Luca: Nun knöpfen sich Landesdatenschützer die umstrittene App vor
Die Kritik an der Kontaktnachverfolgungs-App Luca hat nun die offiziellen Datenschutzstellen auf den Plan gerufen. Denn zuletzt gab es fast täglich einen kleinen oder großen Skandal rund um Luca und nun wollen bzw. sollen (endlich) Landesdatenschutzbeauftragte näher hinsehen.
Auch wenn sich die Macher der Luca-App alle Mühe geben, die teils heftige Datenschutzkritik von Chaos Computer Club (CCC) und anderen Experten kleinzureden und darauf auch durch Änderungen zu reagieren - los wird man sie vorerst nicht. Im Gegenteil: Nun hat auch der Landesdatenschutzbeauftragte von Mecklenburg-Vorpommern (MV), wo die App landesweit zum Einsatz kommt, eine Prüfung angeordnet.
Wie Heise berichtet, liegen der Behörde bereits Prüfunterlagen der Landesregierung vor, eine Stellungnahme wurde aber bisher nicht veröffentlicht. Bisher gebe es allerdings keinen Grund, vor der App zu warnen, heißt es. Das "bisher" ist hier allerdings explizit zu erwähnen, denn laut einer Sprecherin des Landesdatenschutzbeauftragten von Mecklenburg-Vorpommern seien noch Fragen zu Haftung und technischem Datenschutz zu klären.
Diese allerdings werden an Berlin weitergereicht, da MV hierfür nicht zuständig ist. Das liegt am Firmensitz der Culture4life GmbH, denn die Macher der Luca-App sind offiziell in Berlin beheimatet. Mecklenburg-Vorpommern setzt die App als erstes Bundesland landesweit zur verschlüsselten Kontaktnachverfolgung ein. Luca ist in der Corona-Landesverordnung von MV als zentrale Lösung festgeschrieben - was aber nicht mit einer Nutzungspflicht gleichzusetzen ist.
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Wie Heise berichtet, liegen der Behörde bereits Prüfunterlagen der Landesregierung vor, eine Stellungnahme wurde aber bisher nicht veröffentlicht. Bisher gebe es allerdings keinen Grund, vor der App zu warnen, heißt es. Das "bisher" ist hier allerdings explizit zu erwähnen, denn laut einer Sprecherin des Landesdatenschutzbeauftragten von Mecklenburg-Vorpommern seien noch Fragen zu Haftung und technischem Datenschutz zu klären.
Diese allerdings werden an Berlin weitergereicht, da MV hierfür nicht zuständig ist. Das liegt am Firmensitz der Culture4life GmbH, denn die Macher der Luca-App sind offiziell in Berlin beheimatet. Mecklenburg-Vorpommern setzt die App als erstes Bundesland landesweit zur verschlüsselten Kontaktnachverfolgung ein. Luca ist in der Corona-Landesverordnung von MV als zentrale Lösung festgeschrieben - was aber nicht mit einer Nutzungspflicht gleichzusetzen ist.
Der Ton wird immer rauer
Es ist übrigens nicht zu erwarten, dass der Streit um die App demnächst beigelegt wird. Denn Luca-Chef Patrick Hennig bezeichnete in einem Interview mit der SVZ die Kritik wenig diplomatisch als "völligen Schwachsinn". CCC-Sprecher Linus Neumann indes schreibt auf Twitter: "Ich war ja durch Vorwarnungen auf einiges gefasst, aber die persönlichen Angriffe und offensichtlichen Lügen, die @BergerPhilipp, @patrick_hennig, @markus_bublitz und nicht zuletzt @lesmoureal (Anm.: Rapper Smudo) medial lancieren, sind unter dem Niveau, das ich Ihnen zugetraut hätte."Siehe auch:
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