalb leichter gefallen sein, weil künstliche Diamanten längst deutlich preiswerter sind als jene Edelsteine, die aus der Erde gegraben werden.
Die synthetische Herstellung von Diamanten ist seit den 1950er Jahren möglich, die Verfahren wurden zuletzt aber immer besser. Aktuell liegt die Jahresproduktion zwischen 6 und 7 Millionen Karat. Das ist deutlich weniger als die 111 Millionen Karat, die im vergangenen Jahr noch im Bergbau aus der Erde geholt wurden. Allerdings geht die Fördermenge seit Jahren zurück, 2017 lag die Jahresmenge noch bei etwas über 150 Millionen Karat.
Künstliche Diamanten hatten lange nicht den besten Ruf. Allerdings sind die Unterschiede in der Praxis heute eigentlich nicht mehr von Belang und es dürften nur noch ideelle Haltungen dafür sprechen, zu einem Naturstein zu greifen. Die künstlichen Varianten sind in Sachen Qualität heute nicht mehr zweite Wahl. Und da insbesondere Hersteller in den westlichen Staaten darauf achten, den hohen Energiebedarf aus regenerativen Quellen zu decken, ist auch dieses Problem weitgehend gelöst.
Anders als bei den natürlichen Diamanten. Diese werden in der Regel in großen Minen abgebaut, die in den jeweiligen Regionen tiefe Löcher in die Erde reißen. Dazu kommt, dass der Abbau in vielen Fällen in Regionen stattfindet, die politisch extrem instabil sind. Mit den Edelsteinen wurden insbesondere in Afrika auch lange Kriege finanziert, die unzählige Menschen in Elend stürzten, wenn sie denn die direkte Waffengewalt überlebten.
Die synthetische Herstellung von Diamanten ist seit den 1950er Jahren möglich, die Verfahren wurden zuletzt aber immer besser. Aktuell liegt die Jahresproduktion zwischen 6 und 7 Millionen Karat. Das ist deutlich weniger als die 111 Millionen Karat, die im vergangenen Jahr noch im Bergbau aus der Erde geholt wurden. Allerdings geht die Fördermenge seit Jahren zurück, 2017 lag die Jahresmenge noch bei etwas über 150 Millionen Karat.
Kaum noch Unterschiede
Pandora will die Diamanten für seine Schmuckproduktion zukünftig komplett in Großbritannien herstellen lassen. Dort sollen die ersten Produkte, die mit den Steinen bestückt sind, auch in den Handel kommen. Laut Lacik machen Produkte mit Diamanten derzeit nur einen vergleichsweise geringen Anteil am Gesamtumsatz aus, allerdings rechnet er damit, dass die niedrigeren Preise den Absatz in dem Segment deutlich steigern werden.Künstliche Diamanten hatten lange nicht den besten Ruf. Allerdings sind die Unterschiede in der Praxis heute eigentlich nicht mehr von Belang und es dürften nur noch ideelle Haltungen dafür sprechen, zu einem Naturstein zu greifen. Die künstlichen Varianten sind in Sachen Qualität heute nicht mehr zweite Wahl. Und da insbesondere Hersteller in den westlichen Staaten darauf achten, den hohen Energiebedarf aus regenerativen Quellen zu decken, ist auch dieses Problem weitgehend gelöst.
Anders als bei den natürlichen Diamanten. Diese werden in der Regel in großen Minen abgebaut, die in den jeweiligen Regionen tiefe Löcher in die Erde reißen. Dazu kommt, dass der Abbau in vielen Fällen in Regionen stattfindet, die politisch extrem instabil sind. Mit den Edelsteinen wurden insbesondere in Afrika auch lange Kriege finanziert, die unzählige Menschen in Elend stürzten, wenn sie denn die direkte Waffengewalt überlebten.
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Christian Kahle
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