Luca-App entwickelt sich immer deutlicher zum Millionen-Grab
Es zeichnet sich immer stärker ab, dass die Bundesländer einem Startup Millionen-Beträge zuschoben, weil sie schlicht auf gutes Marketing hereingefallen sind. Je genauer Fachleute sich die Luca-App zur Kontaktverfolgung anschauen, umso mehr Probleme werden deutlich.
Auch die Berliner Landesregierung hat sich ohne vorherige Überprüfung dazu entschlossen, Lizenzen für die Luca-App zu erwerben. 1,2 Millionen Euro zahlt die Bundeshauptstadt. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte bereits eingeräumt, dass er die Verträge unterzeichnet habe, ohne die technischen Details hinter der Anwendung zu kennen.
Dieser Vorgang sei "natürlich suboptimal", erklärte die Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk laut einem Bericht des Tagesspiegels. Denn auch auf eine Übereinstimmung mit den rechtlichen Regelungen in ihrem Fachbereich hat wohl niemand geachtet. "Da gibt es durchaus datenschutzrechtliche Probleme", führte Smoltczyk jetzt aus. Der App attestierte sie "beträchtliche Risiken", die bisher von den Entwicklern nicht beseitigt worden sind.
Nimmt man die strukturellen Probleme der App noch hinzu, ist die App eigentlich alles andere als ein gutes Tool für die Krisenbewältigung. Es sieht letztllich sehr danach aus, dass die Verantwortlichen auf Landesebene hier auf das geschickte Marketing eines Prominenten wie Smudo hereingefallen sind, ohne dessen eigene Interessen als Investor in die Hersteller-Firma zu beachten. Insgesamt ist bereits ein zweistelliger Millionen-Betrag für Lizenzen gezahlt worden.
Siehe auch: Luca-App: Hacker kritisieren die Macher der neuen Hype-App scharf
Dieser Vorgang sei "natürlich suboptimal", erklärte die Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk laut einem Bericht des Tagesspiegels. Denn auch auf eine Übereinstimmung mit den rechtlichen Regelungen in ihrem Fachbereich hat wohl niemand geachtet. "Da gibt es durchaus datenschutzrechtliche Probleme", führte Smoltczyk jetzt aus. Der App attestierte sie "beträchtliche Risiken", die bisher von den Entwicklern nicht beseitigt worden sind.
Ein Schlüssel für alle
Sie ist dabei nicht die erste, die auf die Schwächen hinweist. Smoltczyk kritisiert letztlich die gleichen Dinge, die auch schon von anderen Stellen hervorgehoben wurden. So beispielsweise, dass alle Gesundheitsämter mit dem gleichen Schlüssel auf die kodierten Daten zugreifen können - bei einem solchen Key-Management braucht man eigentlich auch gar nicht verschlüsseln. Und auch die zentrale Speicherung von Bewegungsprofilen der Nutzer führt zu einer unnötigen Datensammlung, bei der jederzeit die Gefahr besteht, dass sie Unbefugten in die Hände fällt.Nimmt man die strukturellen Probleme der App noch hinzu, ist die App eigentlich alles andere als ein gutes Tool für die Krisenbewältigung. Es sieht letztllich sehr danach aus, dass die Verantwortlichen auf Landesebene hier auf das geschickte Marketing eines Prominenten wie Smudo hereingefallen sind, ohne dessen eigene Interessen als Investor in die Hersteller-Firma zu beachten. Insgesamt ist bereits ein zweistelliger Millionen-Betrag für Lizenzen gezahlt worden.
Siehe auch: Luca-App: Hacker kritisieren die Macher der neuen Hype-App scharf
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Christian Kahle
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