PS5-Scalper: Händler bekommen Bot-Problem weiterhin nicht in Griff

Die neuen Konsolen sind seit zwei Monaten verfügbar, es ist und bleibt aber schwierig, eine PlayStation 5 oder Xbox Series X zu bekommen. Zumindest dann, wenn man nicht stark überhöhte Preise bezahlen will. Denn das Problem mit so genannten Scalpern ist und bleibt groß.
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Kurz nach dem Start von PS5 und Xbox Series X wurde bekannt, dass es viele Menschen gibt, die regulär verfügbare Geräte aufkaufen, um sie möglichst gewinnbringend auf eBay und Co. weiterzuverkaufen. Die Hersteller und Händler haben kaum rechtliche Möglichkeiten, dagegen vorzugehen, denn der Wiederverkauf ist rechtlich nicht angreifbar.

Die einzige Möglichkeit, diese für reguläre Kunden und Kaufinteressenten problematische Praxis zu unterbinden, ist es, gegen Bots vorzugehen. Diese spielen beim Scalpen nämlich eine große Rolle. Nur so lassen sich große Stückzahlen der Konsolen abgreifen, wodurch sich der Aufwand für Scalper erst lohnt. Denn auch wenn diese gerne rührselige Storys auftischen, dass sie das etwa nur machen, weil sie durch Corona arbeitslos geworden sind, so kann man das durchaus in Frage stellen und feststellen: Es geht hier um Profit.


2000 PS5s per Bot abgegriffen

Doch die Händler bekommen das Bot-Problem auch nach zwei Monaten nicht in den Griff. Wie VGC berichtet, hat beispielsweise gestern der britische Händler Game eine neue Lieferung online freigegeben bzw. hat man dies angekündigt. Man versuchte Vorkehrungen gegen Scalper zu treffen, doch der Erfolg war beschränkt, denn die Konsolen waren nach nur zehn Minuten ausverkauft.

Und man kann davon ausgehen, dass viele davon in den Händen von Scalpern gelandet sind. So gab es diverse Tweets, die sich rühmten, mehr als zehn PS5s bekommen zu haben. Carnage Bot, der Anbieter der Software zum derartigen Abgreifen von Geräten, prahlte, dass man mehr als 2000 Checkouts durchführen und somit tausende Pfund Gewinn ermöglichen konnte.

Gegenüber VGC hat Game die jüngsten Vorkommnisse kommentiert und darauf verwiesen, dass "starke Maßnahmen" vorhanden seien, um sicherzustellen, dass nur ein Gerät pro Kunde verkauft wird. Das kann man allerdings durchaus in Frage stellen.

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