Fahrer, die in Flaschen pinkeln:
Amazon entschuldigt und erklärt sich
Amazon hat im Falle der Fahrer, die in Flaschen pinkeln, eine Entschuldigung herausgegeben. Der Konzern tritt von den Kommentaren zurück, die er auf Twitter in einer Antwort an den US-Abgeordneten Mark Pocan gegeben hatte und in denen er die Vorfälle abstreiten wollte.
Das berichtet unter anderem das Online-Magazin Geek Wire. Sich für einmal getroffenen Aussagen zu entschuldigen ist für viele Unternehmen eine eher seltene Reaktion - und für Amazon gilt das erst recht. Die Entschuldigung ist ein ungewöhnliches Eingeständnis des in Seattle ansässigen Unternehmens, das sich in letzter Zeit recht aggressiv gegen Kritik auf Twitter verteidigt hat. Vorwürfe waren laut geworden, dass der Zeitdruck auf Auslieferungsfahrer immer schlimmer wird und die Fahrer selten dazu kommen, Pausen einzulegen. Daraus resultiert dann die pragmatische Lösung der Fahrer, dass, wenn sie keine Zeit für eine Pause zum Urinieren haben, ihr kleines Geschäft im Lieferwagen einfach in Flaschen erledigen.
"Ungeachtet der Tatsache, dass dies ein branchenweites Problem ist, möchten wir es aber lösen", schrieb das Unternehmen jetzt. "Wir wissen noch nicht wie, aber wir werden nach Lösungen suchen."
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Dementis folgten
Solche Vorwürfe kamen unter anderem von Mitarbeitern, die die Amazon-Auslieferungsfahrzeuge reinigen. Ein Tweet des US-Abgeordneten Mark Pocan brachte das Ganze dann aber erst richtig ins Rollen. Dann wurde breit berichtet, Medien weltweit griffen das Thema auf und Amazon schaltete sich mit Stellungnahmen ein. Dabei hatte es Dementis von Amazon gegeben, die die Vorwürfe schlechter Arbeitsbedingungen in Abrede stellten. Jetzt folgt ein wenig die Rolle rückwärts. Amazon entschuldigt sich für die Reaktion auf die Meldung von Mark Pocan.Branchenweites Problem
Amazon erklärte, dass der Tweet "falsch" war und nicht die "große Fahrerpopulation berücksichtigte und sich stattdessen fälschlicherweise nur auf die Fulfillment-Zentren konzentrierte". Das Unternehmen sagte auch, dass der Tweet gar nicht richtig geprüft wurde und nannte den zugrunde liegenden Prozess "fehlerhaft". Amazon verteidigte sich jedoch auch und versucht weiter, das Unternehmen aus der Schusslinie zu ziehen. Dass Fahrer Schwierigkeiten haben, Toiletten zu finden, sei "ein langjähriges, branchenweites Problem ist und nicht spezifisch für Amazon"."Ungeachtet der Tatsache, dass dies ein branchenweites Problem ist, möchten wir es aber lösen", schrieb das Unternehmen jetzt. "Wir wissen noch nicht wie, aber wir werden nach Lösungen suchen."
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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