IT-Sicherheitsforscher zu Luca:
Vernichtende Kritik am Datenschutz
Die Luca-App steht seit längerem unter Dauerfeuer, denn die Anwendung, die per Check-Ins ein Stück Corona-Normalität in unsere Leben bringen soll, wird von Datenschützern scharf angegriffen. Nun gab es in einer Stellungnahme von 70 Experten die wohl bisher heftigste Kritik.
Die Luca-App, die u. a. zur Kontaktverfolgung eingesetzt werden soll, wird bereits seit Wochen von Hackern wie dem Chaos Computer Club (CCC) scharf angegriffen. Diese Kritik perlt - mit wenigen Ausnahmen - an den Verantwortlichen wie an Teflon ab. Auch die Politik, die in vielen Gebieten Deutschlands auf Luca setzt, will nicht so recht einräumen, dass die App wohl doch keine so gute Idee war.
Die Alternative ist eine alte und bewährte Lösung: Denn die Unterzeichner wollen, dass Bund, Länder und Kommunen auf dezentrale Lösungen wie die Corona-Warn-App setzen. Denn diese (oder vergleichbare Anwendungen) erfüllt jene vier Grundprinzipien, die man schon vor einem Jahr zu Grundpfeilern erklärt hat: Zweckbindung, Transparenz, Freiwilligkeit und Risikoabwägung.
Auf die Luca-App treffe aber keines zu: "Das bereits in vielen Bundesländern eingesetzte Luca-System erfüllt keine dieser Prinzipien." Einer der Hauptkritikpunkte ist der Umstand, dass Luca "in großem Umfang" Bewegungs- und Kontaktdaten erfasse. Die zentrale Sammlung solcher sensiblen Daten habe ein massives Missbrauchspotenzial und ist auch hinsichtlich möglicher Datenleaks risikoreich.
Ein Problem ist, dass solche Systeme nur schwer zu schützen sind: "Es ist nicht zu erwarten, dass dies einem Start-up, das bereits durch zahlreiche konzeptionelle Sicherheitslücken, Datenleaks und fehlendes Verständnis von fundamentalen Sicherheitsprinzipien aufgefallen ist, besser gelingen sollte", heißt es in der Stellungnahme.
Stellungnahme mit scharfer Kritik
Langsam wird es aber immer schwerer, den Einsatz von Luca zu rechtfertigen: Denn wie Die Zeit berichtet, haben sich mehr als 70 führende deutsche IT-Sicherheitsforscherinnen und Forscher vehement gegen diese Lösung ausgesprochen. In einer gemeinsamen Stellungnahme stellen sich die Security-Experten gegen den "De-facto-Zwang zur Nutzung einer Lösung" und attestieren der Luca-App, dass diese "grundlegende Entwicklungsprinzipien eklatant verletzt".Die Alternative ist eine alte und bewährte Lösung: Denn die Unterzeichner wollen, dass Bund, Länder und Kommunen auf dezentrale Lösungen wie die Corona-Warn-App setzen. Denn diese (oder vergleichbare Anwendungen) erfüllt jene vier Grundprinzipien, die man schon vor einem Jahr zu Grundpfeilern erklärt hat: Zweckbindung, Transparenz, Freiwilligkeit und Risikoabwägung.
Auf die Luca-App treffe aber keines zu: "Das bereits in vielen Bundesländern eingesetzte Luca-System erfüllt keine dieser Prinzipien." Einer der Hauptkritikpunkte ist der Umstand, dass Luca "in großem Umfang" Bewegungs- und Kontaktdaten erfasse. Die zentrale Sammlung solcher sensiblen Daten habe ein massives Missbrauchspotenzial und ist auch hinsichtlich möglicher Datenleaks risikoreich.
Ein Problem ist, dass solche Systeme nur schwer zu schützen sind: "Es ist nicht zu erwarten, dass dies einem Start-up, das bereits durch zahlreiche konzeptionelle Sicherheitslücken, Datenleaks und fehlendes Verständnis von fundamentalen Sicherheitsprinzipien aufgefallen ist, besser gelingen sollte", heißt es in der Stellungnahme.
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