Googles Stehauf-Männchen: FLoC ist tot - aber es lebe das neue Topics!

Der Suchmaschinenkonzern Google muss sich eingestehen, dass seine groß angekündigte Cookie-Alternative FLoC eine Totgeburt ist und stellt die Arbeit an der Technologie nun ein. Allerdings hat das Unternehmen bereits den nächsten Versuch am Start. Federated Learning of Cohorts (FLoC) war eine Reaktion auf die massiven Kritiken, dass die Werbeindustrie die Nutzer immer tiefergehend durchleuchtet. Als größter Vermarkter von Online-Reklameplätzen überhaupt stand Google natürlich im Mittelpunkt dessen. Mit FLoC versuchte man ein Modell aufzubauen, mit dem man letztlich auch gut Leben kann, das die Sammlung von Informationen über den individuellen Nutzer aber deutlich reduziert.

FLoC sollte so funktionieren, dass der Werbevermarkter nicht mehr Daten über jeden einzelnen Nutzer erstellt und Profile anlegt, nach denen er dann passende Werbung ausspielt. Stattdessen sollen die User gröberen Kohorten zugeteilt werden - also beispielsweise einer bestimmten Altersgruppe, einem Interesse an Sport oder ähnlichem. Das ist deutlich unschärfer als ein individuelles Profil, genügt der Werbebranche aber völlig, um zielgruppenorientiert zu arbeiten.

Verlagerung in den Browser

In der Branche stieß der Vorstoß Googles allerdings nicht gerade auf Interesse. Es gab faktisch niemanden sonst, der FLoC ebenfalls für die eigenen Modelle eingesetzt hätte. Daher ist inzwischen auch den Verantwortlichen bei dem Unternehmen klar, dass man die Sache nicht weiterverfolgen braucht. Sie wollen daher nun versuchen, eine Alternative zum klassischen Tracking von anderer Seite aus anzugehen: Über den Browser.

Hier kommt ein neues Verfahren namens Topics zum Einsatz. Die Idee ist letztlich die Gleiche: Der Nutzer soll bestimmten großen Gruppen zugeordnet werden. Deren Zahl ist hier auf 300 begrenzt, womit sich eine werbetechnisch zwar gute Zielgruppenanalyse durchführen lässt, was aber sehr viel unschärfer als ein individuelles Profil ist. Der Browser wertet dafür lokal das Nutzungsverhalten aus und berücksichtigt dabei jeweils nur die Informationen der vergangenen drei Wochen.

Man setzt hier also nun darauf, dass man vielleicht einen solchen Ansatz durchbringen kann, der auf einen zweiten Bereich setzt, in dem Google mit Abstand Marktführer ist: Auch bei Browsern dominiert Google mit seinem Chrome den Markt klar. Doch auch hier wird man davon abhängig sein, dass andere in der Branche mitziehen, was wohl nur dann der Fall sein wird, wenn die Regulierung des klassischen Trackings noch weiter verschärft wird.

Siehe auch:

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