Alle gegen Google: Microsoft Edge stößt zur breiten Anti-FloC-Front
Googles Cookie-Ersatz Federated Learning of Cohorts (FLoC) ist derzeit schwer unter Beschuss und fast täglich wächst die Zahl jener, die den Cookie-Ersatz ablehnen bzw. dessen Blocken ankündigen. Nun stößt ein besonders prominenter Name dazu: Microsoft bzw. der Browser Edge.
Vor einigen Wochen hat Google angekündigt, dass das individuelle Werbe-Cookie sterben wird, weil es nicht mehr gebraucht wird. Das klang nach einer guten Nachricht bzw. verkaufte der Suchmaschinenriese es als Schritt nach vorne und als Mittel für mehr Privatsphäre. Doch Kritiker stellten schnell fest, dass FLoC die Sache nicht besser macht und sogar als Rückschritt in Sachen Datenschutz gesehen werden kann.
Die Kernaussage der Kritiker (vereinfacht erklärt) zu FLoC: Im Gegensatz zu Drittanbieter-Cookies, die von Werbetreibenden verwendet werden, um Verhalten und Interessen von Nutzern über verschiedene Websites hinweg zu tracken, ist FLoC in den Webbrowser integriert. Anwender werden auf diese Weise in so genannte Verhaltenskohorten zuordnet, diese Informationen werden dann mit Websites und Werbetreibenden geteilt.
Auch die Browseranbieter, deren Programme Chromium-basiert sind (das ist nämlich Voraussetzung) stellen sich gegen FLoC: Nach Brave und Vivaldi hat sich nun laut einem Bericht von Bleeping Computer auch Microsoft Edge zur Anti-FLoC-Front gesellt und blockiert die neue Google-Lösung. Allem Anschein nach hat Microsoft die Browser- bzw. Chrome-seitige Einstellung von sich aus deaktiviert. Die Redmonder sprechen sich stattdessen für die selbst vorgeschlagene Lösung namens PARAKEET aus.
Microsoft: "Wir glauben an eine Zukunft, in der das Web den Menschen Privatsphäre, Transparenz und Kontrolle bieten kann und gleichzeitig verantwortungsvolle Geschäftsmodelle unterstützt, um ein lebendiges, offenes und vielfältiges Ökosystem zu schaffen. Wie Google unterstützen wir Lösungen, die den Nutzern eine klare Zustimmung geben und die Wahl der Verbraucher nicht umgehen. Aus diesem Grund unterstützen wir aber auch keine Lösungen, die Signale der Nutzeridentität ohne deren Zustimmung einsetzen, wie etwa Fingerabdrücke. Die Branche befindet sich auf einer Reise, und es wird browserbasierte Vorschläge geben, die keine individuellen Benutzerkennungen benötigen, und ID-basierte Vorschläge, die auf der Zustimmung und First-Party-Beziehung beruhen."
Solche Ansätze wolle man weiter ausloten und verweist auf den ersten und noch nicht fertigen PARAKEET-Vorschlag. Das steht für "Private and Anonymized Requests for Ads that Keep Efficacy and Enhance Transparency" und verwendet u. a. Proxy-Server, die zwischen dem Benutzer und der Werbefirma stehen. Anwender bekämen dann eine eindeutige ID, die allerdings nur dem Proxy-Server bekannt ist.
Siehe auch:
Download Microsoft Edge Download - Der Browser auf Chromium-Basis
Die Kernaussage der Kritiker (vereinfacht erklärt) zu FLoC: Im Gegensatz zu Drittanbieter-Cookies, die von Werbetreibenden verwendet werden, um Verhalten und Interessen von Nutzern über verschiedene Websites hinweg zu tracken, ist FLoC in den Webbrowser integriert. Anwender werden auf diese Weise in so genannte Verhaltenskohorten zuordnet, diese Informationen werden dann mit Websites und Werbetreibenden geteilt.
Alle gegen Googles Lösung
Seither haben zahlreiche Software- und Dienste-Anbieter angekündigt, FLoC auf die eine oder andere Weise zu blocken. Die Suchmaschine DuckDuckGo hat eine Anleitung zum Aushebeln von FLoC sowie eine passende Chrome-Erweiterung veröffentlicht. WordPress hat gestern bekannt gegeben, dass man in einer demnächst erscheinenden Version diese neue Google-Methode per Code unterdrücken wird.Auch die Browseranbieter, deren Programme Chromium-basiert sind (das ist nämlich Voraussetzung) stellen sich gegen FLoC: Nach Brave und Vivaldi hat sich nun laut einem Bericht von Bleeping Computer auch Microsoft Edge zur Anti-FLoC-Front gesellt und blockiert die neue Google-Lösung. Allem Anschein nach hat Microsoft die Browser- bzw. Chrome-seitige Einstellung von sich aus deaktiviert. Die Redmonder sprechen sich stattdessen für die selbst vorgeschlagene Lösung namens PARAKEET aus.
Microsoft: "Wir glauben an eine Zukunft, in der das Web den Menschen Privatsphäre, Transparenz und Kontrolle bieten kann und gleichzeitig verantwortungsvolle Geschäftsmodelle unterstützt, um ein lebendiges, offenes und vielfältiges Ökosystem zu schaffen. Wie Google unterstützen wir Lösungen, die den Nutzern eine klare Zustimmung geben und die Wahl der Verbraucher nicht umgehen. Aus diesem Grund unterstützen wir aber auch keine Lösungen, die Signale der Nutzeridentität ohne deren Zustimmung einsetzen, wie etwa Fingerabdrücke. Die Branche befindet sich auf einer Reise, und es wird browserbasierte Vorschläge geben, die keine individuellen Benutzerkennungen benötigen, und ID-basierte Vorschläge, die auf der Zustimmung und First-Party-Beziehung beruhen."
Solche Ansätze wolle man weiter ausloten und verweist auf den ersten und noch nicht fertigen PARAKEET-Vorschlag. Das steht für "Private and Anonymized Requests for Ads that Keep Efficacy and Enhance Transparency" und verwendet u. a. Proxy-Server, die zwischen dem Benutzer und der Werbefirma stehen. Anwender bekämen dann eine eindeutige ID, die allerdings nur dem Proxy-Server bekannt ist.
Siehe auch:
- WordPress wird Googles Cookie-Ersatz FLoC kategorisch blocken
- Anti-FloC-Front: Brave und Vivaldi stellen sich gegen Cookie-Ersatz
- Gegen "Grusel-Werbung": DuckDuckGo blockiert Googles Cookie-Ersatz
- Ein Übel folgt auf das andere: EFF kritisiert Googles Cookie-"Aus" scharf
- Google will Tracking-Cookies durch komplett neue Technologie ersetzen
Download Microsoft Edge Download - Der Browser auf Chromium-Basis
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