Radeon RX 6000-Serie: AMD greift Nvidia mit neuen High-End-GPUs an
AMD hat heute in einem Livestream die neue High-End-Grafikkartenreihe Radeon RX 6000 offiziell enthüllt. Drei Grafikkartenmodelle auf Basis der RDNA 2-Architektur werden ab kommendem November mit Nvidias GeForce RTX 3000-Serie um die Leistungskrone konkurrieren.
AMD hat am heutigen Abend drei Grafikkartenmodelle der brandneuen Radeon RX 6000-Serie enthüllt. Mit den Neuvorstellungen wagt AMD erstmals seit längerer Zeit wieder die direkte Konfrontation mit Nvidia im High-End-Segment des Grafikkartenmarktes. So soll die Radeon RX 6800 XT gegen die GeForce RTX 3080 bestehen, die Radeon RX 6800 gegen die RTX 3070 und schließlich auch die Radeon RX 6900 XT gegen die RTX 3090.
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Radeon RX 6800 XT: Die Antwort von AMD auf die GeForce RTX 3800 von Nvidia heißt Radeon RX 6800 XT und wird für 649 Dollar auf den Markt kommen. Damit will Team Rot die Leistung des Flaggschiffes von Team Grün für 50 Dollar weniger anbieten. Die Grafikkarte wartet zudem mit 16 Gigabyte GDDR6 -VRAM auf und verfügt über eine GPU mit 72 Recheneinheiten, deren Basistakt bei 2015 Megahertz und der maximale Boost-Takt bei 2250 Megahertz liegen.
Die Radeon RX 6800 XT soll die GeForce RTX 3080 in Sachen Leistung pro Watt schlagen.
Mit diesen Spezifikationen kann die Radeon RX 6800 XT die RTX 3080 laut AMDs eigenen Benchmark-Werten in Spielen wie Battlefield V, Borderlands 3, Call of Duty: Modern Warfare und Forza Horizon 4 bei 4K-Auflösung hinter sich lassen. In Titeln wie Shadow of the Tomb Raider, Gears 5 und Doom Eternal scheint die neue AMD-Grafiklösung auf Augenhöhe mit der Nvidia-Karte zu liegen. Diese durchaus beeindruckende Leistung soll die RX 6800 XT zudem mit einer TDP (Thermal Design Power) von 300 Watt erreichen, während die Founders Edition der RTX 3080 mit einer TDP von 320 Watt spezifiziert ist.
Radeon RX 6800: Mit der Radeon RX 6800 hat sich AMD zum Ziel gesetzt, Nvidias einstige Hochpreisgrafikkarte GeForce RTX 2080 Ti zum Preis von 579 Dollar zu schlagen. Zugleich tritt die Karte somit aber auch gegen die RTX 3070 an, deren unverbindliche Preisempfehlung bei 499 Dollar liegt.
Die Radeon RX 6800 bietet ebenfalls 16 Gigabyte GDDR6-Videospeicher und eine Navi 21-GPU mit 60 Recheneinheiten, deren Basistakt bei 1815 Megahertz und der Boost-Takt bei 2105 Megahertz liegt. Im Vergleich zur RTX 2080 Ti soll die RX 6800 mit einer TDP von 250 Watt laut AMD bei Spielen unter 4K und 1440p besser oder zumindest ebenbürtig abschneiden. Ein Benchmark-Vergleich mit der RTX 3070 liegt aktuell noch nicht vor.
Radeon RX 6900 XT: Die leistungsfähigste Navi 21-Grafikkarte von AMD ist schließlich die Radeon RX 6900 XT. Für 999 Dollar wird diese gegen die GeForce RTX 3090 antreten. Letztere bestückt Nvidia mit satten 24 Gigabyte VRAM, lässt sich das aber schlussendlich auch mit 1499 Dollar bezahlen. Die RX 6900 XT kommt analog zu den anderen beiden RX 6000-Modellen mit 16 Gigabyte Videospeicher daher, führt außerdem aber einen Grafikchip mit 80 Recheneinheiten und einem Basistakt von 2015 Megahertz beziehungsweise einem Boost-Takt von 2250 Megahertz ins Rennen.
Gemäß den von AMD selbst veröffentlichten Spiele-Benchmarks kann die neue Radeon RX 6900 XT die RTX 3900 in den Titeln Battlefield V, Forza Horizon 4 und Gears 5 bei 4K-Auflösung klar hinter sich lassen, in sieben weiteren aktuellen Spielen schafft es die Karte allerdings lediglich, auf Schlagweite zum Nvidia-Modell heranzukommen.
AMDs Referenzdesign fällt bei allen drei neuen Grafikkarten klassisch aus.
AMDs Referenzdesign für alle drei neuen Radeon RX 6000-Modelle nutzt eine 2,5-Slot-Kartenkonstruktion mit drei Lüftern und regulären PCI-Express-Stromanschlüssen. Darüber hinaus hat sich der Hersteller anders als Konkurrent Nvidia gegen die Verwendung von teurerem GDDR6X-Speicher entschieden. Stattdessen setzt AMD zur Maximierung der Speichertransferraten auf Effizienzverbesserungen und den sogenannten Infinity Cache.
Der ultraschnelle, 128 Megabyte große Zwischenspeicher (Cache) wurde gemäß den Angaben von AMD speziell für Grafikoperationen optimiert und soll insbesondere beim Spielen unter 4K-Auflösung oder höher Flaschenhälse im Speichermanagement verhindern. Mitunter dank Hilfe dieses Kniffes verspricht AMD für seine neuen RDNA 2-GPUs rund die doppelte Leistung einer RDNA 1-GPU wie sie auf der RX 5700 XT zu finden ist.
Während AMD verspricht, sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Nvidia im Bereich 4K-Gaming zu liefern, ist die große Unbekannte in diesem Kampf das nicht vorhandene Gegenstück zu Nvidias DLSS (Deep Learning Super Sampling). Nvidias K.I.-getriebene Technologie zur Bildverbesserung hat die PC-Spielelandschaft (sofern der ausgewählte Titel die Technologie unterstützt) grundlegend verändert, da Gamer mit einem einzigen Mausklick in den Grafikeinstellungen zugleich aufgebohrte Bildqualität und höhere Frameraten erreichen können.
AMD gibt an, im Moment ein neues Super-Sampling-Feature zu testen, das entwickelt wurde, um die Leistung mit aktivierten Raytracing-Funktionen zu verbessern. Das Unternehmen verspricht, dass seine Super-Sampling-Technologie offen zugänglich und plattformübergreifend nutzbar sein wird. Dies deutet darauf hin, dass sie auch auf den Next-Gen-Konsolen Xbox Series X und PlayStation 5, die ja ebenfalls RDNA 2-GPUs nutzen, zum Einsatz kommen wird. AMD arbeitet bei diesem Projekt mit vielen Partnern zusammen und verspricht sich große Unterstützung aus der Industrie. Leider wird die Technologie noch nicht zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der drei neuen Radeon RX 6000-Karten bereit sein.
Unser AMD Special Alle News zum CPU- und GPU-Spezialisten Siehe auch:
Auf YouTube ansehenBig Navi: Volle Kraft vorraus
Alle drei neuen Grafikkarten der Radeon RX 6000-Serie verfügen über einen Navi 21 ("Big Navi") genannten Grafikchip, der auf der GPU-(Graphics Processing Unit)-Architektur RDNA 2 basiert, welche unter anderem erstmals Unterstützung für Hardware-beschleunigtes Raytracing ins AMD-Lager bringt. Darüber hinaus werden innovative Feature wie besonders hohe Speichertransferraten dank "Infinite Cache" und sehr hohe GPU-Boost-Taktraten geboten. Somit sollen die RTX 3000-Karten von Nvidia in modernen PC-Spielen sowohl unter 4K- als auch WQHD-Auflösung eingeholt oder gar übertrumpft werden.Radeon RX 6800 XT: Die Antwort von AMD auf die GeForce RTX 3800 von Nvidia heißt Radeon RX 6800 XT und wird für 649 Dollar auf den Markt kommen. Damit will Team Rot die Leistung des Flaggschiffes von Team Grün für 50 Dollar weniger anbieten. Die Grafikkarte wartet zudem mit 16 Gigabyte GDDR6 -VRAM auf und verfügt über eine GPU mit 72 Recheneinheiten, deren Basistakt bei 2015 Megahertz und der maximale Boost-Takt bei 2250 Megahertz liegen.
Die Radeon RX 6800 XT soll die GeForce RTX 3080 in Sachen Leistung pro Watt schlagen.
Mit diesen Spezifikationen kann die Radeon RX 6800 XT die RTX 3080 laut AMDs eigenen Benchmark-Werten in Spielen wie Battlefield V, Borderlands 3, Call of Duty: Modern Warfare und Forza Horizon 4 bei 4K-Auflösung hinter sich lassen. In Titeln wie Shadow of the Tomb Raider, Gears 5 und Doom Eternal scheint die neue AMD-Grafiklösung auf Augenhöhe mit der Nvidia-Karte zu liegen. Diese durchaus beeindruckende Leistung soll die RX 6800 XT zudem mit einer TDP (Thermal Design Power) von 300 Watt erreichen, während die Founders Edition der RTX 3080 mit einer TDP von 320 Watt spezifiziert ist.
Radeon RX 6800: Mit der Radeon RX 6800 hat sich AMD zum Ziel gesetzt, Nvidias einstige Hochpreisgrafikkarte GeForce RTX 2080 Ti zum Preis von 579 Dollar zu schlagen. Zugleich tritt die Karte somit aber auch gegen die RTX 3070 an, deren unverbindliche Preisempfehlung bei 499 Dollar liegt.
Die Radeon RX 6800 bietet ebenfalls 16 Gigabyte GDDR6-Videospeicher und eine Navi 21-GPU mit 60 Recheneinheiten, deren Basistakt bei 1815 Megahertz und der Boost-Takt bei 2105 Megahertz liegt. Im Vergleich zur RTX 2080 Ti soll die RX 6800 mit einer TDP von 250 Watt laut AMD bei Spielen unter 4K und 1440p besser oder zumindest ebenbürtig abschneiden. Ein Benchmark-Vergleich mit der RTX 3070 liegt aktuell noch nicht vor.
Radeon RX 6900 XT: Die leistungsfähigste Navi 21-Grafikkarte von AMD ist schließlich die Radeon RX 6900 XT. Für 999 Dollar wird diese gegen die GeForce RTX 3090 antreten. Letztere bestückt Nvidia mit satten 24 Gigabyte VRAM, lässt sich das aber schlussendlich auch mit 1499 Dollar bezahlen. Die RX 6900 XT kommt analog zu den anderen beiden RX 6000-Modellen mit 16 Gigabyte Videospeicher daher, führt außerdem aber einen Grafikchip mit 80 Recheneinheiten und einem Basistakt von 2015 Megahertz beziehungsweise einem Boost-Takt von 2250 Megahertz ins Rennen.
Gemäß den von AMD selbst veröffentlichten Spiele-Benchmarks kann die neue Radeon RX 6900 XT die RTX 3900 in den Titeln Battlefield V, Forza Horizon 4 und Gears 5 bei 4K-Auflösung klar hinter sich lassen, in sieben weiteren aktuellen Spielen schafft es die Karte allerdings lediglich, auf Schlagweite zum Nvidia-Modell heranzukommen.
AMDs Referenzdesign fällt bei allen drei neuen Grafikkarten klassisch aus.
AMDs Referenzdesign für alle drei neuen Radeon RX 6000-Modelle nutzt eine 2,5-Slot-Kartenkonstruktion mit drei Lüftern und regulären PCI-Express-Stromanschlüssen. Darüber hinaus hat sich der Hersteller anders als Konkurrent Nvidia gegen die Verwendung von teurerem GDDR6X-Speicher entschieden. Stattdessen setzt AMD zur Maximierung der Speichertransferraten auf Effizienzverbesserungen und den sogenannten Infinity Cache.
Der ultraschnelle, 128 Megabyte große Zwischenspeicher (Cache) wurde gemäß den Angaben von AMD speziell für Grafikoperationen optimiert und soll insbesondere beim Spielen unter 4K-Auflösung oder höher Flaschenhälse im Speichermanagement verhindern. Mitunter dank Hilfe dieses Kniffes verspricht AMD für seine neuen RDNA 2-GPUs rund die doppelte Leistung einer RDNA 1-GPU wie sie auf der RX 5700 XT zu finden ist.
RDNA 2 bringt Raytracing und mehr
Aufgrund der Tatsache, dass sämtliche neuen AMD-Grafikkarten auf der RDNA 2-Architektur basieren, unterstützen alle Microsofts DirectX 12 Ultimate-Programmierschnittstelle vollständig und dazu die DirectStorage-API - sobald diese verfügbar sein wird. Die gebotenen Features umfassen sowohl Hardware-beschleunigtes Raytracing als auch VRR (Variable Rate Shading). Des Weiteren hat AMD einen sogenannten "rage mode" für einfaches und stabiles Übertakten implementiert. Es wird also interessant sein, zu sehen, wie viel mehr Leistung aus den angeblich so effizient arbeitenden Karten gekitzelt werden kann.Während AMD verspricht, sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Nvidia im Bereich 4K-Gaming zu liefern, ist die große Unbekannte in diesem Kampf das nicht vorhandene Gegenstück zu Nvidias DLSS (Deep Learning Super Sampling). Nvidias K.I.-getriebene Technologie zur Bildverbesserung hat die PC-Spielelandschaft (sofern der ausgewählte Titel die Technologie unterstützt) grundlegend verändert, da Gamer mit einem einzigen Mausklick in den Grafikeinstellungen zugleich aufgebohrte Bildqualität und höhere Frameraten erreichen können.
AMD gibt an, im Moment ein neues Super-Sampling-Feature zu testen, das entwickelt wurde, um die Leistung mit aktivierten Raytracing-Funktionen zu verbessern. Das Unternehmen verspricht, dass seine Super-Sampling-Technologie offen zugänglich und plattformübergreifend nutzbar sein wird. Dies deutet darauf hin, dass sie auch auf den Next-Gen-Konsolen Xbox Series X und PlayStation 5, die ja ebenfalls RDNA 2-GPUs nutzen, zum Einsatz kommen wird. AMD arbeitet bei diesem Projekt mit vielen Partnern zusammen und verspricht sich große Unterstützung aus der Industrie. Leider wird die Technologie noch nicht zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der drei neuen Radeon RX 6000-Karten bereit sein.
Ab Mitte November wird es richtig spannend
Sowohl die Radeon RX 6800 XT als auch die RX 6800 werden ab dem 18. November 2020 erhältlich sein, während sich Interessenten für die Radeon RX 6900 XT bis zum 8. Dezember gedulden müssen. Da die neuen AMD-Modelle eine großartige Alternative für all diejenigen darstellen könnten, die in den kommenden Monaten die Grafik-Power ihres PCs aufrüsten wollen, wird alles davon abhängen, ob erste unabhängige Tests die von AMD versprochene Leistungsfähigkeit bestätigen können. Davon abgesehen wäre eine angemessene Verfügbarkeit der neuen AMD-Grafikkarten im Handel mehr als wünschenswert, nachdem sich Nvidia bislang äußerst schwer damit tut, die Nachfrage nach den RTX 3000-Modellen auch nur ansatzweise zu bedienen.Unser AMD Special Alle News zum CPU- und GPU-Spezialisten Siehe auch:
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