Ein Diamant verrät gigantische Wassermengen im Erdmantel

Ein hübscher blauer Einschluss in einem Diamanten ist für Wissenschaftler ein Sensations-Fund. Aus ihm schließen sie, dass es tief im Erdmantel gigantische Wasser-Vorkommen geben muss. Den Hinweis darauf bekam man erst zum zweiten Mal zu Gesicht. Ein Diamant, der in Botswana gefunden wurde, weist diesen Einschluss auf. Es handelt sich um das Mineral Ringwoodit. Dieses wurde in einer Tiefe von mindestens 660 Kilometern vom Kohlenstoff eingeschlossen, der dann zu Diamant wurde und im Laufe der Zeit in die obere Erdkruste befördert wurde. Hier konnte er nun im Diamant-Bergbau gefunden werden.

Es ist erst das zweite Mal, dass Wissenschaftler dieses Mineral in einem Kristallbrocken aus dieser Zone gefunden haben. Die Probe ist außerdem die einzige ihrer Art, die der Wissenschaft derzeit zur Verfügung steht. Das letzte Exemplar wurde bei seiner Erforschung zerstört. "Es ist unglaublich selten, dass es überhaupt einen super tiefen Diamanten gibt, und noch seltener ist es, dass es in diesen Einschlüsse gibt", sagte Suzette Timmerman, eine Mantelgeochemikerin von der Universität von Alberta. Einen Ringwoodit-Einschluss inklusive Wasser zu finden, sei sogar noch verblüffender.


Alles fließt

Die Entdeckung deutet darauf hin, dass diese sehr tiefe Zone feucht ist und riesige Mengen an Wasser in den dortigen Mineralien eingeschlossen sind. Obwohl dieses Wasser chemisch an die Struktur der Mineralien gebunden ist und nicht wie ein echter Ozean umherfließt, spielt es wahrscheinlich eine wichtige Rolle dabei, wie der Erdmantel fließt. Dies wiederum wirkt sich auf die Geologie im Großen und Ganzen aus, also auf die Plattentektonik und die vulkanische Aktivität. So könnte das Wasser beispielsweise bei der Entstehung von Mantelaufwölbungen, den sogenannten Plumes, beteiligt sein, die wiederum Vulkane hervorbringen.

Die überwiegende Mehrheit der Diamanten entsteht in einer Tiefe von 150 bis 200 Kilometern unter der Erdoberfläche. Einige wenige kommen jedoch aus einer viel größeren Tiefe. Es ist oft schwierig, die genaue Tiefe zu bestimmen, aber die neue Probe war in dieser Hinsicht bemerkenswert entgegenkommend, erklärten die Forscher in ihrem, in Nature Geoscience veröffentlichten Paper. Denn Ringwoodit kann sich nur bei unglaublich hohem Druck bilden. Es kommt in der Erdkruste nicht vor, wird aber manchmal in Meteoriten gefunden, die ein großes kosmisches Trauma erlitten haben. Im Erdmantel kann Ringwoodit erst bei einem Druck entstehen, wie man ihn in mindestens 660 Kilometern Tiefe findet.

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